Plastikdurchgänge
19. Juli 2010 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: Kunst+Kultur![P1000294[3]](http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2010/07/P10002943-300x225.jpg)
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Fröhliche Farbenpracht zeichnet dieses Kunstwerk aus und ein hohes Maß an Beweglichkeit. Es erinnert an ein Windspiel, denn der Wind spielt fast liebevoll mit den Plastikdurchgängen. Das Werk enthält zwei unterschiedliche Formen von Plastikdurchgängen. Wobei die Bezeichnung Durchgänge wohl Fehlassoziationen erlaubt. Es sind zunächst Behältnisse und erst in der Folge Durchgänge. Das Kunstwerk erhielt die wenig dramatische Bezeichnung „Durchgänge“ aufgrund der schlichten Tatsache, dass das Wasser durch die einzelnen Plastikbehältnisse ohne großen Widerstand zu finden hindurch dringen kann.
Die Behältnisse der einen Form sind regelmäßig angeordnet, haften an einer Stange, die die Ordnung vorgibt. Die Behältnisse der anderen Form schwingen im Raum und nehmen ein unterschiedliches Höhenniveau ein. Das führt zu einer genau kalkulierten Unordnung, die sozusagen den Gegensätzen der bloßen Existenz Ausdruck verleiht. Man ist versucht, eine neue Ordnung darzustellen. Doch dies ist vergeblich und widerspricht der Intention des Kunstwerks.
Dies unterstreicht auf einer anderen eher intellektuellen Ebene die farbliche Vielfalt der Installation. Die Farbanordnung der einzelnen Behältnisse scheint zunächst willkürlich, unterstützt das anscheinende Chaos der schwebenden Elemente. Aber aus einigem Abstand betrachtet, findet man gerade in der farblichen Ausprägung eine betörende Einheit, die beruhigend stimuliert. Man erinnert sich daran, dass man auch im Leben Durchgänge, Engpässe passieren muss. Häufig sind diese jedoch nicht so farbig ausgestaltet wie in dem harmonisch anmutendem Werk „Plastikdurchgänge“. Man kann sich jedenfalls an der Installation optimistisch freuen und wird angeregt auch die persönlichen Lebensdurchgänge lebendig und ansprechend farblich zu gestalten.

