Über die Selbsterkenntnis

17. Februar 2010 | Von | Kategorie: China blog

Zur Selbsterkenntnis (innere Kraft) und Einschätzung nach außen (aufgrund der Justierung) hat Sun Tzu seine sehr pragmatische Meinung und Überzeugung. Er sagt:

Wenn Du deinen Feind und auch dich kennst, brauchst du nicht die Ergebnisse von einhundert Kämpfen fürchten. Wenn du dich kennst, aber nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg eine Niederlage erleiden. Wenn du weder dich noch den Feind kennst, wirst du in jeder Schlacht versagen.

Auch Konfuzius beschäftigt sich mit dem Sein und dem Scheinen. Was bin ich und wie schätze ich die anderen ein? Es geht um das Verständnis für andere und um die eigene Einstellung. Menschlichkeit nennt dies Konfuzius.

Lunyu 15.28
Der Meister sprach: Wenn ein Mann von allen gehasst wird, muss man das überprüfen. Wenn ein Mann von allen geliebt wird, muss man das auch überprüfen.

Lunyu 13.24
Zi Gong fragte: Was ist von einem Mann zu halten, den alle im Dorf lieben? Der Meister sprach: Das reicht nicht.
Was ist von einem Mann zu halten, den alle im Dorf hassen?
Der Meister sprach: Das reicht auch nicht. Am besten ist es, wenn die Guten im Dorf ihn lieben, die Schlechten ihn aber hassen.

Lunyu 16.9
Konfuzius sprach: Am höchsten steht, wer alles intuitiv versteht. Danach kommt, wer durch Lernen zur Erkenntnis gelangt. Es folgt der, der erst lernt, wenn er in Schwierigkeiten ist. Wer nicht einmal lernt, wenn er in Not ist – den hält das Volk für das Letzte.

Lunyu 8.5
Der Meister Zeng sprach: Fähigkeiten haben und trotzdem Leute um Rat fragen, die [scheinbar] keine Fähigkeiten besitzen, mit seiner eigenen Fülle einen Menschen befragen, der [scheinbar] weniger hat, den eigenen Besitz ansehen, als sei er keiner, die eigene Fülle ansehen, als sei sie Leere – ach! früher, da hatte ich noch einen Freund, der so etwas konnte.

Lunyu 4.2
Konfuzius sprach: Wer keine echte Menschlichkeit besitzt, wird Widrigkeiten nicht lange ertragen und genauso wenig immer glücklich sein. Wer jedoch Menschlichkeit besitzt, findet in ihr seine Ruhe – der Weise vermag sie zu nutzen.

Lunyu 19.9
Zixia sprach: Der Edle wirkt auf drei verschiedene Weisen: Wenn man ihn anblickt, erscheint er würdevoll, wenn man sich ihm nähert, ist er warmherzig, wenn man seinen Worten lauscht, wirkt er streng.

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