make or buy – der Praxisfall: Auto waschen – selbst Hand anlegen oder durch die Waschstraße fahren

10. Juli 2009 | Von | Kategorie: Profi-Einkäufer blog

Auto waschen – selbst Hand anlegen oder durch die Waschstraße fahren

Zu dem Thema hat sich Franz S., Einkäufer für Kabel und Leitungen geäußert

Ich wasche mein Auto nicht mehr selbst. Das habe ich mir komplett abgewöhnt, seitdem es bei uns einen Mr. Wash gibt. Damit wird das Autowaschen sogar zum Erlebnis. Während der Woche gibt es sogar noch 20% Nachlass auf den Preis, jedenfalls gegenwärtig. Da freut sich das Einkäuferherz.
Damit beläuft sich der Preis für eine Rundum-Wäsche, also innen und außen auf 16€.
Ich möchte eine kurze Beschreibung abgeben, was man für sein Geld erhält.
Zuerst wird das Fahrzeug mit einem speziellem “Einweicher” von einer Person an der Front und der Scheibe besprüht. Danach fährt man durch einen Bogen, der das gesamte Fahrzeug mit ganz feinem Wasser besprüht, um alles einzuweichen. Daraufhin wird der grobe Schmutz mit einem Dampfstrahler von einer weiteren Person abgesprüht um groben Schmutz zu entfernen. Anschließend kommen zwei Personen mit einer Art großen Besen, der statt Bürsten einfach Lappenstreifen dran hat und reinigen damit die Problembereiche die Front sowie das Heck. Erst danach kommt man in die eigentliche Waschstraße die mit Textillappen reinigt.
Die Reinigungswirkung ist aus meiner Sicht hervorragen, schnell und preiswert.
Die Reinigung selbst dauert ungefähr eine halbe Stunde. Ich nehme immer eine Zeitung mit und vertreibe mir so die Zeit. Die An- und Abfahrt dauert in Summe eine Stunde. Ich bin also in Summe eineinhalb Stunden unterwegs. Wenn ich nun meine Zeit berechnen würde (Ich setzte einen Stundenlohn von 9 € an), dann kostet das Waschen (Waschpreis und meine eigene Zeit) 29,50 €.
Umgekehrt könnte ich für diesen Betrag gut drei Stunden investieren, um mein Auto selbst zu waschen. Ich habe mich trotzdem für die Waschstraße entschieden.

Expertenurteil
Streng genommen hat Franz S. die falsche Entscheidung getroffen. Ausgehend von Kostenüberlegungen kommt die make-Variante wohl günstiger. Franz S. hat seine Entscheidung auch nicht strategisch begründet. Die Begründung für diese Entscheidung dürfte wohl in erster Linie eine Frage nach Bequemlichkeit zu sein.
Die Entscheidung ist nicht professionell aufbereitet worden.

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