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	<title>Werner Schwanfelder &#187; Einkäufer</title>
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	<description>Worte, Essays, Bücher</description>
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		<title>make or buy Praxisfall: Selber Strom produzieren</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selber Strom produzieren Harald F., Eink&#228;ufer f&#252;r elektrische Antriebe und Heinz S. Eink&#228;ufer f&#252;r technische Messger&#228;te debatieren &#252;ber die Eigenproduktion von Strom. Sie haben selbst keine Praxiserfahrung. Aber sie diskutieren sehr engagiert dar&#252;ber. Sie meinen, dies ist ein wirklich interessantes Make-or-buy-Thema. Aber man muss sich damit nat&#252;rlich ausf&#252;hrlich informieren. Diese Entscheidung kann man nicht so<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfall-selber-strom-produzieren">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selber Strom produzieren</strong></p>
<p>Harald F., Eink&#228;ufer f&#252;r elektrische Antriebe und Heinz S. Eink&#228;ufer f&#252;r technische Messger&#228;te debatieren &#252;ber die Eigenproduktion von Strom. Sie haben selbst keine Praxiserfahrung. Aber sie diskutieren sehr engagiert dar&#252;ber. Sie meinen, dies ist ein wirklich interessantes Make-or-buy-Thema. Aber man muss sich damit nat&#252;rlich ausf&#252;hrlich informieren. Diese Entscheidung kann man nicht so einfach treffen.</p>
<p>Harald F. berichtet von einem Onkel, der f&#252;r sich schon vor 50 Jahren diese Entscheidung getroffen hat. Er hat sich schon damals &#252;ber die gesalzenen Stromrechnungen ge&#228;rgert. Daher dachte er dar&#252;ber nach, warum den Strom nicht selbst erzeugen und den &#220;berschuss auch gleich an die Nachbarn verkaufen. Deshalb hat er schon vor 50 Jahren die Entscheidung getroffen: Er hat sich ein Kondensationskraftwerk gekauft, allerdings damals verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig teuer. Und er hat nun ein kleines Braunkohlekraftwerk mit einer Leistung von 99 MW im Vorgarten stehen. Seine Frau war aus optischen Gr&#252;nden nicht sonderlich begeistert. Die Anlage ist Baujahr 1959 hat bereits 245580 Betriebsstunden abgeleistet. Daf&#252;r ist er aber seit langem unabh&#228;ngig vom lokalen Stromanbieter.</p>
<p>Harald F. ist sich nicht dar&#252;ber im Klaren, ob ein Braunkohlekraftwerk die richtige L&#246;sung ist. Aber es gibt ja heute auch noch viele andere Alternativen. Kosteng&#252;nstig ist eine  Kleinwindanlage, die genauso umweltfreundlich ist  wie Solaranlagen, aber bei weitem nicht so teuer. Einziges Manko, wenn man den nicht ben&#246;tigten Strom verkaufen will bekommt man leider nicht viel Geld daf&#252;r.</p>
<p>Heinz S. hat zu dem Thema eine andere Meinung. Er fragt sich, was der Preis f&#252;r einen Quadratmeter Solarzelle ausmacht. Er geht, so rechnet er vor, von einer Lebensdauer von 15 Jahren aus und einer Produktionsmenge von 100 W/qm je nach Standort an bestenfalls 1500 Stunden pro Jahr. Er meint, mehr Sonnen-Zeit sei in Deutschland nicht nutzbar. Damit rechnet sich die Sache nicht. Es ist in unseren Breiten unsinnig, mit ca. 15% Wirkungsgrad elektrischen Strom aus der Sonne wirtschaftlich produzieren zu wollen. Bei 80% Wirkungsgrad f&#252;r reine W&#228;rmegewinnung und deutlich billigeren Wandlern f&#252;r die W&#228;rmeerzeugung kann sich eine Solaranlage (nur f&#252;r W&#228;rme, nicht f&#252;r elektrischen Strom!) rechnen, wenn man nicht f&#252;r jeden Handschlag und jede Wartung auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die derzeitigen Energiepreise sind zu niedrig, um solchen Anlagen eine wirtschaftlich sinnvolle Perspektive zu geben.<br />
Das Gleiche gilt auch f&#252;r alle Arten von W&#228;rmepumpen. Rund 30% der Energieausbeute ist f&#252;r elektrische Energie aufzuwenden. Zusammen mit der hohen Investition ist er von einer Wirtschaftlichkeit nicht &#252;berzeugt.<br />
An geeigneten Standorten l&#228;sst sich Windenergie wirtschaftlich sinnvoll nutzen und ins &#246;ffentliche Netz einspeisen. Ebenso Wasserkraft. Landwirtschaftliche Betriebe k&#246;nnen aus Biomasse profitabel Energie erzeugen. Heizen kann man insbesondere in waldreichen Gegenden mit Holzhackschnitzeln und erzielt dabei deutlich niedrigere laufende Kosten als bei der Heizung mit &#214;l oder Gas. Das gilt aber auch nicht unter allen Umst&#228;nden. Wer Hackschnitzel sachweise kauft oder &#252;ber l&#228;ngere Strecken transportieren muss, vernichtet die Kostenvorteile.<br />
Es hilft nichts, auch beim Einsatz &#246;kologisch sinnvoller Alternativen ist mit der Verzinsung des eingesetzten Kapitals und mit realistischen Betriebszeiten zu rechnen. Die Anlagenkosten k&#246;nnen sich in sechsstelliger Gr&#246;&#223;enordnung bewegen.</p>
<p>Harald F. berichtet noch von einem anderen Praxisfall. In seiner Gemeinde wurde im Rathaus ein Blockheizkraftwerk installiert. Der B&#252;rgermeister ist sehr zufrieden.<br />
Angeblich interessieren sich bundesweit immer mehr Menschen f&#252;r ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW). Es kann statt einer Heizung &#8211; oder meist in Erg&#228;nzung zum alten Heizkessel &#8211; im Keller oder einem Anbau untergebracht werden. Der Motor treibt dabei einen Generator an, der Strom produziert. Und wie bei jeder Verbrennungsmaschine f&#228;llt W&#228;rme an, mit der sich das Haus heizen und Wasser w&#228;rmen l&#228;sst.<br />
Die Idee ist keineswegs neu. Allerdings f&#252;hrt die steigende Nachfrage jetzt dazu, dass mittlerweile mehrere Hersteller solche Anlagen in Serienproduktion anbieten. Harald F. berichtet, dass der Motor im Rathaus mit Heiz&#246;l l&#228;uft. Die Anlage hat eine Leistung von rund f&#252;nf Kilowatt pro Stunde. Um rentabel zu sein, muss sie auf mindestens 4000 Betriebsstunden im Jahr kommen &#8211; das sind dann etwa 20.000 Kilowattstunden. Wenn weniger als 15.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht werden, ist die Wirtschaftlichkeit fraglich.<br />
Das bedeutet, dass man sich am besten Nachbarn sucht, die mitmachen. Eine Nutzung &#252;ber Grundst&#252;cksgrenzen hinweg ist m&#246;glich. Schwierig wird es dagegen, wenn &#246;ffentliche Stra&#223;en dazwischen liegen. Wirtschaftlich sinnvoll ist es, den selbst produzierten Strom so weit wie m&#246;glich auch selbst zu nutzen. Denn die Energieversorgungsunternehmen zahlen nur um die zw&#246;lf Cent pro Kilowattstunde. Der B&#252;rgermeister rechnet bei seinem Ger&#228;t &#8211; je nach &#214;lpreis &#8211; mit sieben bis acht Cent Entstehungskosten pro Kilowattstunde. Kauft man Strom beim Energieversorger, muss man dagegen mehr als 20 Cent berappen. Im Sommer, wenn man keine Heizung braucht, w&#228;re ein Nutzer willkommen, der viel warmes Wasser abnimmt, vielleicht ein Gastronomiebetrieb. Den gibt es allerdings in akzeptabler Reichweite nicht.<br />
Billig ist so eine  Anlage nicht gerade: Das Ger&#228;t im Rathaus kostet rund 16.000 €, hinzu kommen W&#228;rmetauscher, Speicher, Pumpen, Leitungen und die Regeltechnik, also noch einmal einige tausend Euro. Weiterhin ist unbedingt ein Wartungsvertragerforderlich. </p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Die Entscheidung „Strom selbst produzieren oder kaufen“ ist zweifelsohne ein gutes Beispiel f&#252;r eine strategische make or buy Entscheidung. Dar&#252;ber hinaus kann sie sogar zu einem unternehmerischen Gesch&#228;ftsmodell werden, da der &#252;berfl&#252;ssige Strom auch noch verkauft werden kann. Je mehr zu g&#252;nstigen Konditionen ins Stromnetz eingespeist werden kann, desto leichter amortisiert sich nat&#252;rlich auch die Anlage.<br />
Die strategische make or buy &#220;berlegung muss daher auch zweistufig gestellt werden. Zun&#228;chst wird im Rahmen der engeren make or buy Entscheidung nur untersucht, wie sinnvoll der eigene Bedarf gedeckt werden kann. Dann kann additiv &#252;ber das Gesch&#228;ftsmodell nachgedacht werden. Wie ver&#228;ndert sich dann die Gr&#246;&#223;e der Anlage, wie ver&#228;ndert sich die Wirtschaftlichkeit?<br />
Wichtig ist zun&#228;chst die technische Entscheidung, welche Art von Technologie eingesetzt werden soll. Nicht jeder wird den Platz f&#252;r ein Kleinwindkraftwerk haben. Nicht jeder hat die Fl&#228;che f&#252;r eine Solaranlage. Es sind also zun&#228;chst die baulichen und fl&#228;chenm&#228;&#223;igen Gegebenheiten zu untersuchen. Dann ist auch zu &#252;berpr&#252;fen, ob entsprechende Baugenehmigungen beigebracht werden k&#246;nnen.<br />
Nach dieser Selektion wird wohl eine geringere Auswahl an M&#246;glichkeiten bestehen bleiben. Nun kann man sich an die Investitionsrechnung machen. Den eigenen Stromverbrauch kann man relativ leicht aus den Rechnungen des Energieversorgungsunternehmens entnehmen. Die Kosten, die mit der Alternativanlage verbunden sind d&#252;rften schwieriger darzustellen sein. Aber Anbieter, Energieberater und Architekten k&#246;nnen hier sicherlich Hilfestellung leisten. Zu beachten ist nat&#252;rlich auch die Finanzierung, bzw. die Verzinsung. Unabh&#228;ngig, ob man einen Kredit aufnehmen muss oder aus Eigenmitteln investiert muss eine ad&#228;quate Verzinsung des eingesetzten Kapitals eingesetzt werden. Ausschlaggebend ist auch die steuerliche Konzeption. Diesbez&#252;glich sind die Gesamteinnahmen des Haushalts einzubeziehen.<br />
Im Einnahmen/Ausgaben-Vergleich ist nat&#252;rlich auch die Ver&#228;nderung der Strompreise zu ber&#252;cksichtigen, bzw. sich Klarheit &#252;ber eine Entwicklung in die Zukunft zu verschaffen.<br />
Eine solche make or buy Entscheidung ist langfristig angelegt. Sie ergibt zwar keine absolute Abh&#228;ngigkeit. Selbst wenn die Anlage nicht funktionieren w&#252;rde, wird man nach wie vor mit Strom versorgt. Aber dennoch besteht aufgrund der H&#246;he der Investition eine gewisse langfristige Abh&#228;ngigkeit.<br />
<em>Auf jeden Fall &#252;berp&#252;fenswert. Die Entscheidungsfindung ist jedoch komplex. Der Rat und die Unterst&#252;tzung von Fachleuten sind notwendig.</em></p>
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		<title>make or buy Praxisfall: Die Entscheidung f&#252;r das kostenoptimierte Rasenm&#228;hen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Entscheidung f&#252;r das kostenoptimierte Rasenm&#228;hen Peter F., Eink&#228;ufer von Stahlprodukten, erkl&#228;rt folgendes. Ich habe einen relativ gro&#223;en Garten. Meine Rasenfl&#228;che allein betr&#228;gt ca. 1000 qm. Ich liebe den Garten, bin auch gegen&#252;ber Gartenarbeit durchaus positiv eingestellt. Aber ich habe nicht so viel Zeit, den Garten allein in Schuss zu halten. Ich habe dieses Problem<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfall-die-entscheidung-fuer-das-kostenoptimierte-rasenmaehen">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Entscheidung f&#252;r das kostenoptimierte Rasenm&#228;hen</strong></p>
<p>Peter F., Eink&#228;ufer von Stahlprodukten, erkl&#228;rt folgendes.</p>
<p>Ich habe einen relativ gro&#223;en Garten. Meine Rasenfl&#228;che allein betr&#228;gt ca. 1000 qm. Ich liebe den Garten, bin auch gegen&#252;ber Gartenarbeit durchaus positiv eingestellt. Aber ich habe nicht so viel Zeit, den Garten allein in Schuss zu halten. Ich habe dieses Problem anhand meiner Rasenfl&#228;che durchexerziert.<br />
Zuerst wollte ich den Rasen in eine Wiese umwandeln. Eine solche Wiese w&#252;rde ich nur zwei Mal im Jahr m&#228;hen. Hierzu k&#246;nnte ich mir die Hilfe eines befreundeten Bauers versichern. Aber meine Familie hat diesen Vorschlag abgelehnt.<br />
Ich ben&#246;tige f&#252;r das M&#228;hen ungef&#228;hr f&#252;nf Stunden (einschlie&#223;lich Abtransport des Rasenschnitts). Meine Frau mosert anschlie&#223;end immer herum, dass ich sehr unregelm&#228;&#223;ig gem&#228;ht habe. Das hei&#223;t, ich verursache zweifelsohne ein Qualit&#228;tsproblem. Nun hat meine Frau einen r&#252;stigen Rentner ausfindig gemacht. Er braucht vier Stunden f&#252;r das Rasenm&#228;hen und macht es, nach dem ma&#223;geblichen Geschmack meiner Frau vorbildlich. Er bekommt in der Stunde 10 €uro. Den Rasenm&#228;her stellen wir. Im Sommer muss der Rasen einmal in der Woche gem&#228;ht werden. Ich habe ausgerechnet, dass mich das Outsourcing von Rasenm&#228;hen 800 € kostet. Dazu kommen die Abschreibung des Rasenm&#228;hers mit 50 € im Jahr und 50 € Wartung. In Summe kostet mich der sch&#246;ne Rasen, an dem sich meine ganze Familie erfreut 900 € im Jahr.<br />
Nun habe ich alternativ &#252;ber die Anschaffung eines M&#228;hroboters nach gedacht. Der kostet f&#252;r mein Gel&#228;nde 2600 €. Ich kann mindestens 10% Rabatt herausholen. Ich rechne mit 100 € Wartungskosten im Jahr. Ich habe noch keine Ahnung, welche Energiekosten auf mich zukommen. Ich setze daf&#252;r ebenfalls 50 € an. Ich gehe davon aus, dass der M&#228;hroboter f&#252;nf Jahre lang Dienst tut. Dies bedeutet, dass ich j&#228;hrliche Kosten von 618 € haben werde. Zeitaufwand habe ich so gut wie keinen. Der M&#228;hroboter arbeitet sozusagen autark.<br />
Eigentlich m&#252;sste ich mich f&#252;r den M&#228;hroboter entscheiden. Dies w&#252;rde ich als professioneller Eink&#228;ufer tun. Aber meine Chefin, also meine Frau, war nicht einverstanden. Sie will keinen Roboter im Garten. Und der r&#252;stige Rentner braucht das Geld notwendig. So werden im Privatleben die eink&#228;uferischen Entscheidungen hintergangen.</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Es ist wie im richtigen Leben. Nicht immer kann man die rational optimierte L&#246;sung erreichen. In vielen Entscheidungsprozessen haben emotionale Aspekte einen gewissen Einfluss und m&#252;ssen ber&#252;cksichtigt werden.<br />
<em>In diesem Fall war wohl keine andere Entscheidung m&#246;glich.</em></p>
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		<title>make or buy Praxisfall: Obazda</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obazda – make oder buy Friedlinde S. Ist der Auffassung, dass sie zum Thema make or buy ein gutes Beispiel liefern kann. Sie ist in einem mittelst&#228;ndischen Unternehmen zust&#228;ndig f&#252;r den Einkauf von Kleinteilen wie Schrauben, Muttern, aber auch Gl&#252;hbirnen und Keile, um nur ein paar Produkte aus ihrem Aufgabengebiet zu erw&#228;hnen. Sie sagt, dass<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfall-obazda">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Obazda – make oder buy</strong></p>
<p>Friedlinde S. Ist der Auffassung, dass sie zum Thema make or buy ein gutes Beispiel liefern kann. Sie ist in einem mittelst&#228;ndischen Unternehmen zust&#228;ndig f&#252;r den Einkauf von Kleinteilen wie Schrauben, Muttern, aber auch Gl&#252;hbirnen und Keile, um nur ein paar Produkte aus ihrem Aufgabengebiet zu erw&#228;hnen.</p>
<p>Sie sagt, dass sie Spezialistin ist f&#252;r die „Produktion“ von Obazda. Auf jeder Party wird sie beauftragt, Obazda mitzubringen. Keine der anderen G&#228;ste kann ihn so gut gestalten wie sie.<br />
Auf der einen Seite ehrt sie diese Aussage, auf der anderen Seite ist sie aber auch etwas &#252;berdr&#252;ssig, immer Obazda f&#252;r alle machen zu m&#252;ssen. Sie hat deshalb in verschiedenen L&#228;den nach fertigem Obazda gesucht und ausprobiert. Und sie in der Tat f&#252;ndig geworden. Es gibt einen T&#252;rken, der den Obazda so herstellt wie sie auch. Er schmeckt sehr, sehr &#228;hnlich.<br />
Wobei es nat&#252;rlich eine Schande ist, wenn man diese bajuwarische Spezialit&#228;t von einem T&#252;rken kaufen muss.</p>
<p>Aber als gewissenhafte Eink&#228;uferin hat sich Friedlinde S nun &#252;berlegt, ob sie den Obazda k&#228;uflich erwerben soll oder ob sie ihn selbst zusammenknetet. Sie geht davon aus, dass ihre G&#228;ste und Freunde in diesem speziellen Fall den Unterschied nicht bemerken.</p>
<p>Ihr Rezept ist folgenderma&#223;en:<br />
150 g reifen Camembert<br />
150 g Weink&#228;se<br />
300 g Frischk&#228;se<br />
400 g Paprikaschmelzk&#228;se (auch bekannt als Eckerlk&#228;se)<br />
Dazu ein Bund Schnittlauch, fein gehackt<br />
Zwei St&#252;ck Zwiebeln, fein gehackt<br />
Vier Essl&#246;ffel Bier<br />
(Ob der T&#252;rke auch Bier verwendet, hat er leider nicht verraten)<br />
Paprikapulver rosenscharf<br />
Etwas Chilipulver<br />
Salz und Pfeffer<br />
Und zur Verzierung einige Salzstangen<br />
Die Zwiebeln werden fein gehackt und der Schnittlauch in 5 mm gro&#223;e R&#246;llchen geschnitten. Der Camembert und der Weink&#228;se werden mit einer Gabel zerdr&#252;ckt und mit dem Schmelzk&#228;se und dem Frischk&#228;se gut vermischt. Etwas Schnittlauche beiseite nehmen, um ihn am Schluss f&#252;r die Garnierung zu verwenden. Den sonstigen Schnittlauch und die Zwiebel in die K&#228;semischung einarbeiten. Dann mit Salz, Pfeffer, Chili, Paprikapulver und Bier abschmecken.</p>
<p>Sie ben&#246;tigt f&#252;r die Herstellung ca. 20 Minuten. Dann muss der Obazda noch einen Tag im K&#252;hlschrank ruhen. 20 Minuten erscheinen relativ lang, aber dazu geh&#246;ren auch die R&#252;stzeiten, also das Herrichten der Gef&#228;&#223;e und das Abwaschen, Aufr&#228;umen. F&#252;r das Einkaufen der Zutaten hat sie nichts eingerechnet, denn der Zeitaufwand ist in beiden F&#228;llen ungef&#228;hr gleich.<br />
Je mehr Obazda sie in einem Arbeitsgang erledigt, desto geringer ist aber die Gesamtzeit. Sie hat das genau berechnet. F&#252;r ein Kilo Obazda ben&#246;tigt sie 20 Minuten, f&#252;r zwei Kilo 30 Minuten, f&#252;r 3 Kilo 37,5 Minuten, f&#252;r vier Kilo 40 Minuten. Sie geht davon aus, dass sie niemals mehr als vier Kilo in einem Arbeitsgang herstellen wird.<br />
Und nun zu den Kosten. Sie hat kalkuliert, dass sie f&#252;r alle Materialien, die sie einsetzt f&#252;r ein Kilo 11,10 € an Kosten hat. Wenn sie den Obazda fertig einkauft muss sie f&#252;r das Kilo 13,92 € bezahlen. Sie hat mit dem T&#252;rken verhandelt. Er hat gesagt, wenn sie vier Kilo und mehr beziehen m&#246;chte gibt er noch einmal 10% Rabatt.<br />
Nun muss Friedlinde S. nur noch entscheiden, wie sie ihre Arbeitszeit bewerten will. Sie orientiert sich am Stundenlohn der Brieftr&#228;ger. F&#252;r die gibt es einen Mindestlohn von 9 € in der Stunde.</p>
<p>Nun kommt sie zu der folgenden Entscheidungstabelle</p>
<p> </p>
<p> </p>
<table style="width: 676px; height: 480px;" border="4" cellspacing="9" cellpadding="9" align="left">
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="TEXT-ALIGN: left"><span style="font-size: small;">Menge in Kg</span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small;">Ben&#246;tigte Zeit </span><span style="font-size: small;">f&#252;r make in Minuten</span></td>
<td><span style="font-size: small;">Umgerechnet in € </span><span style="font-size: small;">(9 € je Stunde)</span></td>
<td><span style="font-size: small;">Materialkosten </span><span style="font-size: small;">in Summe in €</span></td>
<td><span style="font-size: small;">Gesamtkosten </span><span style="font-size: small;">in € f&#252;r make</span></td>
<td><span style="font-size: small;">Gesamtkosten </span><span style="font-size: small;">in € f&#252;r buy</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-size: small;">1</span></td>
<td><span style="font-size: small;">20</span></td>
<td><span style="font-size: small;">3,00</span></td>
<td><span style="font-size: small;">11,10</span></td>
<td><span style="font-size: small;">14,10</span></td>
<td><span style="font-size: small;">13,92</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-size: small;">2</span></td>
<td><span style="font-size: small;">30</span></td>
<td><span style="font-size: small;">4,50</span></td>
<td><span style="font-size: small;">22,20</span></td>
<td><span style="font-size: small;">26,70</span></td>
<td><span style="font-size: small;">27,84</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-size: small;">3</span></td>
<td><span style="font-size: small;">37,5</span></td>
<td><span style="font-size: small;">5,63</span></td>
<td><span style="font-size: small;">33,30</span></td>
<td><span style="font-size: small;">38,93</span></td>
<td><span style="font-size: small;">37,58</span></p>
<p><span style="font-size: small;">mit 10% Rabatt</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-size: small;">4</span></td>
<td><span style="font-size: small;">40</span></td>
<td><span style="font-size: small;">6,00</span></td>
<td><span style="font-size: small;">44,40</span></td>
<td><span style="font-size: small;">50,40</span></td>
<td><span style="font-size: small;">50,11</span></p>
<p><span style="font-size: small;">mit 10% Rabatt</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span style="font-size: small;">5</span></td>
<td><span style="font-size: small;">40</span></td>
<td><span style="font-size: small;">6,00</span></td>
<td><span style="font-size: small;">55,50</span></td>
<td><span style="font-size: small;">61,50</span></td>
<td><span style="font-size: small;">62,64</span></p>
<p style="TEXT-ALIGN: left"><span style="font-size: small;">mit 10% Rabatt</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit dieser Tabelle ist die Entscheidungssituation f&#252;r Friedlinde S. klar. Wenn sie zwei Kilo ben&#246;tigt macht sie den Obazda selbst und ebenso wenn sie f&#252;nf Kilo und mehr ben&#246;tigt ist die make-Variante kosteng&#252;nstiger.<br />
Wenn sie jedoch nur ein Kilo oder weniger ben&#246;tigt geht sie zum T&#252;rken, und aufgrund ihrer guten Verhandlung rentiert es sich auch wieder wenn sie drei und vier Kilo ben&#246;tigt. Wenn sie eine Zwischenmenge ben&#246;tigt muss sie schnell noch einmal nachrechnen.</p>
<p>Sie denkt weiterhin dar&#252;ber nach, ob sie ihre Teigknetmaschine einsetzen kann, im niedrigsten Gang. Dann w&#252;rde sie bei der Herstellung noch mehr Zeit gewinnen. Sie wird es ausprobieren und dann die Entscheidungstabelle neu &#252;berarbeiten.</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Friedlinde S. hat vollkommen richtig gerechnet. Die Entscheidungsableitung war vorbildlich. Letztendlich sollte man aber auch noch einen gewissen Tr&#228;gheitskoeffizienten einf&#252;gen. Er besagt, wie gro&#223; der Kostenvorteil von make sein muss, damit man die Bereitschaft zeigt, die Variante make in Angriff zu nehmen.<br />
<em>Mit kleinen Einschr&#228;nkungen zu empfehlen</em></p>
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		<title>make or buy Praxisfall: Men&#252;dienste &#8211; Warum noch selber kochen?</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Men&#252;dienste &#8211; Warum noch selber kochen? Herr W., ehemals Eink&#228;ufer f&#252;r Kabelpritschen, seit einigen Jahren pensioniert bringt den folgenden Erfahrungsbericht. Seit meine Frau gestorben ist musste ich verschiedene Lebensgewohnheiten &#228;ndern. Dies betrifft auch das Essen. Fr&#252;her haben wir gemeinsam gekocht. Das geht nun nicht mehr. Ich m&#252;sste alleine kochen. Das macht f&#252;r mich keinen Sinn.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfall-menuedienste-warum-noch-selber-kochen">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Men&#252;dienste &#8211; Warum noch selber kochen?</strong></p>
<p>Herr W., ehemals Eink&#228;ufer f&#252;r Kabelpritschen, seit einigen Jahren pensioniert bringt den folgenden Erfahrungsbericht.</p>
<p>Seit meine Frau gestorben ist musste ich verschiedene Lebensgewohnheiten &#228;ndern. Dies betrifft auch das Essen. Fr&#252;her haben wir gemeinsam gekocht. Das geht nun nicht mehr. Ich m&#252;sste alleine kochen. Das macht f&#252;r mich keinen Sinn. Ich finde es zu m&#252;hselig, die richtigen Mengen f&#252;r eine Person einzukaufen. Und es ist auch nicht erfreulich f&#252;r eine Person zu kochen. Das hat nun gar nichts mit dem Alter zu tun. Auch als junger Mensch h&#228;tte ich, glaube ich, keine Lust gehabt, f&#252;r mich alleine zu kochen. Es gibt kosteng&#252;nstige Mittagsmenus in fast allen Gastwirtschaften. Ich muss aber gestehen, dass es mir keinen Spa&#223; macht, alleine in einem Restaurant zu Mittag zu essen. Also habe ich nach einem Men&#252;dienst Ausschau gehalten. Ich habe mehrere solcher Dienste in meiner Region gefunden und dann habe ich f&#252;r mich, wie ich das gelernt habe, eine kleine Ausschreibung entworfen und die Men&#252;dienste um ein Angebot gebeten. </p>
<p>Ich habe mich grunds&#228;tzlich informiert und erfahren, dass Men&#252;dienste in den meisten F&#228;llen zur Mittagszeit ein warmes Essen liefern, jedoch bieten auch einige Abendbrot, Getr&#228;nke und sogar Zeitschriften an. &#220;ber 300.000 Menschen lassen sich mittlerweile ihre Mahlzeiten t&#228;glich nach Hause bringen. Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden: Zum einen gibt es die vom Anbieter t&#228;glich frisch zubereiteten Men&#252;s. Zum anderen gibt es tiefgek&#252;hlte Men&#252;s, die entweder vom Anbieter kurz vor der Auslieferung oder vom Kunden selbst noch erw&#228;rmt werden m&#252;ssen.<br />
In ganz Deutschland gibt es fl&#228;chendeckend mehr als 2000 Anbieter. Die sind nat&#252;rlich nicht alle in allen Regionen pr&#228;sent, aber ich habe in meiner Region vier Anbieter gefunden. Alle haben Probemen&#252;s angeboten. Die habe ich ausprobiert.<br />
Weiterhin war f&#252;r mich wichtig, dass die Belieferung p&#252;nktlich erfolgt und dass ich die Lieferung auch kurzfristig abbestellen kann, wenn ich verreist bin.<br />
Die Anbieter haben eine Speisekarte, in der man f&#252;r eine Woche die unterschiedlichsten Speisen aussuchen kann. Die Preise variieren von 5 bis 8 €.<br />
Das ist nicht so g&#252;nstig, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch war es mir im Laufe der Zeit l&#228;stig, dass ich immer zu einem bestimmten Zeitpunkt zuhause sein musste.<br />
Ich habe mich dann f&#252;r bofrost entschieden. Der liefert so viele Portionen wie ich will zu Kosten zwischen 4 und 6 €.<br />
Geschmacklich bin ich zufrieden. Au&#223;erdem leuchtet mir das Verfahren der Schockfrostung ein. Wie der Name andeutet, werden beim Schockfrosten die Lebensmittel in k&#252;rzester Zeit in den gefrorenen Zustand &#252;berf&#252;hrt. Je h&#246;her die Gefriergeschwindigkeit ist, umso besser sind das Frostergebnis und die Qualit&#228;t des gefrorenen Lebensmittels. Hierbei ist das schnelle Gefrieren des im Lebensmittel befindlichen Wassers von entscheidender Wichtigkeit. Beim Schockfrosten gefriert das Produkt so schnell, dass sich nur ganz kleine Eiskristalle bilden. Diese besch&#228;digen die Zellw&#228;nde kaum. Nach dem Auftauen ist das schockgefrostete Lebensmittel dem frischen ebenb&#252;rtig, sagt jedenfalls die Werbung. Aber irgendwie glaube ich das auch. Ich jedenfalls bin mit dieser L&#246;sung recht zufrieden.</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Der Verfasser dieses Vorschlags hat eine strategische Entscheidung getroffen. Selbst kochen ist ihm zu l&#228;stig. Auf der anderen Seite will er zeitlich unabh&#228;ngig sein. Aus diesem Grund hat er sich f&#252;r schockgefrostete Mahlzeiten entschieden. Mit der Qualit&#228;t ist er zufrieden. In diesem Fall spielen die Kosten eine untergeordnete Bedeutung. Aus diesem Grund wird auch gar keine detaillierte Kostenrechnung erstellt.<br />
<em>Mit dieser spezifischen Begr&#252;ndung ist eine Entscheidung f&#252;r buy verst&#228;ndlich. </em></p>
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		<title>make or buy Praxisfall: Selbst kochen oder Essen gehen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst kochen oder Essen gehen Karl M., Gruppenleiter im Einkauf hat folgende Stellungnahme gegeben: Ich bin gesch&#228;ftlich viel in Thailand. Ich habe beobachtet, dass es in Thailand &#252;blich ist, das Essen an St&#228;nden zu kaufen. Es gibt &#252;berall in den St&#228;dten, aber auch auf dem Land „fliegende K&#252;chen“, die ihr Essen anbieten. Das Essen wird<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfalle-selbst-kochen-oder-essen-gehen">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selbst kochen oder Essen gehen</strong></p>
<p>Karl M., Gruppenleiter im Einkauf hat folgende Stellungnahme gegeben:</p>
<p>Ich bin gesch&#228;ftlich viel in Thailand. Ich habe beobachtet, dass es in Thailand &#252;blich ist, das Essen an St&#228;nden zu kaufen. Es gibt &#252;berall in den St&#228;dten, aber auch auf dem Land „fliegende K&#252;chen“, die ihr Essen anbieten.  Das Essen wird schnell in Kunststofft&#252;ten abgef&#252;llt und mit gekonnten Griffen per Gummiring verschlossen. Ich habe beobachtet, dass die Menschen dann oft mit  10-12 verschiedenen Essensbeutel von 3-4 Fahrk&#252;chen nach Hause kommen. Reis scheint im Haus immer fertig zu sein, denn Reis wird selten gekauft.<br />
Der Essens-Kauf ist nat&#252;rlich f&#252;r uns Europ&#228;er spottbillig, aber er ist auch f&#252;r die Thail&#228;nder g&#252;nstig. G&#252;nstiger, abwechslungsreicher und einfacher als sich selbst frisch zu bekochen. So sparen sich die Thail&#228;nder jede Art von Vorratshaltung. Und sie haben alles Essen, dank der Zubereitung im Wok absolut frisch!<br />
Schade, dass es das bei uns nicht gibt. Will man bei uns gut Essen gehen, muss man mit 20 € pro Person rechnen. Da kann man sich dann schon fragen, sind wir eigentlich bl&#246;d? Warum essen wir nicht zu Hause? Ich kann beim Chinesen auch Mitnahmeessen kaufen. Da muss man 5 € pro Person veranschlagen (ohne Getr&#228;nke). Aber irgendwie schmeckt das immer &#228;hnlich und auch ein bisschen fad, jedenfalls nicht so wie in Thailand.<br />
Also haben wir uns &#252;berlegt, vermehrt selbst zu kochen. Das Internet ist voll von Rezepten und Anleitungen, die Auswahl der Zutaten ist nach Belieben, die Qualit&#228;t ist selbst bestimmbar. Bleibt die Arbeit, das Kochen. Aber ist das wirklich immer nur Arbeit? Wenn man abgehetzt von der Arbeit nach Hause eilt und nun noch kochen muss ist das Arbeit. Aber wenn ich mir entsprechende Zeit nehme, kann diese Arbeit auch Spa&#223; machen. Also, haben wir die Losung herausgegeben: Wir kochen mit Liebe. Und: Wir kochen zu zweit. Das bedeutet gleichzeitig viel Kommunikation, denn man kann sich beim Kochen bestens unterhalten Die Idee kann man auch noch erweitern: Man kann mit den Kindern kochen oder mit der ganzen Familie oder eine Kochparty veranstalten. Gut, man kann nicht jeden Mittag eine Kochparty veranstalten, aber manchmal eben doch.<br />
Und es ist fast ein Nebeneffekt, man spart dabei noch ziemlich viel Geld.<br />
Ich kenne viele Menschen, die haben keine Lust zum Kochen. Sie k&#228;mpfen mit den folgenden Problemen:</p>
<p>Sie haben die unverr&#252;ckbare Auffassung, dass Kochen mit Arbeit verbunden ist.<br />
Sie haben zwei bis dreimal einen Kochversuch unternommen. Leider ist der misslungen. Jetzt verzichten sie auf jeden weiteren Versuch.<br />
Sie haben sich sonntags und feiertags bei Mama ern&#228;hrt<br />
Oder sie holen sich oft was beim Grillmaster, bei McDonald’s, lassen sich Gyros oder Pizza kommen<br />
Sie haben keine Lust, weil sie nicht genau genug wissen, wie Kochen funktioniert<br />
Sie haben ihren Eltern nicht &#252;ber die Schulter geguckt, wissen deshalb grundlegende Sachen nicht, zum Beispiel wie lange Kartoffeln kochen m&#252;ssen<br />
Sie wollen sich nicht blamieren<br />
Sie sind zu faul, es dauert alles zu lange.<br />
Sie haben keinen, der sie in die Kunst des Kochens einf&#252;hrt.</p>
<p>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht schwierig ist, halbwegs gut zu kochen. Man muss nur anfangen. Das ist die Hauptsache. Und wer anf&#228;ngt, und mit einfachen Sachen beginnt, der klettert auf der Erfolgsleiter immer weiter nach oben.<br />
Also: Mut fassen, anfangen, Fehler machen, daraus lernen, weitermachen: Liebe geht durch den Magen!</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Die vorliegende Stellungnahme ist noch nicht geeignet, eine make or buy Entscheidung herbeizuf&#252;hren. Sie ist eher eine Aufforderung &#252;ber das Thema nachzudenken.<br />
<em>Es sich noch weitere Details und Berechnungen notwendig.</em></p>
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		<title>make or buy Praxisfall: Ich backe mein Brot selbst</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich backe mein Brot selbst Veronika K, Eink&#228;uferin von Sach- und Dienstleistungen ist begeisterte Brotb&#228;ckerin. Ich bin &#252;berzeugte Selbst-Brot-B&#228;ckerin. Das entspricht damit nicht unbedingt einer rationalen (sprich professionellen) Motivation. Ich bin mir durchaus bewusst, dass mit Brotbacken viel Arbeit und Aufwand verbunden sind. Das hat mich immer gest&#246;rt und manchmal habe ich mich auch gefragt,<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-praxisfall-ich-backe-mein-brot-selbst">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich backe mein Brot selbst</strong></p>
<p>Veronika K, Eink&#228;uferin von Sach- und Dienstleistungen ist begeisterte Brotb&#228;ckerin.</p>
<p>Ich bin &#252;berzeugte Selbst-Brot-B&#228;ckerin. Das entspricht damit nicht unbedingt einer rationalen (sprich professionellen) Motivation.<br />
Ich bin mir durchaus bewusst, dass mit Brotbacken viel Arbeit und Aufwand verbunden sind. Das hat mich immer gest&#246;rt und manchmal habe ich mich auch gefragt, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Als ich das ich im Juni dieses Jahres wieder einmal eine solche Backorgie &#252;berstanden hatte, die mir zwar Freude machte aber auch viel Zeit kostete, traf ich die Entscheidung, den Prozess zu optimieren und gegebenenfalls meine Strategie zu &#252;berdenken.<br />
Ich halte mich durchaus f&#252;r eine Fachfrau, ich buk mit Backmischungen (ich kenne sie alle!) und mischte mir auch selbst Teig zusammen, ich buk nach alten Backb&#252;chern und kreierte eigene Mischungen, lernte alle m&#246;glichen Teigsorten kennen und verwenden.<br />
Und ich bin auch sehr vertraut mit dem Aufwand, der beim Brotbacken entsteht. </p>
<p>Als erstes habe ich beim B&#228;cker Preisstudien unternommen und festgestellt, dass ich f&#252;r ein Brot mit 750 gr in der gew&#252;nschten Qualit&#228;t 3,75 € auf den Tisch des Hauses legen muss. Meine Familie vertilgt in der Woche ungef&#228;hr drei solche Brote. Die Ausgangslage ist also, dass ich f&#252;r 2,25 Kilo Brot 11,25 € bezahlen muss. Das hei&#223;t also, ich zahle 5 € je Kilo.<br />
Wenn ich in der Woche drei Mal zum B&#228;cker gehe, muss ich einen Zeitaufwand von 60 Minuten einrechnen. Aber den kann ich wohl nicht ganz ansetzen, weil ich auf dem Weg auch andere Dinge besorgen kann. Ich gehe also von einem Zeitaufwand von 30 Minuten aus.</p>
<p>Ich habe schon eine andere Vorentscheidung getroffen: Wenn ich weitermache, dann nur mit einem Brotbackautomaten.<br />
Angeregt hat mich auch eine Freundin, bei der ich ein wunderbar delikates selbst gebackenes Brot gegessen habe. Ich war voll des Lobes. Und dann hat sie mir gestanden, dass sie einen Backautomaten verwendet.<br />
Solche Automaten sind keine neue Erfindung. Es gibt sie schon lange. Im Laufe der Zeit haben sie sich stark verbessert.<br />
Nach bester Eink&#228;uferpraxis habe ich versucht eine Spezifikation zusammenzustellen. Ich habe also aufgeschrieben, welche Eigenschaften so ein Ger&#228;t haben soll. Dann habe ich unz&#228;hlige Testberichte gelesen und mir eine Meinung gebildet. Ich habe eine Checkliste erstellt und mittels dieser Checkliste alle in Frage kommenden Modelle &#252;berpr&#252;ft.<br />
Aus meiner Selektion kam schlie&#223;lich ein Ger&#228;t heraus, das f&#252;r meine Bed&#252;rfnisse geeignet erschien.<br />
Dieses Ger&#228;t hatte folgende Eigenschaften:<br />
Kosten: 120 €<br />
Ein leistungsstarker Motor mit 700W. Er wird sogar mit schwerem Vollkornteig fertig<br />
Zwei gro&#223;e Teigfl&#252;gel vermengen die Zutaten im Rechts-/Linkslauf<br />
Die elektronischen Warnt&#246;ne sind so laut, dass ich sie auch in meinem Arbeitszimmer h&#246;ren kann.<br />
Der Backautomat mischt automatisch alle Zutaten und er backt mein Brot v&#246;llig selbst&#228;ndig.<br />
Au&#223;erdem knetet er meinen Pl&#228;tzchenteig und achtet auch auf die vern&#252;nftige Mischung und Gehzeit meines Pizza- oder Hefekuchenteiges. </p>
<p>Nun mache ich die Gegenrechnung. Ich verwende eine Backmischung. Sie kostet 1,29 € und reicht f&#252;r zwei 500gr Brote. Jetzt muss ich noch die Abschreibung f&#252;r den Backautomaten einrechnen. Wenn ich davon ausgehe, dass er 5000 500gr-Brote „&#252;berlebt“, wobei dies mehr oder weniger willk&#252;rlich gesch&#228;tzt ist, dann muss ich als Abschreibung 0,05 € einsetzen. Den Strom f&#252;r den Backofen habe ich mit 0,21 € ausgerechnet. Ein Kilo Brot kostet mich damit 1,55 €. (Im Unterschied zu 5 € beim B&#228;cker!!!) </p>
<p>Nun folgt aber die Zeitbetrachtung. Ich ben&#246;tige f&#252;r die Zubereitung des Brotteiges (f&#252;r ein Kilo) (Backmischung in die Sch&#252;ssel kippen, Wasser dazu, mixen) 15 Minuten. Dann muss der Teig ca. 1,5 Stunden gehen. Dann muss ich den Teig noch einmal kneten, das dauert inklusive Tischplatte s&#228;ubern und H&#228;nde vom Hefeteig befreien ca. 10 Minuten. Nach einer Stunde Backzeit im Ofen ist das Werk fast vollendet. Dann mu&#223; noch abgesp&#252;lt und aufger&#228;umt werden.<br />
Ich stelle fest, dass ich selbst 35 Minuten f&#252;r das Brotbacken investieren musste, aber zwischendurch guckt man nach dem Teig, guckt in den Ofen, muss die Kastenform einfetten, muss die Kastenform sp&#252;len, d.h. man muss schon gut zwei Stunden pr&#228;sent sein. Aber in der Zeit kann man sich nat&#252;rlich auch anderweitig besch&#228;ftigen.<br />
So lautet die Zeitbilanz: 35 Minuten f&#252;r das make, 12 Minuten ben&#246;tige ich umgerechnet f&#252;r ein Kilo in der Alternative buy.</p>
<p>Damit stellt sich nat&#252;rlich die Frage, ob sich das Ganze lohnt. Wie bewerte ich meine Zeit? Ich investiere f&#252;r ein Kilo Brot in der Alternative make 23 Minuten an „Mehr“-Arbeit, dem gegen&#252;ber kann ich einen Kostenvorteil von 3,45 € erwirtschaften. Mein Arbeitseinsatz wird also mit einem Stundenlohn von 9 € belohnt. Das liegt &#252;ber einem diskutierten Mindestlohn von 7,50 € und ist daher durchaus interessant.</p>
<p>Ich habe mich f&#252;r die Variante make entschieden, weil ich einen Kostenvorteil erkenne, aber auch, weil ich dieses Brot besonders gerne esse und weil ich die T&#228;tigkeit des Brotbackens als einen kreativen Aspekt meines Lebens sehe.</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Veronika K. hat ihre Rechnung &#252;berlegt und konsequent aufgemacht. Sie hatte alle wesentlichen Kriterien ber&#252;cksichtigt.<br />
Sie geht davon aus, dass sie Expertin ist. Sie will ihr K&#246;nnen auch noch weiter trainieren. Das bedeutet auch, dass die gew&#252;nschte Qualit&#228;t sicher gestellt ist.<br />
Brotbacken hat keine strategische Bedeutung f&#252;r den Haushalt. Sie begibt sich nicht in eine logistische Abh&#228;ngigkeit. Wenn ihre zur Verf&#252;gung stehende Zeit knapp ist, kann sie ohne Probleme auch beim B&#228;cker einkaufen.<br />
Der Kostenvorteil ist eindeutig. Und rechnet man ihn auf ein Jahr hoch, dann ist er schon betr&#228;chtlich. Sie behauptet, dass sie in der Woche 2,25 kg Brot ben&#246;tigt, das sind im Jahr ca. 100 kg. Daraus ergibt sich im Jahr eine Kostenreduktion des Haushalts um 345 € bei einer zus&#228;tzlichen Arbeitsbelastung von 38 Stunden.<br />
Und weiterhin kommen „weiche“ Kriterien wie Freude an der Arbeit, Kreativit&#228;t, Lust am Geschmack hinzu.<br />
<em>Ohne Einschr&#228;nkungen empfehlenswert</em></p>
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		<title>make oder buy &#8211; der Praxisfall: Ich f&#252;hle mich im Garten am besten aufgehoben</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich f&#252;hle mich im Garten am besten aufgehoben Ein Eink&#228;ufer hat mir diese Situation berichtet. Da es sich aber nicht um ihn handelt, sondern um seine Frau, habe ich mit ihr ein kurzes Interview gef&#252;hrt. „Wie viel Gem&#252;se und Obst essen Sie?“ „Verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig viel. Das geh&#246;rt f&#252;r mich einfach zu einer gesunden und ausgewogenen Ern&#228;hrung.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-oder-buy-der-praxisfallich-fuehle-mich-im-garten-am-besten-aufgehoben">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich f&#252;hle mich im Garten am besten aufgehoben</strong></p>
<p>Ein Eink&#228;ufer hat mir diese Situation berichtet. Da es sich aber nicht um ihn handelt, sondern um seine Frau, habe ich mit ihr ein kurzes Interview gef&#252;hrt.<br />
„Wie viel Gem&#252;se und Obst essen Sie?“<br />
„Verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig viel. Das geh&#246;rt f&#252;r mich einfach zu einer gesunden und ausgewogenen Ern&#228;hrung. Wenn ich meine Gem&#252;se selbst gezogen habe, ist dies f&#252;r mich sogar eine ganz besondere Befriedigung.“<br />
„Was ist Ihr Lieblingsgem&#252;se?“<br />
„Es gibt kein Gem&#252;se, das ich nicht liebe, aber doch, ein Gem&#252;se kann ich hervorheben. Ich liebe Tomaten, insbesondere dann, wenn ich in den Garten gehen kann und sie vom Strauch abernte. Manchmal bleibe ich im Garten stehen und esse die Tomate sofort auf.“<br />
„Wie viel Zeit verbringen Sie im Garten?“<br />
„Wenn das Wetter sch&#246;n ist bin ich w&#246;chentlich drei oder viermal im Garten, jeweils vielleicht f&#252;r eine Stunde.“<br />
„Was motiviert Sie, Gem&#252;se zu pflanzen und zu ziehen?“<br />
„In erster Linie macht es mir Spa&#223;. Weiterhin befriedigt es mich, wenn ich mein eigenes biologisch reines Gem&#252;se essen kann. Und drittens spare ich nat&#252;rlich mit meinem Gem&#252;seanbau auch manches Geld, mache Freude, wenn ich mein Gem&#252;se an andere Menschen verschenke. Und es kommt noch etwas hinzu: Ich tanke meine Kreativit&#228;t im Garten auf. Nach einer Stunde im Garten, kann ich in meinem Beruf viel frischer und kreativer arbeiten.“</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Die G&#228;rtnerin hat eine strategische Entscheidung getroffen. Sie hat sich f&#252;r make entschieden, weil sie durch die T&#228;tigkeit eine St&#228;rkung ihrer Pers&#246;nlichkeit erwartet. Weiterhin hat sie einen hohen Genuss an den eigenen Fr&#252;chten und Gem&#252;se.<br />
<em>Mit so einer strategischen Begr&#252;ndung, muss man sich zwangsweise f&#252;r make entscheiden.</em></p>
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		<title>make or buy &#8211; der Praxisfall: Auto waschen – selbst Hand anlegen oder durch die Waschstra&#223;e fahren</title>
		<link>http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-der-praxisfall-auto-waschen-selbst-hand-anlegen-oder-durch-die-waschstrasse-fahren</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auto waschen – selbst Hand anlegen oder durch die Waschstra&#223;e fahren Zu dem Thema hat sich Franz S., Eink&#228;ufer f&#252;r Kabel und Leitungen ge&#228;u&#223;ert Ich wasche mein Auto nicht mehr selbst. Das habe ich mir komplett abgew&#246;hnt, seitdem es bei uns einen Mr. Wash gibt. Damit wird das Autowaschen sogar zum Erlebnis. W&#228;hrend der Woche<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-der-praxisfall-auto-waschen-selbst-hand-anlegen-oder-durch-die-waschstrasse-fahren">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auto waschen – selbst Hand anlegen oder durch die Waschstra&#223;e fahren</strong></p>
<p>Zu dem Thema hat sich Franz S., Eink&#228;ufer f&#252;r Kabel und Leitungen ge&#228;u&#223;ert</p>
<p>Ich wasche mein Auto nicht mehr selbst. Das habe ich mir komplett abgew&#246;hnt, seitdem es bei uns einen Mr. Wash gibt. Damit wird das Autowaschen sogar zum Erlebnis. W&#228;hrend der Woche gibt es sogar noch 20% Nachlass auf den Preis, jedenfalls gegenw&#228;rtig. Da freut sich das Eink&#228;uferherz.<br />
Damit bel&#228;uft sich der Preis f&#252;r eine Rundum-W&#228;sche, also innen und au&#223;en auf 16€.<br />
Ich m&#246;chte eine kurze Beschreibung abgeben, was man f&#252;r sein Geld erh&#228;lt.<br />
Zuerst wird das Fahrzeug mit einem speziellem &#8220;Einweicher&#8221; von einer Person an der Front und der Scheibe bespr&#252;ht. Danach f&#228;hrt man durch einen Bogen, der das gesamte Fahrzeug mit ganz feinem Wasser bespr&#252;ht, um alles einzuweichen. Daraufhin wird der grobe Schmutz mit einem Dampfstrahler von einer weiteren Person abgespr&#252;ht um groben Schmutz zu entfernen. Anschlie&#223;end kommen zwei Personen mit einer  Art gro&#223;en Besen, der statt B&#252;rsten einfach Lappenstreifen dran hat und reinigen damit die Problembereiche die Front sowie das Heck. Erst danach kommt man in die eigentliche Waschstra&#223;e die mit Textillappen reinigt.<br />
Die Reinigungswirkung ist aus meiner Sicht hervorragen, schnell und preiswert.<br />
Die Reinigung selbst dauert ungef&#228;hr eine halbe Stunde. Ich nehme immer eine Zeitung mit und vertreibe mir so die Zeit. Die An- und Abfahrt dauert in Summe eine Stunde. Ich bin also in Summe eineinhalb Stunden unterwegs. Wenn ich nun meine Zeit berechnen w&#252;rde (Ich setzte einen Stundenlohn von 9 € an), dann kostet das Waschen (Waschpreis und meine eigene Zeit) 29,50 €.<br />
Umgekehrt k&#246;nnte ich f&#252;r diesen Betrag gut drei Stunden investieren, um mein Auto selbst zu waschen. Ich habe mich trotzdem f&#252;r die Waschstra&#223;e entschieden.</p>
<p><strong>Expertenurteil</strong><br />
Streng genommen hat Franz S. die falsche Entscheidung getroffen. Ausgehend von Kosten&#252;berlegungen kommt die make-Variante wohl g&#252;nstiger. Franz S. hat seine Entscheidung auch nicht strategisch begr&#252;ndet. Die Begr&#252;ndung f&#252;r diese Entscheidung d&#252;rfte wohl in erster Linie eine Frage nach Bequemlichkeit zu sein.<br />
<em>Die Entscheidung ist nicht professionell aufbereitet worden.</em></p>
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		<title>make or buy: Die Umsetzung in den Privathaushalt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige &#220;berlegungen zur Umsetzung einer make-or-buy-Entscheidung in den Privathaushalt In vielen Unternehmen ist der make-or-buy-Prozess kein Einkaufsthema. Der Unternehmer (wer immer diese Funktion einnimmt) will sich diese Kompetenz nicht nehmen lassen. Dennoch ist es f&#252;r einen ehrgeizigen Eink&#228;ufer wichtig, diesen Prozess zu bestimmen oder zumindest zu beeinflussen. Denn im make-or-buy-Prozess werden Produkt- und Produktionskosten nachhaltig<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-die-umsetzung-in-den-privathaushalt">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einige &#220;berlegungen zur Umsetzung einer make-or-buy-Entscheidung in den Privathaushalt</strong></p>
<p>In vielen Unternehmen ist der make-or-buy-Prozess kein Einkaufsthema. Der Unternehmer (wer immer diese Funktion einnimmt) will sich diese Kompetenz nicht nehmen lassen. Dennoch ist es f&#252;r einen ehrgeizigen Eink&#228;ufer wichtig, diesen Prozess zu bestimmen oder zumindest zu beeinflussen. Denn im make-or-buy-Prozess werden Produkt- und Produktionskosten nachhaltig und langfristig beeinflusst.<br />
Dieses Problem haben wir im Privathaushalt nat&#252;rlich nicht. Hier sind wir Unternehmer und Eink&#228;ufer gleicherma&#223;en. Aber wir m&#252;ssen hinterfragen, ob im Haushalt der make-or-buy-Prozess &#252;berhaupt eine Rolle spielt? Schlie&#223;lich produzieren wir in unserem Privathaushalt ja nichts.<br />
Ich nehme an, dass viele Menschen mit einer make-or-buy-&#220;berlegung im Privathaushalt nichts anfangen k&#246;nnen. Und dennoch stelle ich hier die Behauptung auf, dass im Privathaushalt dieses Thema eines der wichtigsten &#252;berhaupt ist. Mit diesem Hebel k&#246;nnen wir auch die Kosten des Privathaushaltes nachhaltig beeinflussen.<br />
Formulieren wir den Hebel als Frage, dann hei&#223;t eben diese Frage:<br />
Was mache ich selbst, was kaufe ich ein?<br />
Und wie in einem Unternehmen hat die Beantwortung dieser Frage einen langfristigen strategischen Charakter und einen kurzfristigen operativen.</p>
<p>Ehe wir dieser Frage nachgehen, sollten wir uns bem&#252;hen auch f&#252;r den Privathaushalt einen Kriterienkatalog zu erstellen, denn nur dann k&#246;nnen wir unsere Entscheidung messbar machen.<br />
Die Kriterien sind:<br />
•	Strategische Ausrichtung<br />
•	Qualit&#228;t<br />
•	Kosten, Termine und Kapazit&#228;t.<br />
In diesem Sinne befindet sich ein Privathaushalt in keiner anderen Lage als ein Unternehmen.</p>
<p>In der langfristigen Sicht m&#252;ssen wir uns die Frage nach der Strategie stellen:<br />
Was kann ich besser als andere? Das will ich auch auf jeden Fall weiter selbst machen.<br />
In welchen Funktionen will ich mich weiterentwickeln? Diese T&#228;tigkeiten &#252;bernehme ich, weil ich lernen und Erfahrung sammeln will.<br />
Habe ich an der T&#228;tigkeit ganz besonderen Spa&#223;? Diese T&#228;tigkeiten werde ich niemals vergeben.<br />
Was ist mir besonders wichtig? Diese T&#228;tigkeit m&#246;chte ich von A bis Z pers&#246;nlich machen.</p>
<p>Wir finden zu diesen strategischen Aussagen sehr schnell Beispiele:<br />
Ich bin gelernter Elektriker. In dieser T&#228;tigkeit bin ich richtig fit. Also installiere ich meine Beleuchtung selbst. Niemand kann dies besser und schneller als ich.<br />
Ich mache gerade eine Lehre als Schreiner. Aber ich muss noch viel lernen. Was liegt n&#228;her als dass ich meine M&#246;bel f&#252;r zuhause auch selbst herstelle, um aus diesem Prozess zu lernen.<br />
Ich liebe Blumen. Die Gartenarbeit ist f&#252;r mich der beste Ausgleich. Also, bin ich im Garten, wann immer es m&#246;glich ist. Ich ben&#246;tige keinen G&#228;rtner.<br />
Meine Steuererkl&#228;rung ist mir besonders wichtig. Die optimale Steuerstrategie beginnt mit der richtigen Lebensplanung. Aus diesem Grund will ich die steuerliche Gestaltung meines Lebens selbst bestimmen. </p>
<p>Das zweite Kriterium, das wir genannt haben ist die Qualit&#228;t. Nat&#252;rlich muss die Qualit&#228;t stimmen. Es macht keinen Sinn eine T&#228;tigkeit zu &#252;bernehmen, wenn sie mir Spa&#223; macht, wenn sie mir wichtig ist, wenn ich aber nicht die notwendige Qualit&#228;t bieten kann. Diesen Aspekt wollen wir an dieser Stelle aber nicht ausf&#252;hren, weil wir anderweitig noch viel &#252;ber Qualit&#228;t reden.</p>
<p>In der eher kurzfristigen Betrachtung geht es nat&#252;rlich auch um die Kohle. Es gibt T&#228;tigkeiten, die muss ich selbst&#252;bernehmen, weil ich nicht das Geld habe, sie zu vergeben. Es gibt T&#228;tigkeiten, die kann ich schneller (das ist im Privathaushalt meistens gleichzusetzen mit kosteng&#252;nstiger) als jemand anders. Es gibt T&#228;tigkeiten, die ich gar nicht so richtig erkl&#228;ren, definieren kann. Daher mache ich sie lieber selber.<br />
Aus dieser Sicht ist die Problemstellung lediglich ein Ausbalanzieren von Geld und Zeit. Konkret gefragt:<br />
Kann ich ausreichend Zeit in die Eigenfertigung investieren (vorausgesetzt die Qualifikation stimmt)?<br />
Habe ich so viel Geld, dass ich mir den Fremdbezug leisten kann?<br />
In der Abw&#228;gung dieser Parameter l&#228;sst sich die make-or-buy-Entscheidung im Allgemeinen zuverl&#228;ssig treffen.</p>
<p>F&#252;r die konkrete Anwendung kann man sich folgendes Vorgehen vorstellen.<br />
Nat&#252;rlich muss man grunds&#228;tzlich davon ausgehen, dass die zur Verf&#252;gung stehende Zeit oder die Zeit, die man einsetzen will begrenzt ist. Wenn ich in meinem eigenen Einsatz (make) haupts&#228;chlich eine Kostenentlastung sehe, muss ich nach Arbeiten suchen, die m&#246;glichst hohe Kosten verursachen. Man nennt dies auch Opportunit&#228;tskosten. Das sind die Kosten, die ich mir sparen kann, wenn ich die bestimmte T&#228;tigkeit selbst mache. Jeder steht dann irgendwann einmal vor der Frage, was die eigene Zeit eigentlich wert ist. Dabei ist nicht einmal entscheidend, ob man ein Arbeitsloser ist oder ein hochqualifizierter Ingenieur. Es geht um die Frage, was die mir zur Verf&#252;gung stehende Zeit wert ist. Wenn ein Arbeitsloser in seiner „freien Zeit“ Zeitungen austr&#228;gt kann diese Zeit wertvoller sein, als die Zeit des Ingenieurs, der seine freie Zeit nichts „verkaufen“ will oder kann.<br />
Daraus wird bereits ersichtlich, dass die Frage von make-or-buy fast zu einem philosophischen Exkurs verf&#252;hren kann.</p>
<p>Und damit kommen wir zum praktischen Teil. Was machen erfahrene Eink&#228;ufer mit ihrer freien Zeit, wie gehen sie mit ihrer ganz pers&#246;nlichen make-or-buy-Entscheidung um?</p>
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		<title>make or buy &#8211; Theorie &#8211; Wichtiger Hebel f&#252;r die Unternehmensstrategie</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[besser einkaufen]]></category>
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		<category><![CDATA[make or buy]]></category>
		<category><![CDATA[professionelles Einkaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinweis: Dies ist ein Entwurf und muss erst noch &#252;berarbeitet werden!!! make or buy: Wichtiger Hebel f&#252;r die Unternehmensstrategie Es geht zwar um die Frage, wie man diesen Hebel im Privathaushalt anwenden kann; aber zuerst kommt der Blick zu den Profis Mit make-or-buy bezeichnet man immer eine Entscheidung, ob bestimmte Leistungen selbst erbracht oder von<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/make-or-buy-theorie-wichtiger-hebel-fuer-die-unternehmensstrategie">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinweis: Dies ist ein Entwurf und muss erst noch &#252;berarbeitet werden!!!</p>
<p><strong>make or buy: Wichtiger Hebel f&#252;r die Unternehmensstrategie</strong></p>
<p>Es geht zwar um die Frage, wie man diesen Hebel im Privathaushalt anwenden kann; aber zuerst kommt der Blick zu den Profis</p>
<p>Mit make-or-buy bezeichnet man immer eine Entscheidung, ob bestimmte Leistungen selbst erbracht oder von Dritten in Anspruch genommen werden sollen. Dabei kann man noch unterscheiden (weil die Prozesse durchaus unterschiedlich sind) zwischen make-or-buy (Fertigung) bzw. do-or-buy (Dienstleistungen). Spricht man von make-or-buy, so versteht man in den meisten F&#228;llen darunter eine strategische Unternehmensentscheidung (wobei es nat&#252;rlich auch kurzfristige eher operative make-or-buy-Entscheidungen gibt).<br />
Die strategischen Unternehmensentscheidungen sind, wie aus der Wortwahl bereits ableitbar ist, eine &#228;u&#223;erst wichtige Entscheidung und sollte daher nicht leichtfertig gef&#228;llt werden, denn die Einstellung einer Eigenfertigung und der anschlie&#223;ende &#220;bergang zum Fremdbezug einer Leistung hat langfristige bis dauerhafte Auswirkungen und l&#228;sst sich bei nachtr&#228;glichem Feststellen der Fehlerhaftigkeit nicht von heute auf morgen wieder r&#252;ckg&#228;ngig machen. (Das gilt grunds&#228;tzlich auch f&#252;r die umgekehrte Entscheidung vom Fremdbezug zur Eigenfertigung). So ist es durchaus verst&#228;ndlich, wenn immer wieder die Forderung erhoben wird, make-or-buy-Entscheidungen sorgf&#228;ltig mit den Zielsetzungen des Unternehmens abzustimmen.<br />
Die strategische Entscheidung f&#252;r make-or-buy muss in Abh&#228;ngigkeit von den Rahmenbedingungen des Unternehmens erfolgen. Bei einer Ver&#228;nderung dieser Rahmenbedingungen kann sich nat&#252;rlich auch die make-or-buy-Entscheidung ver&#228;ndern. Die resultierende Aktivit&#228;t bezeichnet man entweder als Outsourcing (Verlagerung zum Fremdbezug) oder als Insourcing (R&#252;ckverlagerung der Leistungserbringung ins eigene Unternehmen).<br />
Bei Fremdbezug (Outsourcing) ist die Beziehung zum Lieferanten entscheidend. Es erfordert eine entsprechend gr&#252;ndliche Auswahl und st&#228;ndige Kontrolle. Als Kriterien bieten sich zwingend Qualit&#228;t, Termintreue und Kosten an.<br />
Insbesondere im Servicebereich werden zunehmend h&#228;ufig Dienstleistungen eingekauft, die nicht in das Kernt&#228;tigkeitsfeld des Unternehmens fallen. Hierzu z&#228;hlen meist Reinigungs-, Transport-, IT, Wartungs- und Cateringdienstleistungen. Das Unternehmen hofft, sich durch ein Outsourcing verst&#228;rkt auf die T&#228;tigkeiten konzentrieren zu k&#246;nnen, die direkt zu seinem Erfolg beitragen.</p>
<p>Langfristige make-or-buy-Entscheidungen<br />
Auf lange Sicht setzt sich ein Unternehmer mit der Frage auseinander, ob es f&#252;r ihn vorteilhafter ist, Produkte oder Dienstleistungen von au&#223;erhalb zu beziehen, oder ob er (z.B. in Maschinen und/ oder Personal) investieren sollte, um selbst zu produzieren. Es handelt sich also um eine Investitionsentscheidung. Ist Qualit&#228;t und Termintreue sicher gestellt tritt der Kostenaspekt in den Vordergrund. Die Praktiker sprechen dabei vom &#8220;kritischen Preis&#8221; und von der &#8220;kritische Menge&#8221;.<br />
Ohne auf die jeweiligen Berechnungen einzugehen, kann man als Entscheidungshilfe festlegen: Liegt der &#8220;Kritische Preis&#8221; (entspr&#228;che dem Eigenfertigungspreis) &#252;ber dem Fremdbezugspreis, so sollte das Unternehmen das Produkt von extern beziehen.<br />
Ziel der Ermittlung der kritischen Menge ist es herauszufinden, ab welcher St&#252;ckmengenproduktion die Eigenfertigung empfehlenswert ist. Hierzu werden die St&#252;ckkosten bei Fremdbezug, den bei Eigenfertigung anfallenden St&#252;ckkosten gegen&#252;ber gestellt. Eine N&#228;herungsrechnung ist gar nicht so einfach, da bei zunehmender Menge die St&#252;ckkosten der Eigenfertigung sinken aber nat&#252;rlich auch die Preise bei einem Fremdlieferanten reduziert werden k&#246;nnen.</p>
<p>Kurzfristige make-or-buy Entscheidungen<br />
Im kurzfristigen Bereich wird die make-or-buy-Entscheidung in erster Linie an der Kapazit&#228;tssituation ausgerichtet. Dabei bieten sich zwei Situationen an, die Unterbesch&#228;ftigung und die Engpasssituation.<br />
Bei Unterbesch&#228;ftigung ist zu &#252;berpr&#252;fen, ob die eigenen St&#252;ckkosten (Material- und Fertigungskosten) unterhalb der Einstandkosten bei Fremdbezug zuz&#252;glich der im eigenen Unternehmen weiterhin anfallenden Kosten (z.B. f&#252;r die Einkaufsverwaltung, Termin&#252;berwachung, Eingangs- &#038; Qualit&#228;tskontrolle, &#220;berweisungs- und Buchungskosten) liegen. Ist dies der Fall, dann empfiehlt sich die Eigenerstellung.<br />
Bei einer Engpasssituation ist die Situation schwieriger. Eine Engpasssituation kann aus unterschiedlichen Gr&#252;nden existieren. Ein Fall kann sein, wenn alle in einem Unternehmen hergestellten Waren/ Produkte eine (einzige) bestimmte Maschine durchlaufen m&#252;ssen, deren Kapazit&#228;t irgendwann eben ersch&#246;pft ist. Die Investition in eine zweite Maschine w&#252;rde nach unserer Definition zu der langfristigen make-or-buy-Entscheidung geh&#246;ren. Die kurzfristige Entscheidung richtet sich danach, ob ein Fremdbezug zu gleichen Kosten oder zu Kosten, die aus dem Kundengesch&#228;ft noch eine Mindestspanne erwirtschaften l&#228;sst, darstellbar ist. Dies ist keine einfache Entscheidung, da damit zum Beispiel, wenn Auftr&#228;ge abgelehnt werden m&#252;ssen, auch Imagefragen angesprochen werden.</p>
<p>Make-or-buy-Strategien aus Sicht der Transaktionskostentheorie<br />
In der Praxis ist die Entscheidung durchaus komplizierter als gerade geschildert. Das liegt an den Transaktionskosten. Die Transaktionskosten sind mehr oder weniger die Kosten des Leistungsaustausches per se.<br />
Diese Kosten m&#252;ssen bei der make-or-buy Entschlussfassung mit einbezogen werden. Entscheidend ist ein Vergleich zwischen der Summe von Beschaffungs- und Transaktionskosten einerseits und Produktionskosten und Internen Koordinationskosten (entsprechen ebenfalls Transaktionskosten) andererseits. Der Seite mit der niedrigeren Summe ist f&#252;r gew&#246;hnlich der Vorzug zu geben.<br />
Bei den internen Koordinationskosten handelt es sich um Transaktionskosten der unternehmensinternen Leistungserstellung. Hierzu z&#228;hlen insbesondere Verwaltungs- und Koordinationskosten, die bei einer eigenen Produktion zwangsl&#228;ufig anfallen. Hinzu kommen noch Kontrollkosten. Diese umfassen zum Beispiel die Kosten f&#252;r das Management der Fertigung oder Kosten f&#252;r die Leistungsmessung. Weitere Kosten entstehen bei der Kommunikations&#252;berwachung und Informationsverarbeitung. Viele dieser Kosten sind jedoch nicht einfach einzelnen Arbeitsschritten zuzuordnen. Die Leitungskosten reduzieren sich zum Beispiel nicht, wenn Teile der Fertigung outgesourced werden.<br />
Beim externen Zukauf bestehen die Transaktionskosten haupts&#228;chlich aus Vertragskosten. Diese fallen sowohl vor, als auch nach Vertragsabschlu&#223; an. So entstehen etwa Informationskosten und Anbahnungskosten bei der Suche nach den passenden Vertragspartnern. In der Vertragsschlussphase entstehen w&#228;hrend der Vertragsverhandlungen Vereinbarungskosten. Nach Vertragsschluss entstehen dem Unternehmen Kontrollkosten durch die Notwendigkeit der &#220;berwachung der Vertragsbeziehung und gegebenenfalls Anpassungskosten, wenn es z.B. um das Durchsetzen von &#196;nderungen oder bei Komplikationen um das Einschalten von Schlichtern geht.</p>
<p>Neben der Kostensituation ergibt sich eine ganze Reihe von weiteren Einflussfaktoren. Wichtig und erw&#228;hnenswert sich zwei, die Spezifit&#228;t der Leistung und die Komplexit&#228;t der Transaktion.<br />
Das Kriterium der Spezifit&#228;t besagt, dass die Eigenproduktion einer Leistung zunehmend empfehlenswerter ist, je spezifischer die Leistung ist.<br />
Die Komplexit&#228;t einer Leistung bedingt, dass nicht alle m&#246;glichen k&#252;nftigen Begebenheiten und Probleme vorhergesehen werden k&#246;nnen. Im Laufe der Zeit k&#246;nnen sich die Umweltbedingungen, z.B. Gesetze oder Produktanforderungen, ver&#228;ndern. Darauf kann man in vielen F&#228;llen nur bei Eigenfertigung schnell reagieren. Daher ist eine Eigenerstellung vorteilhafter, je komplexer die Transaktion ist.<br />
Zeichnet sich die Leistung, durch nur geringe Komplexit&#228;t und Spezifit&#228;t aus, so spricht dies daf&#252;r, die Leistung eher fremd zu beziehen, da die Transaktionskosten gering ausfallen d&#252;rften. Das Gegenteil ist der Fall, der durch hohe Transaktionskomplexit&#228;t und Leistungsspezifit&#228;t gekennzeichnet ist. Hier empfiehlt es sich, die Leistung entweder selbst zu fertigen oder aber eine langfristige und enge Kooperation mit einem Zulieferer einzugehen, um die in diesem Bereich typischen hohen Transaktionskosten zu vermeiden. </p>
<p>Weitere Kriterien<br />
Die make-or-buy-Entscheidung ist nicht umsonst eine strategische Entscheidung, denn die anzusetzenden Entscheidungskriterien sind vielf&#228;ltiger. Favorisiert ein Unternehmen die Eigenfertigung, so ist zun&#228;chst zu hinterfragen, ob es &#252;berhaupt &#252;ber die notwendige Erfahrung und das Wissen verf&#252;gt, welche zur Produktion notwendig ist. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn dieses Produkt mit dem bisherigen T&#228;tigkeits- und Produktionsumfeld des Unternehmens nichts zu tun hat. Ist das Personal in der Lage, die neuen T&#228;tigkeiten auszuf&#252;hren und zwar in allen Bereichen von der Entwicklung, Konstruktion bis zur Fertigung und zur Qualit&#228;tskontrolle? Auch ist dar&#252;ber nachzudenken ob neue, bisher unbekannte Fertigungsprozesse einzuf&#252;hren sind.<br />
Bei Fremdbezugs&#252;berlegungen stellt sich insbesondere das Problem den oder die richtigen Lieferanten zu finden. Wichtig ist insbesondere die Verl&#228;sslichkeit des Lieferanten. Au&#223;erdem muss man sich auch dar&#252;ber Gedanken machen, was man mit der im eigenen Unternehmen bisher vorgehaltenen Kapazit&#228;t geschehen soll. Die Verl&#228;sslichkeit des Lieferanten muss in vielf&#228;ltiger Hinsicht &#252;berpr&#252;ft werden. Es liegt im Interesse des Unternehmers, dass seine Lieferanten Auftr&#228;ge mengen-, termin- und qualit&#228;tsgerecht ausf&#252;hren. Das Management sollte sich zudem fragen, ob das Unternehmen durch den Fremdbezug nicht in Abh&#228;ngigkeit von der Produkt- bzw. Modellpolitik des Zulieferers ger&#228;t. Dar&#252;ber kann ein Outsourcing auch mit einem Verlust der F&#228;higkeit zur Entwicklung eigener neuer Technologien sein, welche f&#252;r einen anhaltenden Gesch&#228;ftserfolg entscheidend sein k&#246;nnen. Dies bedeutet, dass im Laufe der Zeit Know-how verloren gehen kann. Zudem besteht die Gefahr, dass Betriebsgeheimnisse in Kenntnis des Lieferanten gelangen k&#246;nnen und dass das outsourcende Unternehmen mit Aufgabe bestimmter Gesch&#228;ftsbereiche ein St&#252;ck seiner Identit&#228;t verliert. </p>
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