Dettelbach: Schmausen und Trinken
2. April 2009 | Von Werner Schwanfelder | Kategorie: Franken blogWeinstube, Restaurant und Hotel Alte Schmiede
Aus einem früheren Handwerksbetrieb, der “Alten Schmiede” wurde im Herzen Dettelbachs ein Restaurant, das für gehobene Ansprüche als auch für den einfachen Geschmack gleichermaßen gerüstet ist. Inmitten der Altstadt, eingebettet in das Ensemble mit Bach, Rathaus und anderen historischen Gebäuden liegt die neue “Alte Schmiede”.
Für das leibliche Wohl sorgt der Küchenmeister mit einem abwechslungsreichen Angebot an Spezialitäten und fränkischen Schmankerln. Der Gast kann sich mit Menüs von regionalen Spezialitäten je nach Saison wie Spargel, Wild, Fisch, frische Kräuter und Gemüse verwöhnen lassen.
Dazu wird fränkischer Wein aus dem eigenen Weingut angeboten. Es sind Eigenbauweine aus dem Weinbau Guckenberg.
Das Weingut selbst liegt am Rande der Altstadt von Dettelbach. Dort kann man eine zünftige Weinprobe veranstalten. Eine Häckerbrotzeit darf dann nicht fehlen.
Gasthaus “Zum Grünen Baum”
Das Gasthaus “Zum grünen Baum” befindet sich in der Falterstraße unterhalb der Kirche. “1782″ steht auf dem Keilstein des Sturzes über der prachtvoll geschnitzten Türe. Das vornehme Gebäude hat einen klassizistischen Ausleger. Der runde Bogen der Hofeinfahrt ist im Keilstein mit einem Männerkopf geschmückt anstatt des sonst üblichen Zungen zeigenden Fratzenkopfes. Vermutlich stellt der freundlich lächelnde Mann das Porträt des Bauherrn dar. Im Herzen der verkehrsberuhigten Altstadt, nahe dem Marktplatz, direkt bei der Stadtkirche, steht der Altfränkische Gasthof “Grüner Baum”.
Die altfränkische Gaststube ist holzgetäfelt und hat eine Stuckdecke. Hier fühlt man sich bei fränkische Gastlichkeit wohl. Für das leibliche Wohl gibt es eine bodenständige, regionale Küche ganz nach Jahreszeit, mit bevorzugt heimischen Produkten.
Stolz sind die Wirtsleute auf die Auszeichnungen “Bayerische Küche” und “Hier wird fränkisch gekocht” ausgezeichnet. Spezialitäten sind der “Main-Hecht” und die “Mostsuppe”. Es gibt von Aal in Dillsoße bis Main-Zander gebraten, von Blauen Zipfeln bis Zwiebelfleisch, von zartem Kalb-Bries bis gefülltem Franken-Täubchen, von frischem Spargel aus heimischen Sandböden bis Steigerwälder Wildschwein; von Hausmacher Wurst bis zur leckeren Federweißenkrem.
www.gruener-baum-dettelbach.de
Cafe, Konditorei, Weinstube, Hotel-Garni Achtmann
Eigentlich ist es seit 1880 eine Muskazinenbäckerei mit Café und Konditorei, Weinstube und Hotel-Garni. Muskazien ist ein Feingebäck, eine lokale Spezialität, die insbesondere allen Wallfahrern gewidmet ist. Nach der Überlieferung wallfahrte der sündenbeladene Ritter Kunrad von Tierberg auf Betreiben seines Eheweibes an Mariä Himmelfahrt von seiner Burg am Kocher nach Dettelbach um Buße zu tun. Auf dem Weg zur Kirche schritt neben ihm ein Dettelbacher Zuckerbäcker, der am Abend zuvor zu tief ins Glas geschaut hatte und nun einen wahnsinnigen Durst verspürte. Der Ritter gab ihm einige Muskatstückchen, die der Zuckerbäcker kaute und war dankbar, dass der Durst verging. Zuhause in seiner Backstube experimentierte er mit allen möglichen Gewürzen und schuf ein Gebäck, das er Muskazinen nannte. Es sollte allen Wallfahrern, die zuviel gebechert hatten, als Durstlöscher empfohlen werden. Neuartig und einmalig sollte auch die Form des Gebäcks sein. Der Bäcker wählte dafür die Form einer Krawattenschleife. Noch heute können alle Wallfahrer, Urlauber und Ausflügler dieses Gebäck in Dettelbach erstehen.
In der Konditorei Achtmann hat die Muskazinenherstellung Tradition. Sie werden schon in der fünften Generation gebacken. Die Konditorei steht neben dem Faltertor, also für alle Wallfahrer an einem strategisch günstigen Ort.
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