Shaolin: Neuntens – Sei offen für Neues, nimm Veränderungen wertfrei an
21. Oktober 2009 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: China blogNeuntens
Sei offen für Neues, nimm Veränderungen wertfrei an
Kommentar von Laotse:
Ein guter Künstler lässt sich von seiner Intuition leiten,
wohin immer sie will.
Ein guter Wissenschaftler hat sich von Theorien befreit
Und hält seinen Geist offen für das, was ist.
Demgemäß sind die Meister für alle Menschen da
Und weisen niemanden zurück.
Sie nutzen alle Situationen
Und verschwenden nichts.
Das nennt man Verkörpern des Lichts.
Die neunte Zeile im Kodex lautet:
Ich bin offen gegenüber Neuem und aufgeschlossen für Veränderungen.
Erkenntnis:
Ich habe noch nie gekniffen. Veränderungen habe ich mich immer gestellt. Und immer bewusst versucht, auch selbst zu beeinflussen. Das ist natürlich nicht immer gelungen. Aber durch diese Erfahrungen lernt man sehr schnell und entwickelt ein Gefühl, was es mit einer Veränderung auf sich hat. Ich selbst habe es immer so gehalten, Veränderungen zu akzeptieren, sie aber nur in kleineren Portionen an meine Mitarbeiter weiterzugeben. Nicht jeder Mitarbeiter kann mit Veränderungen gleich professionell umgehen. Manchmal ist weniger Veränderung qualitativ mehr. Ich glaube, dass ich mich diesbezüglich richtig verhalten habe. Nächster Vorsatz: Nicht alle Veränderungen haben mir gut getan, nicht alle Veränderungen haben mich begeistert. Aber ich nehme mir vor, mich nicht mehr gegen Veränderungen zu stellen, die ich ohnehin nicht beeinflussen kann.
Die Texte stammen aus meinem Buch oder aus den Materialien zu meinem Buch „Die Weisheit des Shaolin“, erschienen im Campus Verlag:

