make oder buy – der Praxisfall: Ich fühle mich im Garten am besten aufgehoben
10. Juli 2009 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: Profi-Einkäufer blogIch fühle mich im Garten am besten aufgehoben
Ein Einkäufer hat mir diese Situation berichtet. Da es sich aber nicht um ihn handelt, sondern um seine Frau, habe ich mit ihr ein kurzes Interview geführt.
„Wie viel Gemüse und Obst essen Sie?“
„Verhältnismäßig viel. Das gehört für mich einfach zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Wenn ich meine Gemüse selbst gezogen habe, ist dies für mich sogar eine ganz besondere Befriedigung.“
„Was ist Ihr Lieblingsgemüse?“
„Es gibt kein Gemüse, das ich nicht liebe, aber doch, ein Gemüse kann ich hervorheben. Ich liebe Tomaten, insbesondere dann, wenn ich in den Garten gehen kann und sie vom Strauch abernte. Manchmal bleibe ich im Garten stehen und esse die Tomate sofort auf.“
„Wie viel Zeit verbringen Sie im Garten?“
„Wenn das Wetter schön ist bin ich wöchentlich drei oder viermal im Garten, jeweils vielleicht für eine Stunde.“
„Was motiviert Sie, Gemüse zu pflanzen und zu ziehen?“
„In erster Linie macht es mir Spaß. Weiterhin befriedigt es mich, wenn ich mein eigenes biologisch reines Gemüse essen kann. Und drittens spare ich natürlich mit meinem Gemüseanbau auch manches Geld, mache Freude, wenn ich mein Gemüse an andere Menschen verschenke. Und es kommt noch etwas hinzu: Ich tanke meine Kreativität im Garten auf. Nach einer Stunde im Garten, kann ich in meinem Beruf viel frischer und kreativer arbeiten.“
Expertenurteil
Die Gärtnerin hat eine strategische Entscheidung getroffen. Sie hat sich für make entschieden, weil sie durch die Tätigkeit eine Stärkung ihrer Persönlichkeit erwartet. Weiterhin hat sie einen hohen Genuss an den eigenen Früchten und Gemüse.
Mit so einer strategischen Begründung, muss man sich zwangsweise für make entscheiden.

