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Laotse, der geduldige Verfechter der Gelassenheit

Aug 7th, 2007 | By Werner Schwanfelder | Category: China blog, Management, verfügbare Bücher

Laotse (Laozi  老子) lebte wahrscheinlich im 6. Jahrhundert vor Christus. Es gibt jedoch keinen sicheren Nachweis seiner Existenz. Man berichtet, dass er Geschichtsschreiber gewesen sei. Zu seinen Aufgaben gehörte es, alle offiziellen Dokumente zu kopieren und zu archivieren. Auf seinem Schreibtisch türmten sich die Dokumente, die das Chaos der Welt abbildeten. Laotse überlegte sich, wie man diesem Chaos Herr werden könnte. So wurde er zum Philosoph. Als die Welt so schlimm wurde, dass er es nicht mehr aushielt, bat er den König um seine Entlassung. Er wollte das Land verlassen, aber an der Grenze wurde er aufgehalten. Da er nicht bezahlen konnte, musste er seine Weisheiten für den Grenzer niederschreiben. Laotse entschwand dann ins Nirgendwo, seine Gedanken aber berührten die chinesische Volksseele von Anfang an. Laotse gilt als Begründer des Daoismus (Taoismus). Das wichtigste Werk des Daoismus ist das Tao Te King. Der Text stammt aber wahrscheinlich erst aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.
Laotse relativiert das Leben. Er entwickelt das geduldige Abwarten und die Einsicht in das Gegebene. Er predigt die kreative Gelassenheit.

Drei Zitate:
•    Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit.
•    Also der Erwachte: Weil er nicht scheinen will, leuchtet er. Weil er von sich absieht, wird er beachtet. Weil er nichts für sich will, hat er Erfolg. Weil er nichts aus sich macht, hat er Macht. Weil er nicht widersteht, widersteht ihm nichts
•    Auf der Welt gibt es nichts, was weicher und dünner ist, als Wasser. Doch um Hartes und Starres zu bezwingen, kommt nichts diesem gleich. Dass das Schwache das Starke besiegt, das Harte dem Weichen unterliegt, jeder weiß es, doch keiner handelt danach

Weitere Informationen vom Verlag (Link)

siehe auch die folgenden Artikell:

Die wichtigsten Managementbücher im September 2007 – ermittelt von Managementbuch.de
Handlungsanregungen für Manager
Weit mehr als der Titel andeutet: Eine Pflichtlektüre

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  1. Werner Schwanfelder
    Laotse für Manager
    Meisterschaft durch Gelassenheit
    2007, geb., 248 Seiten
    EUR 19,90/EUA 20,50/SFR 34,90
    ISBN 978-3-593-38269-2
    Erscheinungstermin/Sperrfrist: 16. August 2007

    Der Philosoph Laotse gilt als der Begründer des Taoismus, einer der drei großen Lehren Chinas. Nicht nur auf Religion und Geisteswelt hat der Taoismus großen Einfluss ausgeübt, sondern auch auf Wirtschaft und Politik. Der Asienkenner Werner Schwanfelder macht die Lehren Laotses für westliche Manager nutzbar.

    Die Wirtschaftswelt wandelt sich immer schneller, die Anforderungen an Manager werden immer höher. Unternehmen sind heute hochkomplexe Systeme, deren Führung zunehmend schwieriger wird. Manager haben vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Sie müssen Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen gerecht werden, die Ziele der eigenen Abteilung mit den Interessen anderer Abteilungen und dem Gesamtinteresse der Organisation in Einklang bringen sowie rasante Veränderungs- und Entwicklungsprozesse steuern. Mut zur Gelassenheit und die Fähigkeit, auch in stressigen Phasen die Übersicht zu behalten, sind darum heute unabdingbare Voraussetzungen für erfolgreiches Management.

    Der Management- und Asienexperte Werner Schwanfelder zeigt, wie moderne westliche Manager mit den Lehren Laotses zu einem neuen, zeitgemäßen Führungsverständnis finden können. Laotse nähert sich den Anforderungen einer sich stetig wandelnden Wirtschaft und Gesellschaft nicht durch sofortiges Handeln, sondern durch die Einsicht in Gegebenheiten, Zustände und Bedingungen. Ein an Laotse orientierter Manager ist im Unterschied zu einem »Macher-Manager« einer, der Herausforderungen nicht sofort annehmen, entscheiden und lösen muss, sondern sich Zeit nehmen kann, Entwicklungen zu erkennen, zu analysieren, zu hinterfragen und sie bei der Problemlösung zu nutzen. Oftmals ist es effektiver, wenn der Manager »nur« dafür sorgt, dass der Strom fließen kann, anstatt auf schnelle und spektakuläre Aktionen zu setzen, die unter Umständen lediglich den rasenden Stillstand fördern.

    Ob Zeitmanagement, Führungskompetenz, Mitarbeitermotivation oder Unter-nehmenskultur: Werner Schwanfelder erläutert und erklärt die Texte des Laotse für den modernen Leser und wendet sie auf heutige Managementbedingungen an. Mit den zehn Lehren der Weisheit zeigt er, wie Manager und Unternehmer zu mehr Gelassenheit, mehr Stärke und mehr Erfolg gelangen können.

    Der Autor
    Werner Schwanfelder war viele Jahre Einkaufsleiter bei einem international tätigen Unternehmen. Heute ist er freier Autor und hält Vorträge. Angeregt durch zahlreiche geschäftliche Reisen nach Asien beschäftigt er sich seit Jahren mit fernöstlicher Weisheit. Bei Campus erschienen von ihm unter anderem Sun Tzu für Manager, Konfuzius im Management sowie Buddha und der Manager.

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