Shaolin: Zweitens – Sei bescheiden, entsage der Gier
12. September 2009 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: China blogZweitens
Sei bescheiden, entsage der Gier
Kommentar von Laotse:
Geld oder Glücklichsein: Was ist wertvoller?
Hängt dein Glücklichsein vom Geld ab,
wirst du nie innere Beglückung erfahren.
Gib dich zufrieden mit dem, was du hast;
Wenn du einsiehst, dass nichts dir fehlt,
gehört dir die ganze Welt.
Die zweite Zeile im Kodex lautet:
Ich bin bescheiden und strebe nicht nach Reichtum
Erkenntnis
Ich bin immer noch bestimmt von Gier. Ich bekämpfe sie zwar, aber ich bin noch nicht so erfolgreich. Ich nehme für mich zur Kenntnis, dass ich mich aufmachen sollte, zur Quelle des Lebens zu gehen – mit heiterer Gelassenheit. An dieser Quelle – so stelle ich mir das vor – finde ich die Wahrheit des Lebens. Dann könnte auch ich duldsam werden, unvoreingenommen, belustigt, gutherzig, würdevoll. Das wäre in der Tat schön.
Ich glaube, ich werde diese Quelle erreichen, wenn ich mich darauf konzentriere. Nächster Vorsatz: Nicht der Mammon soll mich motivieren, sondern die Wahrheit der Quelle. Und dann beneide ich nicht mehr die Geldprotze der Welt, die Fulds, die Madoffs, die Schrenkers, die Stanfords, die Goodwins. Ihre Namen werden bald sein wie Schall und Rauch.
Die Texte stammen aus meinem Buch oder aus den Materialien zu meinem Buch „Die Weisheit des Shaolin“, erschienen im Campus Verlag:

