Essen und Trinken in Segnitz

21. April 2009 | Von | Kategorie: Franken blog

Malerisch am Mainufer steht ein Gasthaus seit mehr als 400 Jahren. Kaufleute aus aller Welt, kirchliche und. weltliche Herren, im Jahre 1648 gar die Reiter des Schwedenkönigs Gustav Adolf, kehrten hier ein. Vieh- und Weinhändler, Flößer, Treidler, Bauern und Landsknechte rasteten vor oder nach der Mainüberfahrt. Für die Bürger war das Gasthaus mit seinem großen Tanzsaal ein kultureller Mittelpunkt. Seit der Neueröffnung im September 1989 ist das Gasthaus bekannt geworden als Hort traditioneller Speisen aber auch als Probierstube für Neues. Mit Spezialitäten nach Rezepten aus vielen Ländern und fränkischen Besonderheiten haben sich die Wirtsleute einen Namen gemacht. Ganz wie früher, kann man hier zum Beispiel, jeden Montag die traditionellen Meefischli essen. Nach Saison gibt es natürlich Spargel, besondere Wild- und Fischspezialitäten wie Meefischli und vieles mehr.
Gasthaus „Zum Goldenen Anker“, Mainstr. 8, 97340 Segnitz, Tel.: 09332/3079, www.goldenen-anker-segnitz.de

Meefischli, selbst zubereitet:
Zutaten:
1 Kg Weissfische, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Mehl, Butterschmalz zum Braten
Die Fische schuppen, die größeren ausnehmen. Waschen, mit Zitronensaft beträufeln. Nach 30 Minuten wenden und wiederum mit Saft beträufeln. Nach abermals 30 Minuten leicht trocken tupfen, salzen und pfeffern und danach in Mehl wenden. In heißem Butterschmalz schön braun ausbraten. Servieren mit einer Zitronenscheibe und etwas Petersilie. Als Beilage wählt man einen fränkischen Kartoffelsalat.

Die Weinlagen in Segnitz

Auch wenn das Segnitzer Weinbaugebiet mit 20 Hektar nicht zu den ganz Großen im fränkischen Raum gehört, so brauchen sich die Schoppen und der Sekt vom Pfaffensteig oder vom Zobelsberg vor Weinschmeckern nicht zu verstecken. Den Hauptanteil der angebauten Sorten stellen Müller-Thurgau und Silvaner. Bacchus, Kerner, Weißer Burgunder, Riesling, Traminer, Scheurebe, Rieslaner und Rotweine runden das Segnitzer Weinangebot ab.

An die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse im Dorf und an eine Legenden umwobene Begebenheit aus der Ortsgeschichte erinnern die beiden Weinlagen. Der nach Osten hin abfallende Zobelsberg erinnert an die Ritter Zobel von Giebelstadt, die als Vertreter des Bistums Würzburg einen Teil der Dorfherrschaft ausübten. Die andere Hälfte des Dorfes stand unter der Lehenshoheit des evangelischen Markgrafen von Ansbach. Als sich die Bevölkerung im Jahre 1601 zu der Konfession ihres Landesherrn bekannte und dieses sogar mit militärischer Unterstützung durchzusetzen vermochte, soll der damalige katholische Priester über den späteren Pfaffensteig geflohen sein.

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Mehr Informationen über Segnitz gibt es hier: Link

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