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	<title>Werner Schwanfelder &#187; Franken</title>
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	<description>Worte, Essays, Bücher</description>
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		<title>Stille Wege rund um N&#252;rnberg &#8211; Was andere denken</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 10:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebücher]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Weinfranken]]></category>
		<category><![CDATA[Weinwandern]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Amazon Rezension 4.0 von 5 Sternen Abseits des Trubels &#160; Von Daggi &#160; Rezension bezieht sich auf: Stille Wege rund um N&#252;rnberg: Wander-, Rad- und Autotouren abseits des Trubels (Broschiert) Den Autor Werner Schwanfelder zieht es immer wieder in seine fr&#228;nkische Heimat zur&#252;ck. Er kann sich dort erholen, kann dort aufatmen und dem Alltagsstress<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/stille-wege-rund-um-nurnberg-was-andere-denken">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Eine Amazon Rezension</p>
<p>4.0 von 5 Sternen</p>
<p><strong>Abseits des Trubels</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von <a href="http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/A3CVDK275TBAZ6/ref=cm_cr_dp_pdp"><strong>Daggi</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rezension bezieht sich auf: </strong><strong>Stille Wege rund um N&#252;rnberg: Wander-, Rad- und Autotouren abseits des Trubels<br />
(Broschiert)</strong></p>
<p>Den Autor<br />
Werner Schwanfelder zieht es immer wieder in seine fr&#228;nkische Heimat zur&#252;ck. Er<br />
kann sich dort erholen, kann dort aufatmen und dem Alltagsstress entfliehen. Er<br />
f&#252;hrt uns mit diesem Buch in seine Lieblingsregionen in der N&#228;he von N&#252;rnberg.<br />
Dabei stellt er uns insgesamt 15 Wander-, Rad- und Autotouren abseits des<br />
Trubels vor:</p>
<p>1 Von Forchheim bis zur Ehrenb&#252;rg</p>
<p>2 Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter (von Gasseldorf nach Streitberg)</p>
<p>3 Rund um Heiligenstadt und Aufse&#223;</p>
<p>4 Egloffstein, ein Genuss der Sinne (nach Hundshaupten)</p>
<p>5 Auf dem F&#252;nf-Seidla-Steig (von Wei&#223;enohe nach Thuisbrunn)</p>
<p>6 Von Hersbruck zum Schloss Henfenfeld</p>
<p>7 Von Lauf nach Speikern (Arch&#228;ologischer Wanderweg)</p>
<p>8 Von Roth ins M&#252;hlental</p>
<p>9 Hilpotstein und der Rothsee</p>
<p>10 Georgensgm&#252;nd: kleiner Ort, gro&#223;e Kunst (Skulpturenweg und Planetenweg)</p>
<p>11 Rund um die Hopfenstadt Spalt (zur B&#228;renburg und Burg Wernfels)</p>
<p>12 Auf den Spuren der Markgrafen (von Cadolzburg nach Kriegenbrunn)</p>
<p>13 Von Herzogenaurach in den Wiesengrund</p>
<p>14 Von Bad Windsheim nach Uehlfeld (Aischgr&#252;nder Bierstra&#223;e)</p>
<p>15 Osterbrunnenfahrt durch die fr&#228;nkische Schweiz</p>
<p>Die Touren sind mit Text und Bildern beschrieben. Jeweils am Anfang informiert<br />
ein Kasten &#252;ber Ausgangspunkt, Streckenl&#228;nge, Schwierigkeitsgrad und<br />
Highlights. Der Autor scheint sich recht gut auszukennen. Sie finden auch<br />
Einkehr-Tipps und Alternativvorschl&#228;ge im Buch. Von den Fotos h&#228;tte ich keines<br />
aussortiert &#8211; sie sind alle gelungen und vermitteln ein sehr positives (fast zu<br />
sch&#246;nes) Bild vom Frankenland.</p>
<p>Fast bei jeder Tour finden Sie Hinweise auf einen urigen Biergarten, einen<br />
Brauereigasthof oder eine anderweitige gute Einkehrm&#246;glichkeit, bei denen in<br />
Franken keine Mangel herrscht. Beim &#8220;F&#252;nf-Seidla-Steig&#8221; kann man<br />
sogar in f&#252;nf verschiedenen Privatbrauereien einkehren: Klosterbrauerei<br />
Wei&#223;enohe, Brauerei Friedmann und Linden-Br&#228;u, beide in Gr&#228;fenberg,<br />
Brauereigasthof Hofmann-Nendwig, Hohenschw&#228;rz und Elch-Br&#228;u in Thuisbrunn. Wenn<br />
Sie dann nach f&#252;nf Seidla (= Krug) Bier recht anged&#252;delt sind, lassen Sie sich<br />
mit dem Sammeltaxi zur&#252;ck zum Ausgangspunkt fahren.</p>
<p>Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: die im Buch verwendeten<br />
Kartenausschnitte sind wirklich winzig und ich kann mir nicht vorstellen, dass<br />
sie immer eine Wegorientierung bieten. Auf eine zus&#228;tzliche Gebiets-Wanderkarte<br />
oder Topografische Karte wird man also nicht herumkommen. Die Touren befinden<br />
sich in einem Radius von ca. 100 km um N&#252;rnberg herum, also nicht nur in<br />
unmittelbarer N&#228;he der Gro&#223;stadt.</p>
<p>Wohl bekomm&#8217;s!</p>
</div>
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		<title>Unser N&#252;rnberg</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 10:19:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[verfügbare Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ansichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bildband]]></category>
		<category><![CDATA[Bucher Verlag]]></category>
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		<description><![CDATA[N&#252;rnberg ist &#252;ber 950 Jahre alt Kaiserburg und Bratwurstgl&#246;ckle, Kettensteg und Sch&#246;ner Brunnen, Albrecht-D&#252;rer-Haus und Christkindlesmarkt – N&#252;rnberg mangelt es nicht an Sehenswertem. Viel hat sich in den letzten hundert Jahren ver&#228;ndert, der Krieg hat Spuren hinterlassen, Altes verschwand, Neues entstand. Unsere kleine Zeitreise entf&#252;hrt<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/unser-nurnberg">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schwanfelder.info/unser-nurnberg/unser-nurnberg" rel="attachment wp-att-1648"><img class="alignleft size-medium wp-image-1648" title="Unser N&#252;rnberg" src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2011/05/Unser-N&#252;rnberg-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a>N&#252;rnberg ist &#252;ber 950 Jahre alt</p>
<p>Kaiserburg und Bratwurstgl&#246;ckle, Kettensteg und Sch&#246;ner Brunnen, Albrecht-D&#252;rer-Haus und Christkindlesmarkt – N&#252;rnberg mangelt es nicht an Sehenswertem. Viel hat sich in den letzten hundert Jahren ver&#228;ndert, der Krieg hat Spuren hinterlassen, Altes verschwand, Neues entstand. Unsere kleine Zeitreise entf&#252;hrt in die bewegte Vergangenheit der Stadt, stellt historische Ansichten aktuellen Fotografien gegen&#252;ber, zeigt Unterschiede und Gleichgebliebenes.<br />
192 Seiten, ca. 185 Abbildungen, Format 21,3 x 15,1 cm, Hardcover<br />
ISBN-13: 978-3-7658-1818-9</p>
<p><a href="http://www.bucher-verlag.de/titel-81818-unser_nuernberg_134.html">Mehr beim Bucher-Verlag.</a><br />
Sechs Kapitel umfasst das Buch</p>
<p>Die N&#252;rnberger Burg<br />
Die N&#252;rnberger Burg ist das un&#252;bersehbare Wahrzeichen der Stadt. Vermutlich gab es die Burg schon vor dem Jahr 1000; schriftlich belegt ist ihre Existenz seit 1105. Bis 1571 hielten sich alle Kaiser und K&#246;nige des Heiligen R&#246;mischen Reiches zumindest zeitweise in ihren Mauern auf. Was auf den ersten Blick gar nicht auff&#228;llt: Die Burganlage besteht aus drei separaten, zeitlich versetzt errichteten Bauensembles.</p>
<p>Die Stadt um St. Sebald<br />
Die Sebalduskirche (1225) ist &#228;lter als die Lorenzkirche, edler und bedeutender. Sie war Ratskirche, da sie in unmittelbarer N&#228;he zum Alten Rathaus steht. In ihr befindet sich das Grab des Schutzpatrons der Stadt, dem heiligen Sebald. Um die Kirche herum entstand im Lauf der Jahre das gleichnamige Stadtviertel.</p>
<p>Die Stadt um St. Lorenz<br />
St. Lorenz ist der s&#252;dlich der Pegnitz gelegene mittelalterliche Siedlungskern um die gleichnamige Kirche. Das Viertel ist das st&#228;dtebauliche Pendant zu dem Stadtbezirk um die Sebalduskirche. Der Bau der nach dem heiligen Lorenz benannten Kirche begann um 1250, 25 Jahre nach St. Sebald.</p>
<p>An der Pegnitz<br />
Die Pegnitz trennt die beiden Stadth&#228;lften von N&#252;rnberg. Das hat der Stadt gut getan: Es sind Br&#252;ckenkunstwerke entstanden, die Einwohner haben Kleinode an den Ufern erbaut und die Menschen feiern auch gerne am Fluss. Von ihrer gef&#228;hrlichen Seite zeigt sich die Pegnitz allerdings bei Hochwasser, wenn sie &#252;ber Ihre Ufer tritt und Stra&#223;en und Pl&#228;tze &#252;berschwemmt, wie vor allem im Jahr 1909.</p>
<p>Entlang der Stadtmauer<br />
Die N&#252;rnberger Stadtmauer mit Graben, Zwingeranlagen und Hauptmauer entstand 1350 bis 1450. Sp&#228;ter erfolgten zahlreiche Umbauten. Damit war N&#252;rnberg im Mittelalter au&#223;erordentlich gut befestigt, die Stadt wurde bis zum Zweiten Weltkrieg kein einziges Mal mit milit&#228;rischen Mitteln eingenommen. Ende des 19. Jahrhunderts waren die Befestigungsanlagen bereits &#252;berfl&#252;ssig, wurden jedoch gr&#246;&#223;tenteils vor dem Abriss bewahrt.</p>
<p>Au&#223;erhalb der Altstadt<br />
Die Altstadt ist das historische Schatzk&#228;stchen N&#252;rnbergs, au&#223;erhalb gibt sich die Stadt modern. Man findet aber auch jenseits der Stadtmauer noch weitere gewachsene Zentren und Sehensw&#252;rdigkeiten von historischer Bedeutung so zum Beispiel das Opernhaus und den N&#252;rnberger Hauptbahnhof.</p>
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		<title>Unser N&#252;rnberg: Wie ein Buch entsteht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 07:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe den Auftrag, einen Bildband &#252;ber meine Stadt zu machen. Der Titel ist sinnig: „Unser N&#252;rnberg“. Das Buch ist Teil einer Reihe &#252;ber alle gr&#246;&#223;eren St&#228;dte in Deutschland. Als Verlag zeichnet der Bucher Verlag verantwortlich. Das Konzept ist einfach: Man nehme alte Ansichten der Stadt und fotografiere sie vom gleichen Aufnahmeort, in der gleichen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/unser-nurnberg-wie-ein-buch-entsteht">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Auftrag, einen Bildband &#252;ber meine Stadt zu machen. Der Titel ist sinnig: „Unser N&#252;rnberg“. Das Buch ist Teil einer Reihe &#252;ber alle gr&#246;&#223;eren St&#228;dte in Deutschland. Als Verlag zeichnet der Bucher Verlag verantwortlich.</p>
<p>Das Konzept ist einfach: Man nehme alte Ansichten der Stadt und fotografiere sie vom gleichen Aufnahmeort, in der gleichen Perspektive nach.</p>
<p>Als erstes gebe ich eine Mail an meine Freunde: Habt Ihr alte Postkarten von N&#252;rnberg? Ich arbeite da an einem Projekt… K&#246;nnt Ihr mir diese zur Verf&#252;gung stellen?<br />
Die Ausbeute ist gering. Es gibt anscheinend gar nicht so viel Menschen, die alte Postkarten sammeln. Gl&#252;cklicherweise finde ich in meinem eigenen Fundus diverse Postkarten. Ich sammle n&#228;mlich vieles, meine Frau meint, ich sammle viel zu viel.<br />
In diesem Fall besitze aber auch ich nicht gen&#252;gend Ansichten der Stadt. Nun gehe ich auf Recherche. Wo kann ich alte Postkarten ersehen? In einem Auktionshaus ersteigere ich einen Karton voller Postkarten. Es gibt ein paar Antiquit&#228;tenl&#228;den in N&#252;rnberg, in denen ich f&#252;ndig werde. Und dann nat&#252;rlich auf dem Trempelmarkt. Schlie&#223;lich erstehe ich noch einige Karten in Online-Shops. Diese kommen mich aber recht teuer.</p>
<p>Diese Postkarten decken vielleicht 100 Jahre von 1850 bis 1950 ab. Ich kenne die Ansichten alle. Schlie&#223;lich bin ich geb&#252;rtiger N&#252;rnberger und mir gef&#228;llt meine Stadt. Ich durchstreife sie h&#228;ufig und fotografiere. Mein eigener Fotofundus &#252;ber die Stadt ist gewaltig. Aber von diesem Bildmaterial kann ich nichts verwenden, weil sie eben den Regeln des Buches nicht entsprechen: genauso wie die Postkarten-Vorlage, gleicher Aufnahmeort, gleiche Perspektive.</p>
<p>Nun folgen viele Streifz&#252;ge durch die Stadt. Es ist nicht immer einfach, genau den Standort eines Bildes zu bestimmen. Aber mit einiger &#220;berlegung gelingt es. Ich entdecke N&#252;rnberg neu, auf den Pfaden unbekannter Fotografen, die ein Menschenleben vor mir dieses N&#252;rnberg fotografiert haben. Ich lerne meine Stadt aus ihren Blickwinkeln kennen. Als erstes f&#228;llt mir auf, dass es fr&#252;her in der Stadt kein Gr&#252;n, kaum B&#228;ume gegeben hat. Das ist f&#252;r meine Bildgestaltung durchaus ein Problem, denn die B&#228;ume verbergen manche Bauwerke und verstellen die Sicht auf den Kern der alten Fotos. Ich habe ein ganzes Jahr Zeit f&#252;r die Aufnahmen, so kann ich manche Fotos im Herbst und Winter machen, wenn die B&#228;ume ohne Laub sind. Ich stelle fest, dass diese B&#228;ume das N&#252;rnberg von heute lockerer machen. Schwierigkeiten habe ich an den Ufern der Pegnitz. Die alten Ansichten sind heute kaum mehr wiederzuerkennen. Die einstige Idylle ist an manchen Orten fantasielosen Wohnblocks gewichen. Andere Ansichten, insbesondere im Burgbereich, sind fast noch identisch. Und ich denke, dass die Stadtv&#228;ter Gro&#223;es geleistet haben, die Stadt wieder so aufzubauen, wie sie einmal vor dem Krieg war. So ist N&#252;rnberg ein Schatzk&#228;stchen geblieben. Ich habe in meinem Fundus viele Postkarten von der Hochwasserkatastrophe von 1909 gefunden. Wenn ich heute nun die „trockenen“ Sichten fotografiere, kann ich erst erkennen, wie einschneidend f&#252;r die N&#252;rnberger B&#252;rger diese Wasserflut gewesen sein muss. Die Fotografen von einst waren Profis. Sie achteten immer auf den „erh&#246;hten Standpunkt“. So habe auch ich danach gesucht. Nicht immer ist mir das gegl&#252;ckt. Ich habe bei Bewohnern geklingelt, um von ihrem Wohnzimmer aus fotografieren zu d&#252;rfen. Ich habe bei der Stadt hinterfragt, wer f&#252;r die Mauert&#252;rme zust&#228;ndig ist und von den Zinnen herab fotografiert. Ich habe die T&#252;rme der Burg bestiegen. Dar&#252;ber hinaus habe ich Ecken gesehen  und kennengelernt, die ich noch gar nicht kannte.<br />
Mein Urteil: Wir leben in einer wunderbaren Stadt und es macht Spa&#223;, sich in dieser Stadt zu bewegen, sie zu genie&#223;en. Ich finde, das Buch ist sch&#246;n geworden, ist ein treffliches Portrait der Stadt. Ich habe das Buch in den H&#228;nden und denke mir, eigentlich k&#246;nnte es ein Botschafter der Stadt sein. Gedacht auch f&#252;r die Menschen, die die Stadt noch nicht kennen, die Handel mit den Unternehmen der Stadt treiben wollen, also f&#252;r Tourismus und Wirtschaft gleicherma&#223;en.<br />
Was ich anders machen w&#252;rde: Ich finde die Idee von alt zu neu sehr gut. Aber die Bilder der Gegen&#252;berstellung repr&#228;sentieren nicht die Gesamtsicht eines Ortes. Der alten Ansicht sollte man nicht nur die gleiche moderne Ansicht gegen&#252;ber stellen, sondern auch noch andere Teilsichten zuf&#252;gen. Manchmal hat es mir leid getan, die Kamera nicht anders halten zu k&#246;nnen, denn gleich daneben finden sich viele Sch&#246;nheiten, die ich gar nicht ber&#252;cksichtigen konnte. Schade.</p>
<p>Das Buch: „Unser N&#252;rnberg“ Eine kleine Zeitreise, erschienen im Bucher Verlag, geschrieben und fotografiert von Werner Schwanfelder. ISBN: 978-3-7658-1818-9<br />
Dar&#252;ber hinaus habe ich auch noch geschrieben und fotografiert „Stille Wege rund um N&#252;rnberg“ und „Weinwandern in Franken“, beide erschienen im Berg-Verlag.<br />
siehe auch <a href="http://nuernberg-direkt.com/20110620225/nuernberg/wissenswertes/bildband-unser-nuernberg">hier</a>.</p>
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		<title>Special: Osterbrunnenfahrt durch die Fr&#228;nkische Schweiz</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 09:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lage: Forchheim liegt n&#246;rdlich von F&#252;rth. Dir Osterbrunnentour f&#252;hrt durch das Kernland der Fr&#228;nkischen Schweiz. Highlights: Osterbrunnen Fahrtstrecke: 124 km Die Osterbrunnentradition Gerade in den letzten Jahren erf&#228;hrt der wohl anmutigste Brauch der Fr&#228;nkischen Schweiz &#8211; das Osterbrunnenschm&#252;cken &#8211; einen immensen Aufschwung. Die Osterbrunnen sind zum Anziehungspunkt und zur Attraktion in der Fr&#228;nkischen Schweiz geworden,<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/special-osterbrunnenfahrt-durch-die-fraenkische-schweiz">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lage: Forchheim liegt n&#246;rdlich von F&#252;rth. Dir Osterbrunnentour f&#252;hrt durch das Kernland der Fr&#228;nkischen Schweiz.<br />
Highlights: Osterbrunnen<br />
Fahrtstrecke: 124 km</p>
<p>Die Osterbrunnentradition<br />
Gerade in den letzten Jahren erf&#228;hrt der wohl anmutigste Brauch der Fr&#228;nkischen Schweiz &#8211; das Osterbrunnenschm&#252;cken &#8211; einen immensen Aufschwung. Die Osterbrunnen sind zum Anziehungspunkt und zur Attraktion in der Fr&#228;nkischen Schweiz geworden, so dass Besucher von weither kommen. Dies sollte durchaus ein Grund sein, dass man sich auch selbst einmal auf eine Osterbrunnentour begibt.</p>
<p>Vielleicht fragt man sich, seit wann es diesen Brauch gibt und wie er entstanden ist. Der Brauch hat seinen Ursprung irgendwo in der zentralen Fr&#228;nkischen Schweiz, eine genauere Herkunftsbestimmung ist jedoch nicht m&#246;glich.<br />
Der Hauptgrund f&#252;r das Schm&#252;cken von Brunnen und Quellen leidet sich ab von der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element f&#252;r die wasserarme Hochebene der Fr&#228;nkischen Alb. Aufgrund der geologischen Bedingungen des Fr&#228;nkischen Juras gab es kaum nat&#252;rliche Sammelstellen f&#252;r das Wasser. So legte man Brunnen und Zisternen an, um der Wasserknappheit vorzubeugen. Aus den Brunnen sch&#246;pften dann in der Regel die Frauen das Trinkwasser und schleppten es m&#252;hevoll in ihre Wohnungen. Die Brunnenanlage des Ortes wurde sehr bald auch zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt. Das Dorfleben spielte sich auf dem Marktplatz, um den Brunnen herum ab.<br />
Ganz selbstverst&#228;ndlich hielt man die Brunnen sauber und pflegte sie. Mancherorts errichteten die Bewohner ein Brunnenhaus &#252;ber der Quelle, um sie zu sch&#252;tzen. Wenn das Wasser f&#252;r eine Region eine solche Bedeutung spielt, liegt es nat&#252;rlich auch nahe, die Brunnen bei Feiertagen ganz besonders zu schm&#252;cken.<br />
Speziell dem Osterwasser schrieb der Volksmund fr&#252;her au&#223;erdem besondere Wirkung zu. So wurde behauptet, dass Kinder, die mit frisch geweihtem Wasser an Ostern getauft wurden, besonders klug werden sollten. Das Trinken von Osterwasser sch&#252;tze gegen Krankheiten. Und wer Osterwasser im Haus verspritzt, h&#228;lt Ungeziefer fern. Vor noch nicht langer Zeit konnte man in den fr&#252;hen Morgenstunden des Ostersonntags noch junge M&#228;dchen sehen, wie sie &#8220;verstohlen&#8221; in den Osterbrunnen blickten. Angeblich konnten sie in diesem Augenblick das Gesicht ihre k&#252;nftigen Ehemannes sehen.<br />
Eine zeitlich genaue Fixierung dieses Brauches ist nicht m&#246;glich. M&#252;ndliche &#220;berlieferungen belegen uns den Brauch Anfang des 20. Jahrhunderts &#8211; so begann man beispielsweise in Aufse&#223; um l909 und in Engelhardsberg um 1914 mit dem Schm&#252;cken der Brunnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, Anfang der 50er Jahre ging die Brauchtumspflege in vielen Ortschaften Zur&#252;ck. Der Grund war recht einleuchtend. Mit der Einf&#252;hrung der zentralen Wasserversorgung kam das Wasser aus der Wasserleitung und die Brunnen waren eigentlich nicht mehr notwendig. Anfang der 80er Jahre erfuhr das Osterbrunnenschm&#252;cken eine intensive Wiederbelebung, so dass bereits 1986 226 Osterbrunnen, auf 169 Ortschaften verteilt, gez&#228;hlt werden konnten. Man geht davon aus, dass es heute in der Fr&#228;nkischen Schweiz mehr als 600 geschm&#252;ckte Osterbrunnen gibt.<br />
Der Brauch des Osterbrunnenschm&#252;ckens beginnt zun&#228;chst mit dem S&#228;ubern der Anlage, dem sog. &#8220;Fegen&#8221;. &#220;bten dieses Amt nur die jungen Burschen aus, so tun dies heute entweder die schm&#252;ckenden Frauen oder deren Ehem&#228;nner. Danach wird der Brunnen geschm&#252;ckt, im Volksmund spricht man dabei vom &#8220;Brunnenputzen&#8221;. Die Osterbrunnen bleiben normalerweise bis zwei Wochen nach Ostern geschm&#252;ckt.</p>
<p>Ein &#8220;durchschnittlicher&#8221; Osterbrunnen in der Fr&#228;nkischen Schweiz umfasst etwa 80 laufende Meter Girlandenschmuck (aus Fichtenzweigen gebundene B&#246;gen) und 1800- 2000 bemalten Eierschalen, wobei immer h&#228;ufiger Plastikeier dort eingesetzt werden, wo Zerst&#246;rung oder Diebstahl m&#246;glich sind, also am Rande der Brunnen. Je weiter innen, desto wertvoller und aufwendiger die Bemalung. Mindestens einen Tag (je nachdem wie viele Menschen mithelfen) dauert es, die Girlanden zu binden (etwa 20 cm lange Fichtenzweige werden mit Draht um eine Eisenstange gebunden), einen halben Tag dauert das Aufstellen des Ger&#252;stes, einen Tag dauert das Schm&#252;cken der Girlanden mit den vorher in zahllosen Stunden handbemalten Eierschalen heimischer H&#252;hner. Dazu kommt vielfach noch umfangreicher Blumenschmuck. Das Bemalen einer Eierschale dauert in der Regel mindestens zwischen ein und zwei Stunden. Die ausgeblasene Eierschale wird mit Essig gereinigt. Wenn die Eierschale getrocknet ist wird das Motiv mit Bleistift vorgezeichnet, danach bemalt und mit Haltestab oder F&#228;den zum Aufh&#228;ngen versehen, danach wird die Eierschale mit einem wetterfestem Lack versiegelt. </p>
<p>In vielen gr&#246;&#223;eren Orten gibt es heute noch &#8220;Osterwiesen&#8221;. Auf diesen ebenen Fl&#228;chen treffen sich am Ostersonntagnachmittag vor allem Kinder und Jugendliche, um die gekochten Ostereier aus den Nestern hoch in die Luft zu schmei&#223;en und aufzuessen, sobald die Schale Risse hat. Es wird berichtet, dass manchmal auch jemand bemalte Holzeier ins Osternest legt. Solche Holzeier ben&#246;tigt man, um H&#252;hner zum Eierlegen zu animieren. Wer so ein Ei in die Luft wirft, braucht einige Zeit ehe er den Schwindel bemerkt.</p>
<p>Die Osterbrunnen-Fahrt<br />
Eine Osterbrunnentour durch die Fr&#228;nkische Schweiz beginnt man am besten in Forchheim. Der Osterbrunnen steht in der Innenstadt auf dem Marktplatz. Der „Kriegerbrunnen“ ist ein touristischer Anziehungspunkt. Zu Ostern ist er besonders sch&#246;n. Ein Dutzend Frauen des katholischen Frauenbundes gestalten den Brunnen in liebevoller Kleinarbeit. Etwa sechstausend Eier zieren die Brunneneinfassung. Die restaurierten und herausgeputzten Fachwerkh&#228;user am Platz geben zudem eine stilvolle Kulisse ab. Von Forchheim starten und enden Tagesausfl&#252;ge zu den sch&#246;nsten Brunnen der Region.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Brauereigastst&#228;tte Eichhorn<br />
(Bamberger Str. 9, Tel.: 09191/64768, www.gasthaus-eichhorn.de)<br />
Brauereigastst&#228;tte Hebendanz<br />
(Sattlertorstra&#223;e 14, Tel.: 09191/60747, www.brauerei-hebendanz.de)</p>
<p>Fahrtstrecke: Von Forchheim fahren wir auf der B470 circa 14 km Richtung Norden nach Ebermannstadt (14,2 km). </p>
<p>Der reich geschm&#252;ckte Osterbrunnen von Ebermannstadt befindet sich auf dem Marktplatz. Am Brunnen erinnert eine Frauenstatue an das m&#252;hevolle Wasserschleppen vor der Zeit der zentralen Wasserversorgung.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man in einer der beiden Brauereien in Ebermannstadt:<br />
Brauerei und Gasthof Schwanenbr&#228;u<br />
(Am Marktplatz 2, 91320 Ebermannstadt, Tel. 0 91 94 &#8211; 2 09, www.schwanenbraeu.de)<br />
Brauerei und Gasthof Sonnenbr&#228;u<br />
(Hauptstr. 29, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09194-9093) </p>
<p>Fahrtstrecke: In Ebermannstadt bleibt man zun&#228;chst auf der B 470, biegt dann ab nach rechts in die Ramstertalstra&#223;e und dann auf die Birkenreuther Stra&#223;e nach Birkenreuth (5,7 km). </p>
<p>Der sehenswerte Osterbrunnen von Birkenreuth befindet sich direkt an der Hauptstra&#223;e. Fr&#252;her sch&#252;tzten die Birkenreuther ihre m&#252;hsam gegrabenen, tiefen Grundwasserstollen mit einem Holzverschlag oder einem Steinhaus. In der Osterzeit wird das Brunnenhaus liebevoll mit Eiern und Schleifen dekoriert.</p>
<p>Fahrtstrecke: Wir fahren zur&#252;ck nach Ebermannstadt auf die B 470; nach 1,5 km links in die L2187 einbiegen – durch Gasseldorf und Unterleinleiter bis nach Heiligenstadt (15,3 km). </p>
<p>In Heiligenstadt befindet sich der Osterbrunnen ebenfalls auf dem Marktplatz. Der achteckige Brunnen wird mit zahlreichen Girlanden versch&#246;nert. An den Osterfeiertagen findet neben einem &#246;kumenischen Gottesdienst ein Tanz rund um den Brunnen statt. Veranstaltet wird er vom Heimat- und Trachtenverein und der Tanzgruppe &#8220;Die Heiligenst&#228;dter Schneckla&#8221;. Weiterhin gibt es noch den Schneckenbrunnen direkt an der Hauptstra&#223;e. In der Woche nach Ostern wird ein Markt veranstaltet.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
In Heiligenstadt kann man bei der Drei-Kronen-Br&#228;u Rast einlegen. Den Brauereigasthof findet man am Marktplatz. Der Wirt macht ein ganz besonderes Angebot: Jedes siebte selbst getrunkene Seidla ist frei.<br />
(Drei Kronen Br&#228;u, Heiligenstadt, Marktplatz 5, 91332 Heiligenstadt, Tel. 09198-522)</p>
<p>Fahrtstrecke: Auf der L2188 (durch Neum&#252;hle) kommt man nach 4 km, geradeaus &#252;ber den Heckenhofer Berg nach Aufse&#223; (6,0 km). </p>
<p>In Aufse&#223; schm&#252;cken die Bewohner zu Ehren des Wassers nicht nur ihren Brunnen, sondern sogar ihre Dorfbr&#252;cke. Sie befindet sich direkt an der Hauptstra&#223;e, einen Osterbrunnen findet man linker Hand, hoch zum Schlossberg.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
In Aufse&#223; bietet sich die Einkehr im Brauereigasthof Rothenbach an. Im Restaurant gibt es fr&#228;nkische K&#252;che mit regionalen Produkten, Hausmacher Brotzeiten, Saisonelle Spezialit&#228;ten wie Karpfen, Spargel, Pfifferlingen oder Wild. Die Empfehlung des Gastwirts: die Fischspezialit&#228;ten. Und dazu einen Schluck gutes Rothenbacher.<br />
(Brauerei Rothenbach, Aufse&#223;, Im Tal 70, 91347 Aufse&#223;, Tel. 09198-92920, www.brauerei-rothenbach.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Aufse&#223; f&#228;hrt man nach Heckenhof und weiter nach Hochstahl (3,2 km). </p>
<p>In Hochstahl befindet sich der Osterbrunnen direkt an Hauptstra&#223;e. </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man im Brauereigasthof Reichold. Die K&#252;che bietet Pfannengerichte, verschiedene Braten, und als Spezialit&#228;t Wildgerichte an.<br />
Die Kleinbrauerei ist seit dem Jahre 1906 im Familienbesitz. Es wird ein fr&#228;nkisches Lagerbier (nicht so s&#252;&#223;, leicht gehopft und sehr s&#252;ffig) gebraut. Das Zwick´l Bier ist ein bernsteinfarbiges, unfiltriertes Kellerbier. Au&#223;erdem gibt es ein s&#252;ffiges helles Hefeweizen. Des Weiteren werden Bierschnaps hergestellt.<br />
 (J&#246;rg Reichold, Hochstahl 24, 91347 Aufse&#223;, Telefon: 09204/919277, www.reichold.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Auf der K39 geht es durch Zochenreuth, Waischenfeld, Hubenberg, Seelig, Voigendorf, Wiesenttal und Albertshof. In Albertshof f&#228;hrt man auf der K35 bis nach Muggendorf (14,3 km). In den einzelnen Orten gibt es kleine Osterbrunnen.</p>
<p>Besonders sch&#246;n ist wieder der Osterbrunnen in Muggendorf. Er befindet sich auf dem Marktplatz (Ortsmitte). </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
F&#252;r eine Rast kann man den Gasthof Walch oder T&#252;rkei empfehlen. Entgegen der naheliegenden Vermutung hat der Name nichts mit dem Land &#8220;T&#252;rkei&#8221; zu tun, sondern r&#252;hrt daher, dass ein Mann namens &#8220;T&#252;rk&#8221; Gr&#252;nder des Gasthofs war. In den letzten zweihundert Jahren machten Studenten der &#8220;Bubenruthia Erlangen&#8221; oft Ausfl&#252;ge in die Fr&#228;nkische Schweiz und fanden schnell den Namen f&#252;r ihr Stammlokal: &#8220;Zur T&#252;rkei&#8221;.<br />
Speisen und Trinken kann man in gem&#252;tlicher Atmosph&#228;re: Fr&#228;nkische Bratw&#252;rste auf Kraut mit Brot, Sauerbraten mit fr&#228;nkischen Kl&#246;&#223;en oder Lendchen in Champignon-Rahm-So&#223;e und anderes mehr. Dazu ein z&#252;nftiges Bier oder einen Selbstgebrannten. Das Brennrecht ist schon immer fest mit dem Gasthof verbunden und wird von Generation zu Generation weiter vererbt. Diese Tradition wird gepflegt, die Branntweine sind daher auch au&#223;ergew&#246;hnlich.<br />
(Gasthof Walch, Oberer Markt 7, 91346 Muggendorf-Wiesenttal, Telefon 09196/205, www.gasthof-walch.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Auf der B470 fahren wir nach G&#246;&#223;weinstein, danach durch Stadelhofen und geradeaus auf der Kleingesser Stra&#223;e weiter nach Kleingesee.(14,0 km). </p>
<p>Den Osterbrunnen von Kleingesees findet man, wenn man in die erste Stra&#223;e nach dem Ortsschild links einbiegt und bis zum Feuerwehrger&#228;tehaus f&#228;hrt. </p>
<p>Fahrstrecke: &#220;ber B&#228;renfels erreicht man Obertrubach (4 km). </p>
<p>In der Gemeinde Obertrubach wird die Trubachquelle am Ortsende seit einigen Jahren mit besonders langen Eiergirlanden best&#252;ckt. Hier beginnt auch der beliebte Trubachtal-Wanderweg. Geschm&#252;ckt ist auch der Laurentiusbrunnen vor Kirche. </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Landgasthof Alter Wirt<br />
(Geschwand 154, Tel.: 09197/627165, www.landgasthof-alter-wirt.de)<br />
Gasthof Drei Linden<br />
(Obertrubach-B&#228;renfels, Dorfstr. 38, Tel.: 09245/9188, www-drei-linden.com)</p>
<p>Fahrstrecke: Durch Hackerm&#252;hle, Wolfsberg, Untertrubach, Haselstauden und Hammerb&#252;hl erreicht man Egloffstein (10,7 km). </p>
<p>In Egloffstein sind insgesamt sechs Osterbrunnen zu bestaunen. Eine Besonderheit ist der &#8220;Brunnen am Gries&#8221;: Der Brunnen ist eigentlich ein Wasserlauf, der in einem kleinen Teich endet. B&#246;gen aus Fichtenzweigen und bunten Eiern schm&#252;cken ihn w&#228;hrend der Osterzeit.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man bestens im Gasthof Schlehenm&#252;hle. Urspr&#252;nglich als M&#252;hle eingesetzt, wurde das idyllisch gelegene Anwesen im Jahr 1956 aufw&#228;ndig in eine gem&#252;tliche, famili&#228;re Pension und Gastst&#228;tte umgebaut.<br />
In der K&#252;che kocht die Chefin des Hauses neben internationalen Gerichten nat&#252;rlich auch deftige fr&#228;nkische Spezialit&#228;ten. Die eigene Hausschlachtung und ein eigener Forellenteich sorgen f&#252;r frische und beste Zutaten. Bekannt sind auch die Kuchenspezialit&#228;ten.<br />
(Gasthof und Pension Schlehenm&#252;hle, Schlehenm&#252;hle 1, 91349 Egloffstein, Telefon: 09197/291)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Egloffstein sollten wir zuerst noch einen Abstecher nach Bieberbach (4 km) machen. </p>
<p>In Bieberbach befindet sich der gr&#246;&#223;te fr&#228;nkische Osterbrunnen. Der weltber&#252;hmte Ostereierbrunnen der Dorfgemeinschaft Bieberbach mit seinen 376 Einwohnern steht im Guinness Buch der Rekorde. Zitat: &#8220;Das Guinness Buch der Rekorde best&#228;tigt nach sorgf&#228;ltiger Pr&#252;fung die Rekordleistung: Der Heimatverein …schm&#252;ckte bis April 2000 in Bieberbach einen Osterbrunnen mit 11.108 handbearbeiteten Eiern. Bei den Eiern handelt es sich um echte, ausgeblasene H&#252;hner-, Enten- und G&#228;nseeier. Redaktion Guinness Buch der Rekorde.&#8221; Im Jahr 2005 musste er allerdings den Titel Gr&#246;&#223;ter Osterbrunnen der Welt an Sulzbach-Rosenberg abgeben.</p>
<p>Fahrstrecke: Von Bieberbach fahren wir zur&#252;ck nach Egloffstein und weiter &#252;ber Hammerb&#252;hl nach Gr&#228;fenberg (9,8 km).</p>
<p>Sehr sch&#246;n geschm&#252;ckt ist in Gr&#228;fenberg der Hauptbrunnen auf dem Marktplatz in der Ortsmitte.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Gr&#228;fenberg hat zwei Brauereigasth&#246;fe. Noch vor dem Tor linker Hand gelegen befindet sich Friedmann’s Braust&#252;berl. Hier kann man es sich in einem historischen Brauereigasthof gut gehen lassen. Es gibt haupts&#228;chlich fr&#228;nkische K&#252;che und nat&#252;rlich die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
(Friedmann’ s Braust&#252;berl, Bayreuther Stra&#223;e 14, 91322 Gr&#228;fenberg, Tel: 09192/318)<br />
Der andere Brauereigasthof ist der Lindenbr&#228;u Brauerei-Gasthof Brehmer-Stockum.<br />
In dem historischen Gasthaus erh&#228;lt man gute fr&#228;nkische K&#252;che und die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
(Am Bach 3, 91322 Gr&#228;fenberg, Telefon: 09192 348, www.lindenbraeu.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Gr&#228;fenberg erreichen wir &#252;ber Mittelehrenbach und Kunreuth Effeltrich (12 km).</p>
<p>Nat&#252;rlich sind auch in Effeltrich die Brunnen mit Ostereiern geschm&#252;ckt. Aber wichtiger ist noch ein ganz besonderer Osterbrauch. Am Ostermontag findet der Georgi-Ritt statt. Festlich geschm&#252;ckte Pferde ziehen durch den oberfr&#228;nkischen Ort und gedenken damit des Heiligen Georg. Bis zu 200 Reiter nehmen mit ihren Pferden an dem Umritt teil. Er ist der Kirchenpatron der Wehrkirche von Effeltrich. Der Georgi-Ritt ist ein Jahrhunderte alter Brauch. Nach der Messfeier am Morgen werden die Pferde an der Wehrkirche gesegnet. Anschlie&#223;end beginnt der Ritt um die Kirchenburg und die 1.000-j&#228;hrige Linde.</p>
<p>Fahrstrecke: Von Effeltrich schlie&#223;lich kann man zur&#252;ckfahren nach Forchheim (7,5 km) oder nach Erlangen (11 km)</p>
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		<title>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 11:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wanderspaziergang Mit der Wanderung beginnen wir in Gasseldorf. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Leinleiterbaches mit der Wiesent am Fu&#223;e eines steil aufsteigenden Tafelbergs. Aus der Ferne &#228;hnelt er einer Burganlage. Von ihm hat man eine hervorragende Aussicht &#252;ber einen gro&#223;en Teil der Fr&#228;nkischen Schweiz, ins Wiesent- und Leinleitertal. Der Volksmund nennt den Berg „Hunnenstein“.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/durch-die-taeler-von-wiesent-und-leinleiter-teil-2">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wanderspaziergang<br />
Mit der Wanderung beginnen wir in Gasseldorf. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Leinleiterbaches mit der Wiesent am Fu&#223;e eines steil aufsteigenden Tafelbergs. Aus der Ferne &#228;hnelt er einer Burganlage. Von ihm hat man eine hervorragende Aussicht &#252;ber einen gro&#223;en Teil der Fr&#228;nkischen Schweiz, ins Wiesent- und Leinleitertal. Der Volksmund nennt den Berg „Hunnenstein“. Und man erz&#228;hlt sich die folgende Geschichte. Als einst die Hunnen unter ihrem blutr&#252;nstigen K&#246;nig Attila im 5. Jahrhundert nach Deutschland kamen durchzogen sie auch die stillen T&#228;ler des Jura. Einem Feldherrn aus seinem Gefolge gefiel es im Wiesenttal so gut, dass er beschloss, aus dem Heer auszutreten und sich mit Weib und Kind hier niederzulassen. Hoch droben auf eben diesem Berg baute er sich eine Wallburg aus Holz und Erde und lebte still und zufrieden im Kreise der Seinen. So weit die Geschichte; die Historiker misstrauen ihr, weil man weder wei&#223; wie der Hunne gehei&#223;en hat noch wie lange er hier gelebt hat. Viel sp&#228;ter, etwa im 12. Jahrhundert, beschloss ein Ritter aus dem Geschlecht der Aufse&#223; an der gleichen Stelle eine m&#228;chtige Steinburg erbauen zu lassen. Die Arbeiten begannen plangem&#228;&#223;. Aber der Geist des m&#228;chtigen Hunnen riss &#252;ber Nacht das ein, was am Tag aufgebaut worden war. So gaben die Ritter irgendwann ihren Versuch auf. Der Berg hatte aber seinen Spitznamen abbekommen. Er hie&#223; von nun an „Hunnenstein“.<br />
&#220;brigens f&#252;r die Gasseldorfer gibt es auch noch einen Spitznamen, n&#228;mlich Hab’ochsen. Die Geschichte geht zur&#252;ck auf einen Gasseldorfer Bauern, der bei der Predigt des Pfarrers immer ein kleines Nickerchen machte. Er h&#246;rte noch den Pfarrer die Geschichte vom Hochzeitsmahl erz&#228;hlen, dass viele eingeladen waren aber jeder seine Entschuldigung hervorbrachte, einer gerade einen Joch Ochsen gekauft hatte und sich daher ebenfalls entschuldigte. Da schlief der Bauer ein und tr&#228;umte von seinen eigenen Ochsen. Auf die war er sehr stolz, weil seine Hab’ochsen (Hauptochsen) die besten im Dorf waren. Der Pfarrer hatte seine Predigt gerade mit einem kr&#228;ftigen Amen beendet, da fuhr der Bauer aus seinem Schlummer hoch und rief ein laut vernehmbares „Hab’Ochs“. Und seit diesem Vorfall nennt man die Gasseld&#246;rfer „Hab’ochsen“wenn man sie &#228;rgern will.<br />
Von der Bushaltestelle &#252;berqueren wir die Verbindungsstra&#223;e nach Unterleinleiter und halten uns zun&#228;chst rechts bis zum halb links hoch f&#252;hrenden Druidenweg. Die Markierung ist eine gelbe Raute. Zuerst m&#252;ssen wir noch auf geteerter Stra&#223;e gehen, dann auf einem Schotterweg, der langsam ansteigt. Zuerst gehen wir noch am Leinleiterbach entlang, dann f&#252;hrt der Weg hinein in den Wald. Wir kommen durch einen ansteigenden Hohlweg, &#252;berqueren eine kleine Schlucht. Es geht weiter &#252;ber Wiesen und Felder und wir gehen dann abw&#228;rts. Der Kirchturm von Unterleinleiter ist unser Wegweiser.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Unterleinleiter liegt inmitten des Leinleitertales, an der Einm&#252;ndung des D&#252;rrbaches in die Leinleiter, umgeben von Wiesen und &#196;ckern, eingerahmt von den mit mischwaldbedeckten H&#246;henz&#252;gen des Fr&#228;nkischen Juras.<br />
Die beiden Pfarrkirchen und das Schloss der ehemaligen Freiherrn von Seckendorff pr&#228;gen den Ort. In der &#228;lteren evangelischen Bartholom&#228;uskirche (neben dem Schloss) befindet sich ein Grabmal der Ritter von Streitberg aus dem Jahr 1629. Teile der Kirche gehen bis auf das 11. Jahrhundert zur&#252;ck. Die katholische Peter-und-Paul-Kirche wurde 1841 erbaut. Besonders wichtig f&#252;r den Ort war &#252;ber viele Jahrhunderte das Schloss. Die Herren Motschiedler von Gerau werden in einer Urkunde von 1372 als erste Besitzer genannt. Im 16. Jahrhundert ging es von diesen an die Herren von St&#252;big und an die Ritter von Streitberg. Im Jahre 1523 fiel es dem Bauernkrieg zum Opfer, wurde aber wieder aufgebaut. 1690 ging fast das ganze Dorf in Flammen auf, wobei auch das Schloss mit zu Grunde ging. 1757 werden durch Heirat die Herren von Seckendorff Schlo&#223;herren auf Unterleinleiter. Das Schloss erhielt seine heutige Form um 1770.<br />
In dem Schloss war im August 1780 die damals 19-j&#228;hrige Charlotte von Kalb, die Freundin der Dichter Schiller und Jean Paul, bei der Frau Geheimrat von Seckendorff zu Besuch. Die Freiherren von Seckendorff hatten fr&#252;her hier ein Patrimonialgericht.<br />
Im Jahr 1952 gaben die Freiherren von Seckendorff ihr Schloss und ihren gesamten Besitz in Unterleinleiter auf. Ab 1958 wurden Schloss und Park wieder von Privathand erworben. Daher kann das Schloss nicht besichtigt werden.<br />
Sehr sch&#246;n ist die Parklandschaft. Sie wurde nicht nach historischen Vorbildern gestaltet, sondern g&#228;rtnerisch und k&#252;nstlerisch modern weiterentwickelt. Moderne Kunstwerke stehen jetzt im Einklang mit der Parkbepflanzung.<br />
Veranstaltungstipp: Im Schlosspark finden in den Sommermonaten Klassik-Openair-Veranstaltungen statt. </p>
<p>In Unterleinleiter folgt man der Markierung „schwarzer Punkt auf gelbem Grund“. Wir wandern auf dem Veilbronner H&#246;henweg. Wir kommen auf ein weites Hochplateau mit wunderbaren Ausblicken auf die umliegenden, fast 500 m hohen Bergr&#252;cken der Fr&#228;nkischen Schweiz. Von der H&#246;he f&#252;hrt die Stra&#223;e hinunter zur Ortschaft Veilbronn.</p>
<p>Veilbronn (fr&#228;nkisch: Fallbrunn) ist ein Ortsteil von Heiligenstadt. Nur 74 Einwohner wohnen in dem Dorf. Veilbronn war nie ein richtiges Bauerndorf. Die Einwohner des Dorfs haben fr&#252;h auf den Tourismus umgestellt.<br />
Der Ort liegt an der Leinleiter sehr romantisch zwischen Felsen. Der Name kommt von &#8220;vielen Brunnen&#8221; und wurde bereits im Jahre 1154 genannt. Von dem einstigen Wasserschl&#246;sschen, das erst Anfang dieses Jahrhunderts abgetragen wurde, ist nur noch ein Fragment erhalten geblieben. </p>
<p>Gut einkehren kann man bei Sponsel-Regus Superior. Aus der Chronik geht hervor, dass das Haus seit 1760 im Familienbesitz ist. Es wurde immer wieder umgebaut und erweitert. Seit 1978 ist der Besitz nun in die H&#228;nde von Werner Regus &#252;bergegangen und wird von ihm und seiner Frau nach der Maxime gef&#252;hrt: &#8220;Wer aufh&#246;rt, besser sein zu wollen, der hat aufgeh&#246;rt gut zu sein&#8221;. Der Landgasthof wurde im Laufe der Zeit umgebaut und mehrmals erweitert. Es kamen ein Hallenbad, Gast- und Aufenthaltsr&#228;ume, sowie eine neue K&#252;che, Lager- und K&#252;hlr&#228;ume hinzu. Das Landhaus hat jetzt eine stattliche Gr&#246;&#223;e von ca. 100 Betten.</p>
<p>In Veilbronn folgen wir der Markierung des Frankenwegs ins Leidingshofer Tal. Wir kommen vorbei an sch&#246;nen Felsformationen, wof&#252;r diese T&#228;ler ber&#252;hmt sind. Der Weg durch dieses wunderbare Tal ist mit den Symbolen des Frankenweges gekennzeichnet. Der Pfad steigt dann an und f&#252;hrt neben einem schr&#228;g, frei liegenden Felsbrocken hinaus auf das freie Feld. Oben verlassen wir den Frankenweg und folgen dem Symbol gelbes Dreieck. Der Weg f&#252;hrt nach St&#246;rnhof. Wir folgen unserer Markierung bis wir die Burgruine Streitberg erreichen. Wir durchqueren den Innenhof und haben dann herrliche Ausblicke nach allen Seiten. Linker Hand sehen wir die Burgruine Neideck, dahinter das Wiesenttal, rechts sieht man bei guter Sicht hinter Ebermannstadt sogar das Walberla.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Die Ritter von Streitberg erbauten sich ihre Burg vor dem Jahr 1120. Man wei&#223; nicht viel &#252;ber dieses Rittergeschlecht, nur soviel, dass die Ritter untereinander ziemlich zerstritten waren und das Geschlecht 1690 erlosch. Schon vorher waren die Besitzrechte der Burg an den Bischof von Bamberg gegangen. Fest steht, dass die Burganlage 1508 von den Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach k&#228;uflich erworben wurde und fast 300 Jahre in deren Besitz blieb. 1529 trat Graf Alrecht Alcibiades mit seinen Untertanen zum lutherischen Bekenntnis &#252;ber, wodurch eine protestantische Insel im katholischen Umland entstand. Im Jahre 1553 &#8211; nur einen Monat nach der Zerst&#246;rung der gegen&#252;berliegenden Burg Neideck durch die &#8220;Marktgr&#228;flichen&#8221; &#8211; wurde die Streitburg ebenfalls in Schutt und Asche gelegt. Bis 1565 wurde sie wieder aufgebaut, im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg erneut gepl&#252;ndert und ausgebrannt. Der vollst&#228;ndigen Wiederherstellung bis 1658 folgten Zeiten andauernder Geldnot, so dass die Burg langsam wieder verfiel und im 18. Jahrhundert als Getreidespeicher genutzt wurde. 1803 fiel sie an das neue K&#246;nigreich Bayern und wurde 1812 an die Streitberger B&#252;rger verkauft. Die nutzten die Burg jedoch als Steinbruch. So verkam sie bald zur heutigen Ruine. Wenigstens den sch&#246;nen Blick konnte niemand zerst&#246;ren.<br />
Unter uns liegt Streitberg, ein schickes fr&#228;nkisches Dorf mit vielen Fachwerkh&#228;usern. Wir nehmen den Weg hinunter in das Dorf. Streitberg ist klein, hat einen Marktplatz um den sich ein paar H&#228;user gruppieren. Der Ort selbst ist ber&#252;hmt wegen drei Sehensw&#252;rdigkeiten. Wir haben bereits die Ruine Streitberg besucht. Nun k&#246;nnten wir noch die Bingh&#246;hle besuchen, deren Zugang sich direkt in Streitberg befindet.<br />
Im Jahre 1905 wurde die &#8220;Bingh&#246;hle&#8221; von dem N&#252;rnberger Kommerzienrat Ignaz Bing entdeckt und erschlossen. Sie erstreckt sich &#252;ber eine L&#228;nge von 300 m durch das Erdinnere und kann gefahrlos durchwandert werden. Phantastische Tropfsteingebilde in unmittelbarster N&#228;he des Betrachters vermitteln den Eindruck einer Tropfstein-Galerie.<br />
Die dritte Sehensw&#252;rdigkeit von Streitberg ist der Streitberger Bitter. Die Alte Kulturhausbrennerei Hans Hertlein hat dem Streitberger Bitter zu Weltruhm verholfen. Die Brennerei stellt Spirituosen von h&#246;chster Qualit&#228;t her. Das Hauptprodukt ist der Streitberger Bitter, eine ausgewogene Kombination von 53 Kr&#228;utern, Beeren, Wurzeln und Rinden und weiteren 20 Ingredienzien, darunter Fruchts&#228;fte und Fruchtweine und nat&#252;rlich einer Vielzahl von Geheimnissen. Dieser Bitter wurde das erste Mal 1898 hergestellt, zu einer Zeit als die Menschen noch eine innere Beziehung zum Kr&#228;utergarten der Natur hatten. Der Streitberger Bitter ist ein kr&#228;ftig-w&#252;rziger Kr&#228;uterlik&#246;r, der vor dem Essen als Aperitif getrunken wird oder ganz klassisch nach dem Essen als Digestif.<br />
Einkehren kann man im Gasthof Schwarzer Adler. (Dorfplatz 7, Tel. 09196 / 929490)<br />
Der Gasthof befindet sich in einem sch&#246;nen Fachwerkhaus. Durch die Wirtsstube gelangt man in den gem&#252;tlichen Garten des Gasthofs. Im Schatten der Laubb&#228;ume kann man sich gen&#252;sslich zur&#252;cklehnen und den Gaumen mit fr&#228;nkischen Spezialit&#228;ten verw&#246;hnen. Besonders beliebt sind Sch&#228;ufele und Krustenbraten. Dazu gibt es Kulmbacher.</p>
<p>Von Streitberg f&#252;hrt die Stra&#223;e entlang der Wiesent nach Gasseldorf, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.</p>
<p>Ein Wort zu Joseph Victor von Scheffel, dem gro&#223;en Frankendichter. Er wurde 1826 geboren, adelt 1876 geadelt und er stark 1886. Er war zu seiner Zeit viel gelesener deutscher Schriftsteller und Dichter. Er gilt als Begr&#252;nder des Begriffes „Biedermeier“.<br />
Scheffel vereinigte in seinen Werken die beiden Grundstr&#246;mungen des damaligen Zeitgeistes, b&#252;rgerliche Bildungsbeflissenheit und nationale Begeisterung. Seine historischen Epen und Erz&#228;hlungen haben wahrscheinlich nicht unwesentlich zu dem seit der Bismarckzeit aufkommenden Selbstbild der Deutschen gef&#252;hrt. Es ergab sich eine altfr&#228;nkisch biedere, ungek&#252;nstelt zuverl&#228;ssige und ernsthaft strebsamen Nation.<br />
Mit seinem Lied der Franken („Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“) ist Scheffel in deren Heimatland zwischen Main und Donau allgegenw&#228;rtig; die Franken betrachten es als ihre &#8216;heimliche Nationalhymne&#8217;. (nach Wikipedia)<br />
In seinen Epen hat er insbesondere sein geliebtes Frankenland beschrieben. Einige Verse beschreiben auch die Region, in der wir uns gerade aufhalten: </p>
<p>Am Streitberg ragt der Steinklotz schroff<br />
Und wei&#223;, wie meerverwaschen,<br />
Das Pilgerst&#252;blein auf dem Hof<br />
Wei&#223; nichts von leeren Flaschen.<br />
Noch bl&#252;ht dem Talvogt Christian<br />
Karfunkelrot die Nase,<br />
Und Weihrauchdampf, der Burgkaplan,<br />
Turniert mit ihm beim Glase.</p>
<p>Vor Neideck dr&#252;ben woll&#8217;n wir auch<br />
Mit Schall die Fiedel streichen,<br />
Da&#223; die am Tor nach Hofburgsbrauch<br />
Den Spielmannspfennig reichen.<br />
Frau Wulfhild mit der Sammethand<br />
Erscheint im Veilchenkr&#228;nzlein;<br />
Die Herren trabten weit ins Land,<br />
Wohlauf ein Sch&#252;lert&#228;nzlein!</p>
<p>Zum schwindelhohen Adlerstein<br />
Versuch ich fr&#252;h ein Klettern,<br />
Schau rundum ins Gebirg hinein<br />
Und la&#223; die Laute schmettern.<br />
Fr&#252;hnebel spielt, von Wind gefacht<br />
Um Felsen, grobgestaltig,<br />
Hochland, wilde Hochlandpracht,<br />
T&#228;ler gr&#252;n und waldig!</p>
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		<title>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter Teil 1 Wanderung von Gasseldorf nach Streitberg Lage Ebermannstadt befindet sich nord&#246;stlich von Forchheim. Man erreicht die Stadt von Forchheim &#252;ber die B 470 Highlights der Stadtbegehung: Marktplatz mit historischem H&#228;userensemble und Marienkapelle Highlights der Wanderung: Gasseldorf und der „Hunnenstein“, Leinleitertal, Schlo&#223; und Parkanlage in Unterleinleiter, Felsenensemble bei<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/durch-die-taeler-von-wiesent-und-leinleiter">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter<br />
Teil 1<br />
Wanderung von Gasseldorf nach Streitberg</p>
<p>Lage Ebermannstadt befindet sich nord&#246;stlich von Forchheim. Man erreicht die Stadt von Forchheim &#252;ber die B 470<br />
Highlights der Stadtbegehung: Marktplatz mit historischem H&#228;userensemble und Marienkapelle<br />
Highlights der Wanderung: Gasseldorf und der „Hunnenstein“, Leinleitertal, Schlo&#223; und Parkanlage in Unterleinleiter, Felsenensemble bei Veilbronn,<br />
Wanderung: Von Gasseldorf durch das Leinleitertal bis Veilbronn und zur&#252;ck durch das Leidingshofertal bis Streitberg und zur&#252;ck nach Gasseldorf. Wegstrecke: ca 17 km; Gehzeit: ca. 5 Stunden.</p>
<p>Ebermannstadt nennt sich die heimliche Hauptstadt der Fr&#228;nkischen Schweiz, wobei der Name Eingangstor zur Fr&#228;nkischen Schweiz wohl den Sachverhalt besser treffen w&#252;rde. Andere nennen die Stadt auch noch Herz der Fr&#228;nkischen Schweiz. Herz hat Ebermannstadt mit Sicherheit. Ein Spaziergang durch die Stadt macht viel Freude. Etwas versteckt liegt die sehenswerte Ebermannst&#228;dter Altstadt. Sie verf&#252;gt aber viel fr&#228;nkischen Charme. Dazu laden auch die Gesch&#228;fte, Cafés und Gastst&#228;tten ein, die im Sommer mit Bierg&#228;rten erg&#228;nzt werden. Auch zwei Brauereien gibt es noch in der Stadt, die ihr Bier nach eigenen Rezepten brauen.</p>
<p>Gang in die Geschichte<br />
Der Ort wurde bereits 981 als kaiserliche &#8220;villa Ebermarstad&#8221; genannt. Aber die Urspr&#252;nge des Ortes geht in die Zeit vor 531 zur&#252;ck. Ca. 1230 kommt Ebermannstadt in den Besitz der Herren von Schl&#252;sselberg. Am 9.10.1323 erfolgt die Stadterhebung durch Kaiser Ludwig von Bayern. Ebermannstadt darf befestigt werden, bekommt das Marktrecht und erh&#228;lt einen Rat.<br />
1430 wurde der Ort durch Hussiten zerst&#246;rt, die damals in der ganzen Region schrecklich w&#252;teten. Erneute Verw&#252;stungen gab es im Zweiten Markgrafenkrieg 1552, im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg durch die Schweden und schlie&#223;lich 1796 unter durchziehenden Franzosen. Eine steile Aufw&#228;rtsentwicklung der Stadt erfolgt insbesondere nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Damals fanden hier viele Heimatvertriebene, vor allem aus Schlesien, Ostpreu&#223;en und aus dem Sudetenraum eine neue Heimat.<br />
So ist die Stadt heute auf der einen Seite modern, aufstrebend, dynamisch, auf der anderen Seite aber immer noch gem&#252;tlich und traditionell.</p>
<p>Stadtbegehung<br />
Die Altstadt besitzt viele sehenswerte Fachwerkh&#228;usern besonders auch um den Marktplatz, so dass es Sinn macht, auch dort mit der Stadtbegehung zu beginnen.<br />
Mit dem Erhalt der Stadtrechte 1323 durfte auch Markt abgehalten werden. Ein gro&#223;z&#252;giger Marktplatz war also wichtig. Auf ihm wurden auch die Vieh-, Pferde- und Schweinem&#228;rkte abgehalten. Zum Marktplatz geh&#246;ren seit langer Zeit auch die Brunnen. 1867 wurde anstelle der urspr&#252;nglichen zwei Brunnen ein gusseiserner Brunnen, mit 4 Wassersch&#246;pfern und einer vergoldeten Marienfigur errichtet. 1998 wurde bei der Neugestaltung der Hauptstra&#223;e und des Marktplatzes der gesamte Bereich verkehrsberuhigt und wieder zwei Brunnen eingegliedert. Der neue Marienbrunnen ist in seiner Form dem 1867 errichteten Brunnen entlehnt. In der Achse steht der zweite Brunnen. Der Marktplatz ist heute Fu&#223;g&#228;ngerzone.<br />
Die Stadtanlage mit dem Verlauf der Strassen und Pl&#228;tze sind seit dem Mittelalter unver&#228;ndert. Allerdings sind bei jedem Kriegsgeschehen wichtige Teile der Stadt zerst&#246;rt worden. So ging auch im 30-j&#228;hrigen Krieg die Stadt in Flammen auf. Dabei wurde das Rathaus auf dem Marktplatz und mit ihm das Archiv der Stadt, zerst&#246;rt. Nach Ende des 30-J&#228;hrigen Krieges errichtete man an dieser Stelle das neue Rathaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Bauf&#228;lligkeit wieder abgebrochen und durch den Sandsteinbau ersetzt wurde. Bis Anfang der 70er Jahre befand sich ein kleiner Turm auf dem Geb&#228;ude. Im gro&#223;en Rathaussaal befand sich zeitweise das Heimatmuseum. Heute ist der Bau im Privatbesitz.<br />
Fachwerkh&#228;user gibt es in der Stadt noch viele. Aber auch sie wurden ein Opfer der Kriegswirren. So datieren heute die &#228;ltesten Fachwerkh&#228;user aus der Zeit nach 1670. Etwa die H&#228;lfte der H&#228;user steht unter Denkmalschutz sowie die gesamte Altstadt unter Ensembleschutz.<br />
Das &#228;lteste Geb&#228;ude der Stadt ist die Marienkapelle (etwa 13.Jahrh.) mit Wehrturm, gotischem Grundbau und sp&#228;tbarocker Innenausstattung. Das Deckengem&#228;lde im Chor wurde bei der letzten Restaurierung, die 1978 beendet wurde, freigelegt. Die Bemalung der Empore und Decke datieren von 1687/88. Der Innenraum wurde 1796 beim Durchzug der napoleonischen Truppen teilweise zerst&#246;rt.<br />
Bereits im 14. Jahrhundert werden zwei Kirchen erw&#228;hnt, so m&#252;ssen auch wir auf die zweite Kirche hinweisen. Es ist die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus.<br />
Urspr&#252;nglich stand an dieser Stelle eine mit 4-Scharwacht&#252;rmen versehene Wehrkirche die wegen Bauf&#228;lligkeit 1853 durch einen einfachen Neubau ersetzt wurde. 1859 erfolgte die Einweihung der Stadtpfarrkirche.<br />
Interessant ist das Scheunenviertel, das unter Ensembleschutz steht. Die Bebauung in der Altstadt war genau festgelegt. So durften nur die Stallungen und ein kleiner Anbau in der N&#228;he des Hauses gebaut werden. Aus Platzgr&#252;nden und zum Feuerschutz wurden die Scheunen au&#223;erhalb der Stadt errichtet. Wie wichtig dieser Feuerschutz war, zeigte der Brand von 1900 bei dem 24 Scheunen nach einem Blitzeinschlag ein Raub der Flammen wurden</p>
<p>Kulinarische Tipps:<br />
Nat&#252;rlich gibt es auch in Ebermannstadt zwei Brauereien, die man unbedingt besuchen sollte.<br />
Beginnen wir mit der Brauerei und dem Gasthof Schwanenbr&#228;u. Seit 1812 wird Pilsner, Vollbier, M&#228;rzen, Festbier (zum Altstadtfest) und Weihnachtsbock gebraut. Dazu kommen diverse geistige Getr&#228;nke. Das Bier und den Schnaps kann man in der Gastst&#228;tte und im idyllischen Biergarten probieren. Die K&#252;che bietet nicht nur fr&#228;nkische Kost, sondern durchaus auch internationale Gourmet-K&#252;che. In der Saison gibt es eine reichhaltige Karpfenkarte. Dann erst erkennt man in vielen Varianten man Karpfen zubereiten kann. Im Biergarten gibt es nat&#252;rlich auch z&#252;nftige Brotzeiten.<br />
(Am Marktplatz 2, 91320 Ebermannstadt, Tel. 0 91 94 &#8211; 2 09, www.schwanenbraeu.de) </p>
<p>Weiterhin ist zu erw&#228;hnen die Brauerei und Gasthof Sonnenbr&#228;u. Das Bier wird im ehemaligen „Kommunbrauhaus“ der Stadt Ebermannstadt gebraut. Das Ergebnis sind Sonnen-Pils, Sonnen-Gold und Kellerbier. Der Brauer empfiehlt insbesondere die oberg&#228;rige Spezialit&#228;t „Eber- Wei&#223;e“. In der Brennerei wird auch ein „Bier-Brand“ hergestellt. Im Gasthof gibt es als Speisen Karpfen, Forellen, fr&#228;nkische Spezialit&#228;ten und vegetarische Gerichte.<br />
(Hauptstr. 29, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09194-9093)<br />
Weitere Informatioinen finden Sie in dem Buch &#8220;Sillte Wege rund um N&#252;rnberg&#8221;, erschienen im Bergverlag.</p>
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		<title>Aus dem Buch: Stille Wege rund um N&#252;rnberg</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 10:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Franken blog]]></category>
		<category><![CDATA[Cadolzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
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		<category><![CDATA[Stille Wege rund um Nürnberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Cadolzburg, ein Schatzk&#228;stchen hat sich herausgeputzt Wanderung von Cadolzburg nach Erlangen – auf den Spuren der Markgrafen Lage: Cadolzburg befindet sich westlich von F&#252;rth, zu erreichen &#252;ber die B8 Highlight der Stadtbegehung: die imposante Burganlage Highlight Wanderung: Wehrkirchenanlagen von Seukendorf, Veitsbronn, Obermichelbach, Kriegenbrunn Wanderung Wegl&#228;nge ca. 23 km, Gehzeit: 6 Stunden Es hat lange gedauert<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/aus-dem-buch-stille-wege-rund-um-nuernberg">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cadolzburg, ein Schatzk&#228;stchen hat sich herausgeputzt</p>
<p>Wanderung von Cadolzburg nach Erlangen – auf den Spuren der Markgrafen</p>
<p>Lage: Cadolzburg befindet sich westlich von F&#252;rth, zu erreichen &#252;ber die B8</p>
<p>Highlight der Stadtbegehung: die imposante Burganlage</p>
<p>Highlight Wanderung: Wehrkirchenanlagen von Seukendorf, Veitsbronn, Obermichelbach, Kriegenbrunn</p>
<p>Wanderung Wegl&#228;nge ca. 23 km, Gehzeit: 6 Stunden</p>
<p>Es hat lange gedauert bis die Zerst&#246;rungen, die in den letzten Kriegstagen erfolgten beseitigt wurden. Aber seit ein paar Jahren erstrahlt die Cadolzburg wieder in altem Glanz. Das ist ein &#252;berzeugender Grund, den Ort zu besuchen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gang in die Geschichte</span></p>
<p>Er beginnt mit dem Namen. Die &#228;lteste bekannt gewordene Schreibweise war „Kadoldesburc“, leitet sich also von einem gewissen „Kadold“ ab. Wer dies war, wei&#223; man nicht richtig. Nehmen wir einmal an, wie so mancher Historiker, dass es jener Kadold war, der um 793 das Kloster Herrieden an der Altm&#252;hl gr&#252;ndete und der Graf unter Kaiser Karl dem Gro&#223;en war. Fest steht, dass das Gebiet um Cadolzburg zu dieser Zeit bereits besiedelt war. Ein Gr&#228;berfeld weist darauf hin. Die erste urkundliche Bezeugung dieses Ortes erfolgte wie meist in den Jahren der systematischen Geschichtsschreibung und ging zur&#252;ck auf einen Gebietstausch zur&#252;ck. So geschah dies auch hier. Ein gewisser Abt Nikolaus von Heilsbronn tauschte Zehntrechte ein. Der Tauschpartner, der Bischof von W&#252;rzburg konnte diesen Tausch jedoch nicht mehr beurkunden, denn er starb vorher und auch sein Nachfolger lie&#223; sich Zeit. So wurde die entsprechende Urkunde erst 1157 ausgestellt. So richtig kann man die Besitzrechte in dieser Zeit nicht rekonstruieren. Vielleicht nur so viel: 1221 nannte sich ein Geistlicher nach Cadolzburg: Heinricus de Kadolspurch und dr&#252;ckte damit gewisse Besitzrechte aus. Und 1242 bezeugte ein Heinricus de Karleburc eine G&#252;terschenkung an das Kloster Heilsbronn. Karleburg/Karlsburg ist eine vielfach belegte mundartliche Form f&#252;r Cadolzburg.</p>
<p>Wahrscheinlichgeh&#246;rte Cadolzburg damals zum Besitz des W&#252;rzburger Bischofs.</p>
<p>Die Historiker gehen davon aus, dass der Bischof von W&#252;rzburg 1245/46 die Cadolzburg seinem Gefolgsmann Burggraf Konrad &#252;bereignete. Damit ging das Gebiet an die Hohenzollern. Dieser und sein Sohn Friedrich III. bauten Cadolzburg zu ihrem neuen Zentrum aus. Erhalten geblieben sind aus dieser Zeit Ringmauer, Torturm, der Pallas und der obere Zwinger.</p>
<p>Interessant ist, dass der heutige „Bauhof“ unterhalb der Cadolzburg, jenseits der Weiherkette, das Landgut des Burgherren war. Der Hof hatte eine Sonderstellung, denn alle burggr&#228;flichen Untertanen der Umgebung mussten je einen Tag bei der Ernte auf diesem Hof arbeiten.</p>
<p>Im Tal unterhalb der Burg hatte sich bei der Pfarrkirche eine Ansiedlung der Dienstleute entwickelt. Kurz nach 1300 wurde auf der H&#246;he vor der Burg planm&#228;&#223;ig von Burggraf Friedrich IV eine Marktsiedlung angelegt. Die Ausstattung der neuen Siedlung mit Grund war jedoch sehr unzureichend. Sie war auf allen Seiten eingeengt durch herrschaftliche Bauten und Land, so dass die Bewohner keine Entwicklungsm&#246;glichkeiten sahen und viele nach N&#252;rnberg zogen.</p>
<p>Mehr als zweihundert Jahre lang sch&#228;tzten die zollerischen Burggrafen von N&#252;rnberg die Cadolzburg als Ausweich-Residenz. Die burggr&#228;fliche Familie hatte sich schmollend hierher zur&#252;ckgezogen, weil die B&#252;rger der Reichsstadt offen und heimlich die burggr&#228;flichen Widersacher unterst&#252;tzten. Dies artete sogar in kriegerische Auseinandersetzungen aus. Der kleine Markt Cadolzburg musste darunter leiten, die N&#252;rnberger eroberten den Ort erobert und brannten ihn nieder. Auch die M&#252;hlen wurden zerst&#246;rt um die Brotversorgung des Gegners lahm zu legen. Erst als die Kr&#228;fte beider Parteien ersch&#246;pft waren, kam es 1450 zu einem vorl&#228;ufigen Ausgleich und drei Jahre sp&#228;ter zu einem Friedensvertrag.</p>
<p>Die hochgesteckten Pl&#228;ne des Markgrafen Albrecht Achilles f&#252;hrten im 15. Jahrhundert erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Cadolzburg wurde wieder einmal niedergebrannt.</p>
<p>Trotz sozialer und gesellschaftlicher Umw&#228;lzungen schien das 16. Jahrhundert Cadolzburg relativen Frieden beschert zu haben. Auch der Drei&#223;igj&#228;hrige Krieg schien an Cadolzburg vorbei zu eilen. Dann lagerte jedoch von Juli bis September 1632 die Wallenstein´sche Armee bei Zirndorf. Nach den Einf&#228;llen 1631-1634 waren &#252;ber zwei Drittel aller H&#228;user niedergebrannt oder verfallen.</p>
<p>Bereits wenige Jahre nach dem Friedensschluss begann der Wiederaufbau. 1659 wurde die Abhaltung von Wochenm&#228;rkten dienstags und freitags genehmigt. Dennoch zog sich der Aufbau Jahrzehnte hin.</p>
<p>W&#228;hrend der Regierungszeit des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich entstand in eineinhalbj&#228;hriger Bauzeit von 1750 bis 1751 in Cadolzburg auf den Grundmauern der mittelalterlichen Vorg&#228;ngerkirche eine neue Pfarrkirche in den Formen des franz&#246;sischen Klassizismus. Dennoch erhielt der Kirchenbau auch eine fr&#228;nkische Auspr&#228;gung: Die Fassaden wurden durch Lisenen und Fensterb&#228;nder, wie damals typisch, zur&#252;ckhaltend gegliedert. Ebenso schlicht gehalten ist der Innenraum mit der auf drei Seiten umlaufenden doppelten Empore, der einer stattlichen Gemeinde Raum bietet.</p>
<p>1806 wurde Cadolzburg ins k&#246;nigliche Bayern &#252;berf&#252;hrt. Das bedeutete eigentlich nichts, denn alle Gelds&#228;ckel waren leer, die der Gemeinde und die des Staates. Der bayerische Staat verkaufte ehemals herrschaftlichen Grund und erm&#246;glichte so die Erweiterung des Ortes. Die Erwerbssituation im Ort war ung&#252;nstig. Es hatte sich zwar ein beachtliches Kleingewerbe mit &#252;berdurchschnittlich vielen Webern, Schneidern und Drechsler gebildet. Sie arbeiteten jedoch f&#252;r Fabriken und Verleger in F&#252;rth, waren den konjunkturellen Schwankungen erheblich ausgeliefert und erzielten kaum den n&#246;tigsten Lebensunterhalt. In der Landwirtschaft begann man Hopfen und Tabak anzubauen. Schon 1788 waren die hier angebauten Zwetschgen, &#196;pfel, N&#252;sse und Weintrauben (sp&#228;ter auch Kirschen) wegen ihrer G&#252;te und Gr&#246;&#223;e ger&#252;hmt worden. Wichtig war die Erweiterung der Bahnlinie F&#252;rth-Zirndorf nach Cadolzburg. Und die Eisenbahngesellschaft erbaute als Attraktion den Aussichtsturm. Als „Bleistift“ ist er zum Wahrzeichen des Ortes geworden.</p>
<p>Die Stadt kam einigerma&#223;en durch den Ersten Weltkrieg, wenngleich die wirtschaftliche Not gro&#223; war. Und auch den Zweiten Weltkrieg h&#228;tte man fast unbeschadet &#252;berstanden. Eigentlich war der Krieg schon verloren, die Amerikaner r&#252;ckten bereits auf N&#252;rnberg vor, da setzte sich eine Gruppe der 17. SS-Panzergrenadier-Division in Cadolzburg fest, um von der Feste aus Widerstand zu leisten. Am fr&#252;hen Nachmittag des 17. April 1945 griffen die Amerikaner Cadolzburg an. Der Widerstand war so erbittert, dass die amerikanische Infanterie einen Luftangriff auf Cadolzburg anforderte. Zum Gl&#252;ck f&#252;r den Ort standen keine Flugzeuge zur Verf&#252;gung. Dennoch wurde der Widerstand mit Artillerie und Panzerkanonen niedergek&#228;mpft und die Cadolzburg mit Raketen beschossen. Nach Abschluss der K&#228;mpfe brannte nicht nur die Burg. Sechsundf&#252;nfzig weitere Geb&#228;ude – Wohnh&#228;user, Werkst&#228;tten, St&#228;lle und Scheunen – waren mehr oder weniger zerst&#246;rt, besch&#228;digt und unbenutzbar. Au&#223;erdem mussten die Einwohner zusammenr&#252;cken. Ausgebombte und Evakuierte aus N&#252;rnberg und aus Norddeutschland wurden hier untergebracht. Am 1946 kamen die Fl&#252;chtlingstrecks aus Ostpreu&#223;en, Pommern und Schlesien. Die Versorgungslage war schwierig und die Wohnungsnot gravierend. Aber dennoch ging es langsam aufw&#228;rts und Cadolzburg wandelte sein Gesicht in den Jahren 1950-1970 erheblich.</p>
<p>Sp&#228;t wurde mit einem Kostenaufwand von mehr als 20 Mill. Euro die zerst&#246;rte Cadolzburg soweit wieder hergestellt, dass sie &#228;u&#223;erlich ihr altes Aussehen erlangt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Stadtbegehung</span></p>
<p>Vielleicht beginnt man mit Stadtbegehung am „Bleistift“, dem Aussichtsturm. Er befindet sich au&#223;erhalb der Altstadt, auf dem h&#246;chsten Punkt, heute umgeben von lauter Einfamilienh&#228;usern. Der sogenannte Bleistift wurde 1893 im <a title="Neugotik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neugotik">neugotischen</a> Stil errichtet. Er bietet bei klarem Wetter eine weit reichende Rundumsicht. Man kann sich hier auch gut &#252;ber den Ort und die Umgebung orientieren. Fr&#252;her war er vor allem f&#252;r die F&#252;rther ein beliebtes Ausflugsziel, um am Wochenende oder besonders zur Kirschbaumbl&#252;te mit der Bahn nach Cadolzburg zu fahren. Ein quadratisches Holztreppenhaus f&#252;hrt &#252;ber f&#252;nf Stockwerke nach oben. Den Abschluss bildet eine Turmspitze mit vier dekorativ hervortretenden Fenstern an jeder Seite. Der Turm ist gegen einen Spendenbeitrag zu begehen und grunds&#228;tzlich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang unbewacht offen.</p>
<p>Heute sieht man wenig vom historischen Leid des Ortes, wenn man durch das Obere Tor die Stadt betritt und auf dem Marktplatz steht. Sch&#246;ne renovierte Fachwerkh&#228;user stehen hier, kleine Restaurants und Kneipen sind darinnen untergebracht. Im Sommer stehen Tische und St&#252;hle auf der Stra&#223;e.</p>
<p>Wenn man die Stra&#223;e entlang schlendert kommt man ganz automatisch zur Burg. Schon der Vorraum zur Burg ist sehenswert. Hier befinden sich ein ehemaliges Schulhaus, das heutige Pfarrhaus und Privatwohnungen. Dann kommt man &#252;ber eine Br&#252;cke zur Burg. Leider ist das Tor meistens verschlossen. Das ist aber nicht so schlimm, weil man vom Innenraum der Burg auch so gut wie keinen Ausblick hat und die R&#228;umlichkeiten selbst noch nicht renoviert und eingerichtet sind.</p>
<p>Eine gepflasterte Stra&#223;e f&#252;hrt links von der Burg zum Heimatmuseum im ehemaligen Rathaus. Es wurde 1668 erbaut. Der Heimatverein das <em>Rangau-Heimathaus</em> hat das Museum eingerichtet. In zw&#246;lf R&#228;umen bietet es einen &#220;berblick &#252;ber die Geschichte Cadolzburgs sowie der Geologie der Region. (&#214;ffnungszeiten: Dez. &#8211; Feb. und Aug. nach Vereinbarung, sonst 1. und 3. Sonntag im Monat 10-12 und 13-17 Uhr).</p>
<p>Dann gehen wir hinunter zur Kirche. Sie wurde 1750/51 in klassizistischen Barockformen als Saalbau neu &#252;ber einem wohl gotischen Vorg&#228;ngerbau errichtet. Das Innere bestimmt eine umlaufende <a title="Empore" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Empore">Emporenanlage</a> mit einer Altarwand im Osten und der <a title="Orgel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel">Orgel</a> im Westen. Der <a title="Taufbecken" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taufbecken">Taufstein</a> entstammt der barocken Neubauphase (datiert 1751). Beachtlich ist die wohl erst nachtr&#228;glich aus sp&#228;tgotischen Holzschnitzfiguren zusammengestellte Kreuzigungsgruppe aus dem Umkreis des <a title="Veit Sto&#223;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Sto%C3%9F">Veit Sto&#223;</a>.</p>
<p>Unten kommt man zu den Gemeindeweihern, von denen man bereits einen sch&#246;nen Blick auf die Burg hat. Es schlie&#223;t sich das Bauhaus, also das ehemalige Landwirtschaftshaus der Burgherren an. Heute befindet sich darinnen ein Restaurant.</p>
<p>Der kulinarische Tipp:</p>
<p>Der Bauhof und seine Geschichte sind eng verbunden mit der „Cadolzburg“, die sich unweit der historischen Gastst&#228;tte befindet. Die erste urkundliche Erw&#228;hnung, des Bauhofes datiert aus jener Zeit, wo mit dem Bau der Burg begonnen wurde. Aus der alten Familien-Chronik geht hervor, dass der Bauhof als Vorwerk der Burg entstand. &#220;ber den Bauernhof und seine Brauerei mussten sich urspr&#252;nglich die Besitzer der Burg ern&#228;hren. Der Bau fungierte auch als Zehnthof, in dem die Untertanen den Zehnten f&#252;r den Burggrafen abgeben mussten. Jede 10. Fuhre Getreide, aber auch Rinder, Schweine, Fisch, Gefl&#252;gel und Eier gingen an den Burgadel. Selbstverst&#228;ndlich forderten die Herrschaften auch den Zehnten vom selbstgebrauten Bier und Branntwein. Anno 1645 konnte der Bauernhof, mit Brauerei, Gasthaus und Brennerei von den Vorfahren der heutigen Besitzer erworben werden. 1925 wurden Brauerei und Brennerei aufgegeben, der Bauernhof und die Gastst&#228;tte jedoch weitergef&#252;hrt.</p>
<p>Heute hat das Restaurant einen guten Ruf &#252;ber Cadolzburg hinaus. Die regionalen und saisonalen Speisen werden mit Liebe zubereitet, ein stets freundlicher Service und gem&#252;tliche R&#228;umlichkeiten erwarten den Gast. Der Bauhof ist f&#252;r jeden Anlass eine gute Empfehlung.</p>
<p> (Restaurant Bauhof, Thomas Wei&#223;mann, Bauhof 1, 90556 Cadolzburg, Tel.: 09103-713 444, www.restaurant-bauhof.de)</p>
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		<title>Aischgr&#252;nder Bierstra&#223;e: kulinarischer Tipp</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir kommen zun&#228;chst nach Gutenstetten. Hier ist die Brauerei Windsheimer zu Hause. Die familiengef&#252;hrte Privatbrauerei besteht seit 1767. Die Biere werden auch heute noch streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 aus heimischer Braugerste, ausgesuchtem Hopfen und Wasser aus eigenem Brunnen ohne Zusatz von chemischen Stoffen hergestellt. Nach langer und kalter Lagerung in den Lagerkellern entstehen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/aischgruender-bierstrasse-kulinarischer-tipp-3">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kommen zun&#228;chst nach Gutenstetten.<br />
Hier ist die Brauerei Windsheimer zu Hause. Die familiengef&#252;hrte Privatbrauerei besteht seit 1767. Die Biere werden auch heute noch streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 aus heimischer Braugerste, ausgesuchtem Hopfen und Wasser aus eigenem Brunnen ohne Zusatz von chemischen Stoffen hergestellt. Nach langer und kalter Lagerung in den Lagerkellern entstehen die Biere. Ob Premium Pils, Aischgr&#252;nder Dunkel oder das Lager, alle drei Sorten werden in der umweltfreundlichen und wiederverschliessbaren B&#252;gelverschlussflasche abgef&#252;llt.<br />
Die s&#252;ffigen Aischgr&#252;nder Biere werden nat&#252;rlich im Brauereigasthof ausgeschenkt.<br />
(Hauptstra&#223;e 13, 91468 Gutenstetten 13, Telefon (0 91 61) 22 93)</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" title="stille-wege-cover" width="63,5" height="93,5" class="alignleft size-full wp-image-1075" /></a></p>
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		<title>Bierwissen Teil 3</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 16:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frauen und M&#228;nnern aller Altersgruppen schmeckt das Bier &#8211; das ist unumstritten. Aber nicht nur zum Durstl&#246;schen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist ein Genu&#223;mittel. K&#246;nnen Sie sich eine Schweinshaxe oder ein &#8220;Sch&#228;uferla&#8221; ohne ein Glas Bier vorstellen? In Franken ist das schier unm&#246;glich. Was gibt es sch&#246;neres, als sich abends, nach einem vielleicht harten<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/bierwissen-teil-3">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen und M&#228;nnern aller Altersgruppen schmeckt das Bier &#8211; das ist unumstritten. Aber nicht nur zum Durstl&#246;schen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist ein Genu&#223;mittel. K&#246;nnen Sie sich eine Schweinshaxe oder ein &#8220;Sch&#228;uferla&#8221; ohne ein Glas Bier vorstellen? In Franken ist das schier unm&#246;glich. Was gibt es sch&#246;neres, als sich abends, nach einem vielleicht harten Arbeitstag, zum Abendessen ein Glas Bier einzuschenken und die Beine hochzulegen?<br />
Das Brauwasser macht jedes Bier zu einer Pers&#246;nlichkeit. Es erf&#252;llt h&#246;chste Qualit&#228;tsanspr&#252;che, die weit oberhalb derer f&#252;r Trinkwasser liegen. So unterschiedlich die regionalen, besonders reinen, nat&#252;rlichen Wasservorkommen in ihrer Zusammensetzung (vor allem bei Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium) sind, so unterschiedlich sind auch die daraus gebrauten Biere. Malz und Hopfen sind die Charakter bestimmenden Komponenten f&#252;r den Geschmack und die Blume des Bieres. Der Kenner schmeckt und riecht die Malznote, die sortentypisch von &#8220;sehr fein&#8221; bis &#8220;stark betont&#8221; reichen kann. Mit der ausgewogenen Bittergeschmack des Hopfens komponiert der Brauer das harmonische Gegengewicht zur Malzs&#252;&#223;e. Die Hopfennote reicht von &#8220;fein&#8221; bis &#8220;ausgepr&#228;gt&#8221;. Die Stammw&#252;rze bezeichnet den prozentualen Anteil des Malzzuckers und der aus Malz und Hopfen gel&#246;sten wertvollen Inhaltsstoffe an der W&#252;rze vor der Verg&#228;rung. Der gr&#246;&#223;te Teil davon wird zu Alkohol und Kohlens&#228;ure vergoren. Der Alkoholgehalt des Bieres entspricht etwa 40 Prozent des urspr&#252;nglichen Stammw&#252;rzegehaltes. Der unvergorene Rest der Stammw&#252;rze gibt dem Bier seine mehr oder weniger ausgepr&#228;gte &#8220;feinw&#252;rzige&#8221; Note. Hefe verg&#228;rt Malzzucker zu Alkohol und Kohlens&#228;ure. Oberg&#228;rige Hefen steigen w&#228;hrend der G&#228;rung nach oben, unterg&#228;rige setzen sich am Boden ab. Oberg&#228;rige Biere schmecken deutlich fruchtiger. Wird das Bier nicht blank filtriert, verbleibt ihm eine charakteristische Tr&#252;bung, die von &#8220;opalisierend&#8221; bis &#8220;stark tr&#252;b&#8221; reichen kann. Kohlens&#228;ure entsteht bei der G&#228;rung und Reifung des Bieres. Sie wird unter Gegendruck (&#8220;Spundung&#8221;) im Bier gebunden und vermittelt den spritzig bis prickelnden Biergenuss. Beim Einschenken entbindet sie sich wieder, steigt in feinen Perlen auf und bildet den feinporigen Schaum, der dem Bier sein frisches Aussehen verleiht.</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-1075" title="stille-wege-cover" src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" width="63" height="93" /></a></p>
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		<title>Bierwissen Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 16:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Bieres Bier ist vermutlich so alt wie die menschliche Kultur. H&#246;chst wahrscheinlich war vergorener Brotteig der Ausgangspunkt f&#252;r die Herstellung eines Getr&#228;nks, das dem Bier weit entfernt &#228;hnelte. &#220;berliefert ist dies in Bildern und Keilschriften der alten Sumerer, dem &#228;lteste Kulturvolk dieser Erde, die um 4000 vor Christus im Gebiet zwischen Euphrat<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/bierwissen-teil-1">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte des Bieres<br />
Bier ist vermutlich so alt wie die menschliche Kultur. H&#246;chst wahrscheinlich war vergorener Brotteig der Ausgangspunkt f&#252;r die Herstellung eines Getr&#228;nks, das dem Bier weit entfernt &#228;hnelte. &#220;berliefert ist dies in Bildern und Keilschriften der alten Sumerer, dem &#228;lteste Kulturvolk dieser Erde, die um 4000 vor Christus im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris siedelten. Es waren also die Sumerer, die wahrscheinlich aus Zufall den G&#228;rvorgang an einem &#252;bersehenen Brotteig entdeckten, wiederholten und dann feststellten, dass sie das „Bier“ entdeckt hatten.<br />
In Ober&#228;gypten, 900 Flusskilometer s&#252;dlich von Kairo gelegen wurden die &#220;berreste einer kompletten Brauerei entdeckt, die aus der Zeit um 3500 Jahre vor Christus stammte. Und vom Bau der alten &#228;gyptischen Pyramiden ist &#252;berliefert, dass jedem Arbeiter pro Tag 3 bis 4 Laib Brot, 2 Kr&#252;ge Bier und etwas Zwiebel zustanden. Das war so ungef&#228;hr im Jahr 2500 vor Christus. Aus Mesopotamien wird berichtet, dass man bereits um 1900 vor Christus 20 verschiedene Biersorten kannte. Acht davon wurden aus Emmer (Zweikorn), acht aus reiner Gerste und vier aus einem Getreidegemisch hergestellt. Es gab D&#252;nnbier, feines wei&#223;es Bier, rotes Bier und auch Schwarzbier.<br />
In Deutschland gilt als erster „Bierbeweis“ der Fund von Bieramphoren in Kasendorf bei Kulmbach. Den Fund datierte man mit 800 vor Christus, also der fr&#252;heren Hallstattzeit. Aus einem fr&#228;nkischen Kriegergrab (500 bis 600 nach Christus – Fundort: Straubing) stammt ein Trinkgef&#228;&#223; in Form eines Ma&#223;kruges.<br />
Dem Bier in seiner heutigen Beschaffenheit und nach unserem Geschmack entstand erstmals durch die Verwendung von Hopfen als W&#252;rz- und Haltbarkeitsmittel. Der erste geschichtliche Nachweis von Hopfen geht auf das Jahr 768 n. Chr. zur&#252;ck.<br />
Ein wichtiges Datum ist der 23. April1516 als Wilhelm IV., Herzog in Bayern die Vorschrift erlie&#223;, dass zur Herstellung von Bier &#8220;allein Gersten, Hopfen und Wasser genommen und gebraucht s&#246;lle werden&#8221;. Damit ist 1516 das Ursprungsjahr des bayerischen Reinheitsgebotes f&#252;r Bier. Es ist das &#228;lteste Lebensmittelgesetzes der Welt und bis zum heutigen Tag g&#252;ltig. 1906 erlangte das bayerische Reinheitsgebot f&#252;r unterg&#228;riges Bier f&#252;r alle L&#228;nder des damaligen deutschen Reiches G&#252;ltigkeit.</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-1075" title="stille-wege-cover" src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" width="63" height="93" /></a></p>
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