Marktbreit, eine der schönsten Städte am fränkischen Mainufer

4. April 2009 | Von | Kategorie: Franken blog

Marktbreit ist eine der schönsten Städte am fränkischen Mainufer. Sie liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Kitzingen. Sie wird begrenzt vom Maintal und dem südöstlich anschließenden Vorland des Steigerwaldes und geprägt von den Tälern des Breitbaches und seiner Nebenarme.
Das Gebiet um Marktbreit gehört zu den wärmsten und trockensten Regionen Bayerns. Dieses günstige Klima schafft die Voraussetzung für den erfolgreichen Garten-, Obst- und Weinbau. Und darauf sind die Marktbreiter zu Recht stolz.

Das Maintor (1600) bildet die Grenze zur modernen Stadt. Wenn man durch dieses Tor geschritten ist befindet man sich augenblicklich in einer anderen Welt. Fachwerkhäuser und Bürgerhäuser mit Volutengiebeln prägen die Gassen. Dann steht man fast unvermittelt auf dem Marktplatz und bewundert das Rathaus, das 1579 im Renaissancestil erbaut wurde. Aber auch in anderen Straßen und Gassen findet man noch viele alte Fachwerkhäuser. Schließlich entrückt einen die Stadtmauer mit Türmen und vielen romantischen Winkeln in mittelalterliche Zeiten.

Schon in vorgeschichtlichen Zeiten war das Gebiet von Marktbreit besiedelt. So konnte man Funde aus der Hallstattzeit sichern. Weiterhin lässt sich eine Keltenschanze nachweisen und ebenfalls auf dem heutigen Kapellenberg ein Legionslager der Römer aus der Zeit des Kaisers Augustus.
Urkundlich erwähnt wurde der Ort das erste Mal 1266 in einer Urkunde der Grafen zu Castell, allerdings noch unter dem Namen Niedernbreit. Weiterhin ist bekannt, dass 1409 Konrad v. Seinsheim-Wässerndorf den Hauptteil des Ortes käuflich erwarb. Von da an wurde der Ort zwischen verschiedenen Rittergeschlechtern weitervererbt. Erwähnenswert ist, dass einer dieser Ritterherren, Georg Ludwig v. Seinsheim d. Ä. 1543 die ersten Prediger der “neuen Lehre” holte. Somit wurde Marktbreit evangelisch.
1557 wurde der Ort zum Marktflecken erhoben. Von nun an durften der Wochenmarkt und vier Jahrmärkten im Jahr abgehalten werden. Zudem bekam der Markt ein Ortswappen. Damit brachen neue Zeiten an und der Ort nannte sich um in Marktbreit. Mit der Markterhebung gab es den ersten wirtschaftlichen Aufschwung. Der wurde aber zunächst unterbrochen, weil es Erbstreitigkeiten um den Ort gab und der 30jährige Krieg ohnehin den Niedergang bestimmte. 1643 kam der Ort unter Schwarzenberger Herrschaft. Unter ihr entwickelte sich der Ort zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Handelsplätze am Main.
Im Jahre 1806 wird der Ort dem Bayerischen Königreich einverleibt. Unter bayerischer Regierung erhielt Marktbreit 1819 die Stadtrechte. Darauf folgte neuerlich eine Periode des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Nach dem Bau der ersten Eisenbahnlinien im süddeutschen und nordbayerischen Raum, sowie der Eröffnung der Eisenbahnlinie Würzburg-Ansbach im Jahre 1864, veränderten sich die Handelsströme und der wirtschaftliche Niedergang begann. Wichtige Kaufleute verließen den Ort, zurück blieb eine kleinstädtische Gesellschaft. Von diesem Niedergang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich Marktbreit bis heute nicht erholt.
Aber vielleicht war das auch ganz gut so, denn so ist Marktbreit ein attraktives Städtchen mit mittelalterlichem Flair geblieben.

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