Es geht um mich. Wie mache ich das Beste aus meinem Leben?
3. Februar 2010 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: China blogDer handelnde Mensch ist das Zentrum aller Überlegungen. Er bestimmt das Geschehen und damit auch die Veränderung. Und er trägt die Verantwortung. Der handelnde Mensch kümmert sich um seine Mitmenschen, seine Familie, aber auch um sich. Der handelnde Manager führt sein Unternehmen durch die Tücken der wirtschaftlichen Herausforderung. Um bei Sun Tzu zu bleiben kann man durchaus annehmen, dass eine solide Persönlichkeit erfolgreicher sein wird andere.
Da ich die handelnde Person bin, muss ich mir daher zunächst Gedanken über mich machen ehe ich mich der Welt widme.
Versuchen wir die Annäherung an uns selbst mit einer Erzählung aus buddhistischen Schriften:
Wenn ein Ei gelegt wird, enthält es nichts als Flüssigkeit, doch mit der Zeit entsteht daraus der Körper des Kükens, mit all seinen Organen, den Federn, dem Schnabel, den Krallen, den Augen. Aus eigener Kraft, fast wie von allein, entsteht aus der Flüssigkeit ein Wesen, das in den Himmel fliegen kann. Wir sind genauso: einfach und unwissend zu Beginn, doch in uns tragen wir, jeder Einzelne, die Kraft und die Möglichkeit, zu einem Wesen zu werden, das Buddha ist. Buddha ist in jedem Einzelnen von uns und hilft uns, unsere Schale des Unwissens abzulegen.)
Folgt man den Worten von Konfuzius, so stellt man fest, dass er bereits eine genaue Vorstellung von dem Wesen ab, das die Welt positiv verändern soll. Sein Leistungsträger heißt „der Edle“. Er wird’s richten. An ihn stellt er auch hohe Anforderungen. Es gibt auch andere, die „Gemeinen“. Von denen hält er nicht viel. Er hat auch keine Hoffnungen, dass diese jemals die Welt werden beeinflussen können.
Lunyu 1.8
Konfuzius sprach: Ein Edler genießt nur dann Achtung, wenn er sich auch würdevoll verhält. Er darf nicht stur auf seiner Bildung beharren, Loyalität und Vertrauen sind ihm das Wichtigste. Er hat nur Freunde, die seiner auch würdig sind. Und hat er etwas falsch gemacht, so schreckt er nicht davor zurück, seine Fehler zu korrigieren.

