Segnitz, das Gärtner- und Winzerdorf
21. April 2009 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: Franken blog
Zwischen Main und Wein liegt an der südlichsten Spitze des Weindreiecks das Gärtner- und Winzerdorf Segnitz. Die acht Gemeinderäte und der Bürgermeister bezeichnen ihren Ort als den flächenmäßig kleinsten, aber dennoch feinsten im Landkreis.
Segnitz hat eine lange Geschichte. 1142 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Doch aufgrund von Funden geht man davon aus, dass das Gebiet schon vor mehr als 3000 Jahren besiedelt war. Westlich des Ortes, auf dem Kleinen Anger, fand man 1972 ein ausgedehntes vorgeschichtliches Gräberfeld. Das heutige Segnitz dürfte an einer Furt über den Main entstanden sein und gehörte zunächst zu dem Ort Frickenhausen. Der Name Segnitz leitet sich ab von dem althochdeutschem Wort segasna oder segense, was soviel wie Sense bedeutet.
Auch Segnitz erging es wie vielen anderen Orten der Region. Sie wurden mehrmals zwischen Adelsgeschlechtern und Klöstern verkauft und vererbt. 1448 wurde Segnitz kirchlich selbständig und bekam einen eigenen Pfarrer. Im Jahr 1601 führte der damalige Besitzer eines Dorfteils, der Markgraf von Ansbach-Brandenburg die Lutherische Lehre ein. In Segnitz gab es daraufhin zwei Herren mit unterschiedlichen Konfessionen. Diese Doppelherrschaft endete erst Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich die alten Herrschaftsverhältnisse auflösten. 1814 kam der Ort schließlich zum Königreich Bayern.
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