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	<title>Werner Schwanfelder &#187; Franken blog</title>
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	<description>Worte, Essays, Bücher</description>
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		<title>Unser N&#252;rnberg: Wie ein Buch entsteht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 07:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Franken blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ansichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bildband]]></category>
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		<category><![CDATA[Franken]]></category>
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		<category><![CDATA[Unser Nürnberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe den Auftrag, einen Bildband &#252;ber meine Stadt zu machen. Der Titel ist sinnig: „Unser N&#252;rnberg“. Das Buch ist Teil einer Reihe &#252;ber alle gr&#246;&#223;eren St&#228;dte in Deutschland. Als Verlag zeichnet der Bucher Verlag verantwortlich. Das Konzept ist einfach: Man nehme alte Ansichten der Stadt und fotografiere sie vom gleichen Aufnahmeort, in der gleichen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/unser-nurnberg-wie-ein-buch-entsteht">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Auftrag, einen Bildband &#252;ber meine Stadt zu machen. Der Titel ist sinnig: „Unser N&#252;rnberg“. Das Buch ist Teil einer Reihe &#252;ber alle gr&#246;&#223;eren St&#228;dte in Deutschland. Als Verlag zeichnet der Bucher Verlag verantwortlich.</p>
<p>Das Konzept ist einfach: Man nehme alte Ansichten der Stadt und fotografiere sie vom gleichen Aufnahmeort, in der gleichen Perspektive nach.</p>
<p>Als erstes gebe ich eine Mail an meine Freunde: Habt Ihr alte Postkarten von N&#252;rnberg? Ich arbeite da an einem Projekt… K&#246;nnt Ihr mir diese zur Verf&#252;gung stellen?<br />
Die Ausbeute ist gering. Es gibt anscheinend gar nicht so viel Menschen, die alte Postkarten sammeln. Gl&#252;cklicherweise finde ich in meinem eigenen Fundus diverse Postkarten. Ich sammle n&#228;mlich vieles, meine Frau meint, ich sammle viel zu viel.<br />
In diesem Fall besitze aber auch ich nicht gen&#252;gend Ansichten der Stadt. Nun gehe ich auf Recherche. Wo kann ich alte Postkarten ersehen? In einem Auktionshaus ersteigere ich einen Karton voller Postkarten. Es gibt ein paar Antiquit&#228;tenl&#228;den in N&#252;rnberg, in denen ich f&#252;ndig werde. Und dann nat&#252;rlich auf dem Trempelmarkt. Schlie&#223;lich erstehe ich noch einige Karten in Online-Shops. Diese kommen mich aber recht teuer.</p>
<p>Diese Postkarten decken vielleicht 100 Jahre von 1850 bis 1950 ab. Ich kenne die Ansichten alle. Schlie&#223;lich bin ich geb&#252;rtiger N&#252;rnberger und mir gef&#228;llt meine Stadt. Ich durchstreife sie h&#228;ufig und fotografiere. Mein eigener Fotofundus &#252;ber die Stadt ist gewaltig. Aber von diesem Bildmaterial kann ich nichts verwenden, weil sie eben den Regeln des Buches nicht entsprechen: genauso wie die Postkarten-Vorlage, gleicher Aufnahmeort, gleiche Perspektive.</p>
<p>Nun folgen viele Streifz&#252;ge durch die Stadt. Es ist nicht immer einfach, genau den Standort eines Bildes zu bestimmen. Aber mit einiger &#220;berlegung gelingt es. Ich entdecke N&#252;rnberg neu, auf den Pfaden unbekannter Fotografen, die ein Menschenleben vor mir dieses N&#252;rnberg fotografiert haben. Ich lerne meine Stadt aus ihren Blickwinkeln kennen. Als erstes f&#228;llt mir auf, dass es fr&#252;her in der Stadt kein Gr&#252;n, kaum B&#228;ume gegeben hat. Das ist f&#252;r meine Bildgestaltung durchaus ein Problem, denn die B&#228;ume verbergen manche Bauwerke und verstellen die Sicht auf den Kern der alten Fotos. Ich habe ein ganzes Jahr Zeit f&#252;r die Aufnahmen, so kann ich manche Fotos im Herbst und Winter machen, wenn die B&#228;ume ohne Laub sind. Ich stelle fest, dass diese B&#228;ume das N&#252;rnberg von heute lockerer machen. Schwierigkeiten habe ich an den Ufern der Pegnitz. Die alten Ansichten sind heute kaum mehr wiederzuerkennen. Die einstige Idylle ist an manchen Orten fantasielosen Wohnblocks gewichen. Andere Ansichten, insbesondere im Burgbereich, sind fast noch identisch. Und ich denke, dass die Stadtv&#228;ter Gro&#223;es geleistet haben, die Stadt wieder so aufzubauen, wie sie einmal vor dem Krieg war. So ist N&#252;rnberg ein Schatzk&#228;stchen geblieben. Ich habe in meinem Fundus viele Postkarten von der Hochwasserkatastrophe von 1909 gefunden. Wenn ich heute nun die „trockenen“ Sichten fotografiere, kann ich erst erkennen, wie einschneidend f&#252;r die N&#252;rnberger B&#252;rger diese Wasserflut gewesen sein muss. Die Fotografen von einst waren Profis. Sie achteten immer auf den „erh&#246;hten Standpunkt“. So habe auch ich danach gesucht. Nicht immer ist mir das gegl&#252;ckt. Ich habe bei Bewohnern geklingelt, um von ihrem Wohnzimmer aus fotografieren zu d&#252;rfen. Ich habe bei der Stadt hinterfragt, wer f&#252;r die Mauert&#252;rme zust&#228;ndig ist und von den Zinnen herab fotografiert. Ich habe die T&#252;rme der Burg bestiegen. Dar&#252;ber hinaus habe ich Ecken gesehen  und kennengelernt, die ich noch gar nicht kannte.<br />
Mein Urteil: Wir leben in einer wunderbaren Stadt und es macht Spa&#223;, sich in dieser Stadt zu bewegen, sie zu genie&#223;en. Ich finde, das Buch ist sch&#246;n geworden, ist ein treffliches Portrait der Stadt. Ich habe das Buch in den H&#228;nden und denke mir, eigentlich k&#246;nnte es ein Botschafter der Stadt sein. Gedacht auch f&#252;r die Menschen, die die Stadt noch nicht kennen, die Handel mit den Unternehmen der Stadt treiben wollen, also f&#252;r Tourismus und Wirtschaft gleicherma&#223;en.<br />
Was ich anders machen w&#252;rde: Ich finde die Idee von alt zu neu sehr gut. Aber die Bilder der Gegen&#252;berstellung repr&#228;sentieren nicht die Gesamtsicht eines Ortes. Der alten Ansicht sollte man nicht nur die gleiche moderne Ansicht gegen&#252;ber stellen, sondern auch noch andere Teilsichten zuf&#252;gen. Manchmal hat es mir leid getan, die Kamera nicht anders halten zu k&#246;nnen, denn gleich daneben finden sich viele Sch&#246;nheiten, die ich gar nicht ber&#252;cksichtigen konnte. Schade.</p>
<p>Das Buch: „Unser N&#252;rnberg“ Eine kleine Zeitreise, erschienen im Bucher Verlag, geschrieben und fotografiert von Werner Schwanfelder. ISBN: 978-3-7658-1818-9<br />
Dar&#252;ber hinaus habe ich auch noch geschrieben und fotografiert „Stille Wege rund um N&#252;rnberg“ und „Weinwandern in Franken“, beide erschienen im Berg-Verlag.<br />
siehe auch <a href="http://nuernberg-direkt.com/20110620225/nuernberg/wissenswertes/bildband-unser-nuernberg">hier</a>.</p>
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		<title>Biergenuss auf dem „F&#252;nf-Seidla-Steig“: Wei&#223;enohe, Gr&#228;fenberg und Thuisbrunn</title>
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		<comments>http://www.schwanfelder.info/biergenuss-auf-dem-fuenf-seidla-steig-weissenohe-graefenberg-und-thuisbrunn#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Franken blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wanderweg zu f&#252;nf Privatbrauereien Lage: Gr&#228;fenberg liegt &#246;stlich von Erlangen, zu erreichen &#252;ber die B2 Highlights der Stadtbegehung in Gr&#228;fenberg: Marktplatz Highlights der Wanderung: nat&#252;rlich die f&#252;nf Brauereien, Das Kloster in Wei&#223;enohe, die Burganlage in Thuisbrunn Wanderung: Von Wei&#223;enohe nach Gr&#228;fenberg und nach Thuisbrunn. Wegstrecke: ca. 10 km, Gehzeit: ca. 3 Stunden Besonderheit: Es<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/biergenuss-auf-dem-fuenf-seidla-steig-weissenohe-graefenberg-und-thuisbrunn">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Wanderweg zu f&#252;nf Privatbrauereien</p>
<p>Lage: Gr&#228;fenberg liegt &#246;stlich von Erlangen, zu erreichen &#252;ber die B2<br />
Highlights der Stadtbegehung in Gr&#228;fenberg: Marktplatz<br />
Highlights der Wanderung: nat&#252;rlich die f&#252;nf Brauereien, Das Kloster in Wei&#223;enohe, die Burganlage in Thuisbrunn<br />
Wanderung: Von Wei&#223;enohe nach Gr&#228;fenberg und nach Thuisbrunn. Wegstrecke: ca. 10 km, Gehzeit: ca. 3 Stunden<br />
Besonderheit: Es geht ums fr&#228;nkische Bier.</p>
<p>Wanderspaziergang<br />
Was den Aufse&#223;ern mit ihrem Brauereiwanderweg recht ist, ist den Gemeinden rund um Gr&#228;fenberg billig: Dort gibt es den „F&#252;nf-Seidla-Steig“.<br />
Perfekt markiert f&#252;hrt der zehn Kilometer lange Weg zu den f&#252;nf Privatbrauereien in den Gemeinden Gr&#228;fenberg und Wei&#223;enohe. Und das alles eingebettet in einer herrlichen Landschaft, alte Kirschg&#228;rten, ein m&#228;andernes Fl&#252;sschen, weidende Ziegen und Schafe und weite Ausblicke ins Fr&#228;nkische schmeicheln des Wanderers Seele.</p>
<p>Wie kommt man nach Wei&#223;enohe? Vielleicht mit der Gr&#228;fenbergbahn. Vom Nordostbahnhof in N&#252;rnberg erreicht man mit der Gr&#228;fenbergbahn Wei&#223;enohe nach knapp 50 Minuten Fahrzeit.<br />
Die Geschichte Gr&#228;fenbergbahn reicht bis ins Jahr 1873 zur&#252;ck. Damals hatte der Gr&#228;fenberger Magistrat die Staatregierung darum gebeten, die Stadt aus dem Oberland der Fr&#228;nkischen Schweiz an das Bahnnetz anzuschlie&#223;en. Im Jahre 1908 war die Strecke von N&#252;rnberg bis Gr&#228;fenberg fertig. Die Bahnlinie wurde von Anfang an begeistert angenommen. Sie war f&#252;r Pendler nach N&#252;rnberg und umgekehrt Ausfl&#252;gler aufs Land ein beliebtes Verkehrsmittel. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es Klagen &#252;ber zu wenige Pl&#228;tze in den Wagons.<br />
Mit dem Siegeszug des Autos und dem Ausbau der B2 begann der Niedergang der Gr&#228;fenbergbahn. Ende der 70er Jahre wurden die ersten Z&#252;ge vom Fahrplan gestrichen. Vor 15 Jahren sollte die Strecke stillgelegt werden. Dem Einsatz einer B&#252;rgerinitiative und der anliegenden Kommunen ist es schlie&#223;lich zu verdanken dass die Bahn erhalten und das Angebot jetzt sogar wesentlich verbessert wurde.</p>
<p>Der attraktive Zwischenstopp<br />
Wir beginnen mit der Wanderung in Wei&#223;enohe. Das Ortsbild wird von der Anlage des ehemaligen Benediktinerklosters beherrscht. Sie besteht im Wesentlichen aus der barocken Kirche St. Bonifatius, die von Wolfgang Dientzenhofer entworfen und ab 1690 ausgef&#252;hrt wurde und dem sich s&#252;dlich anschlie&#223;enden Trakt, dem ehemaligen Abteifl&#252;gel. Auch dieser Westfl&#252;gel geht wohl auf Johann Dientzenhofer zur&#252;ck (1725-1727). Zwei der vier Klosterfl&#252;gel wurden im Zuge der S&#228;kularisation abgerissen; die Steine der alten Mauern teilweise in H&#228;usern des Ortes verbaut.<br />
Das Kloster kann auf eine wechselhafte Geschichte zur&#252;ckblicken. Wei&#223;enohe und sein Kloster geh&#246;rten fast w&#228;hrend seines ganzen 750-j&#228;hrigen Bestehens zur Oberen Pfalz. Daher ragte es geradezu wie ein Fremdk&#246;rper in das Gebiet der Freien Reichsstadt N&#252;rnberg. Das schuf nat&#252;rlich Konflikte, die kriegerisch ausgetragen wurden. N&#252;rnberg lie&#223; nichts unversucht, um sich den Ort einzuverleiben. Im Jahre 1692 wurde mit dem Bau der heutigen Klosterkirche begonnen. Das Kloster Wei&#223;enohe wurde schlie&#223;lich 1803 durch das Kurf&#252;rstentum Bayern s&#228;kularisiert. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.<br />
Die Klosterbrauerei in Wei&#223;enohe hat seinen Ursprung im Benediktinerkloster. Es ist anzunehmen, dass die Klosterbr&#252;der mit dem Bierbrauen relativ fr&#252;h begonnen haben, da der Gerstensaft schon damals sehr beliebt war und zur kl&#246;sterlichen Ern&#228;hrung z&#228;hlte. Seit der S&#228;kularisation 1803 wurde die Klosterbrauerei Wei&#223;enohe privat gef&#252;hrt, seit 1827 geh&#246;rt die Brauerei der Familie Winkler.<br />
Im Gegensatz zum Braubetrieb, welcher bis zum heutigen Tag ununterbrochen in alter Tradition fortgef&#252;hrt wird, wurde der Betrieb der dazu- geh&#246;rigen Gastst&#228;tte im Jahre 1943 eingestellt.<br />
1995 wurde wieder mit der Bewirtschaftung des Biergartens in den Sommermonaten begonnen und das Wirtshaus er&#246;ffnete im Februar 2000 seine renovierten Gastr&#228;ume. Nun l&#228;dt es mit herzhaften Speisen und s&#252;ffigen Getr&#228;nken in stilvollem Ambiente zum Verweilen ein.<br />
Betritt man das Klostergel&#228;nde biegt man zun&#228;chst nach rechts ab, wo der schattige Biergarten mit der Selbstbedienungstheke f&#252;rs Bier liegt. Es sind zwei Br&#252;der, die hier die Menschen gl&#252;cklich machen: Franz Winkler ist der Wirt, Urban Winkler braut das Dutzend Biere, das vom klassischen Alfr&#228;nkischen bis zum Bio-Export reicht. Das Essen wird beim Bierfassen bestellt. Zu empfehlen ist das &#252;ppige Spanferkel mit Klo&#223; und Salat und vielleicht als Nachspeise Apfelk&#252;chle mit Eis und Sahne.</p>
<p>Der F&#252;nf-Seidla-Steig beginnt eigentlich am Bahnhof Wei&#223;enohe. Dann f&#252;hrt der Weg zum Kloster und zur Klosterbrauerei. Von dort folgen wir der Stra&#223;e aufw&#228;rts. Wir orientieren uns an der Markierung F&#252;nf-Seidla-Steig. Wir &#252;berqueren eine Kreuzung und kommen geradeaus in die Sollenberger Stra&#223;e, dann links &#252;ber die Gr&#228;fenberger Stra&#223;e in die M&#246;nchsbergstra&#223;e. Wir folgen der Stra&#223;e bis zum Ende und biegen links in einen Feldweg ein. Durch einen Hohlweg wandern wir hinauf auf die M&#246;nchsleite. Es geht durch einen alten Kirschgarten, dann am Waldrand entlang. Auf einem Pfad laufen wir durch den Wald bergan. Sp&#228;ter am Waldrand entlang bis wir zum Ortsanfang von Gr&#228;fenberg kommen. In der Sollenberger Stra&#223;e biegen wir links ab, &#252;berqueren die Kreuzung mit der B2 und laufen dann Richtung Zentrum.</p>
<p>Durch eines der drei Stadttore tritt man ein, und schon pr&#228;sentiert sich Gr&#228;fenberg in seiner ganzen mittelalterlichen Anmut: liebenswerte schmucke Fachwerkgeb&#228;ude, das historische Rathaus mit seinem N&#252;rnberger Erker; einladende Gastst&#228;tten.</p>
<p>Gang in die Geschichte<br />
Der geschichtliche Ursprung des Ortes ist nicht restlos gekl&#228;rt. Die erste urkundliche Erw&#228;hnung findet man im Jahr 1172. Zu diesem Zeitpunkt wird der Ort „Grevenberge“ genannt. In weiteren Urkunden findet man auch andere Schreibweisen wie „Grefenberc“ (1195), Grefenberg (1333) und „Greffenberg“ (1429). Daraus hat sich der heutige Namen abgeleitet. 1333 erhielt Gr&#228;fenberg, mit seinen damals rund 200 Einwohnern durch Kaiser Ludwig den Bayern das Marktrecht.<br />
Der bedeutendste Sohn der Stadt wurde um 1170 geboren. Er nannte sich „Ritter Wirnt von Grefenberc“ und geh&#246;rte zu den „Herren von Gr&#228;fenberg“ und war gleichzeitig Minnes&#228;nger. Au&#223;erdem verfasste er das Heldenepos „Wigalois, der Ritter mit dem Rade“. In 11.700 mittelhochdeutschen Versen wird die abenteuerliche Suche eines jungen Ritters nach seinem Vater erz&#228;hlt, den er schlie&#223;lich am Hofe von K&#246;nig Artus findet.<br />
Zur Stadt erhoben wurde Gr&#228;fenberg 1371 durch Kaiser Karl IV. Der entsprechende Lehensbrief ist gerichtet an Gr&#228;fenbergs damaligen Herrn, den B&#252;rger Berthold Haller zu N&#252;rnberg. Mit dem Stadtrecht verbunden war die kaiserliche Genehmigung den Ort zu befestigen und einen Burggraben, Mauern, T&#252;rme und vier Tore zu errichten. Bis 1520 hatten die Gr&#228;fenberger diese Arbeiten abgeschlossen. Drei Stadttore, das Gesteiger Tor, das Hiltpoltsteiner Tor und das Egloffsteiner Tor, sowie gro&#223;e Teile der s&#252;dlichen und westlichen Stadtmauer sind bis zum heutigen Tag erhalten.<br />
Vom 12. bis ins 14. Jahrhundert geh&#246;rte die Stadt den „Herren von Gr&#228;fenberg“. Nicht ganz klar ist, warum diese vornehmen B&#252;rger in den B&#252;rgerstand der nahen Reichsstadt N&#252;rnberg &#252;bertraten. Dabei &#228;nderten sie anscheinend auch ihren Namen, verzichteten sogar auf das von und nannten sich mit b&#252;rgerlichem Namen „Graf“. Daraus leitet sich wohl der in N&#252;rnberg sehr &#252;bliche Familienname Graf ab.<br />
Au&#223;erdem ergab sich ein enges Zusammenwirken zwischen N&#252;rnberg und Gr&#228;fenberg. Beispiel ist besonders die Familie der Haller, eine angesehene N&#252;rnberger Patrizierfamilie, die sich immer wieder und auch sehr erfolgreich f&#252;r Gr&#228;fenberg einsetzte. Im 16. Jahrhundert kaufte der N&#252;rnberger Rat den Eigent&#252;mern den Besitz Gr&#228;fenberg nach und nach ab. Die N&#252;rnberger richteten in Gr&#228;fenberg als Verwaltungsstelle ein sogenanntes Pflegamt ein. Namhafte N&#252;rnberger Patrizierfamilien, wie von Haller, von Geuder, von L&#246;ffelholz, von Imhof oder von Kre&#223;enstein, stellten den jeweiligen Pfleger. Diese &#196;ra endete schlie&#223;lich am 15. September 1806 mit der Eingliederung der freien Reichsstadt N&#252;rnberg und der Stadt Gr&#228;fenberg in das K&#246;nigreich Bayern durch Napoleon.<br />
Kriege, Besetzungen, Pl&#252;nderungen, Stadtbr&#228;nde, Seuchen und Naturkatastrophen blieben der Stadt und ihren B&#252;rgern im Verlauf der Jahrhunderte nicht erspart. Die gr&#246;&#223;te Katastrophe ereignete sich am 4. Juni 1567 als die Stadt fast komplett abbrannte. Ausl&#246;ser war ein Stallknecht, der einen brennenden Kienspan an einer h&#246;lzernen S&#228;ule stecken lie&#223;. Dem Feuer fielen insgesamt 58 H&#228;user zum Opfer. Bereits ein paar Tage sp&#228;ter leitete der Rat der Stadt N&#252;rnberg entsprechende Hilfsma&#223;nahmen ein.<br />
Auch im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg wurde Gr&#228;fenberg stark gebeutelt. Das schlimmste Jahr war 1632. Es gab Pl&#252;nderungen und starke Zerst&#246;rungen.<br />
Der deutsch-franz&#246;sische Krieg von 1870/71, der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 und der zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 haben in Gr&#228;fenberg zwar relativ wenig materielle Sch&#228;den angerichtet, bei vielen Familien aber uns&#228;gliches Leid hinterlassen, weil viele Soldaten und damit auch viele Opfer aus Gr&#228;fenberg stammten.<br />
In den letzten Jahren wurde Gr&#228;fenberg immer wieder Schauplatz von NPD-Aufm&#228;rschen, allj&#228;hrlich am Volkstrauertag. Dagegen richtet sich breiter und engagierter B&#252;rger-Protest. Die Aktion „Gr&#228;fenberg ist bunt“ ist eine partei&#252;bergreifende Bewegung gegen Nationalsozialismus und Rassismus. Mit kreativen Aktionen setzen sich die Gr&#228;fenberger B&#252;rger f&#252;r Frieden, Vielfalt und V&#246;lkerverst&#228;ndigung ein. Das B&#252;rgerforum „Gr&#228;fenberg ist bunt“ hat &#252;berregionale Bedeutung, ist Tr&#228;ger des W&#252;rzburger Friedenspreises und genie&#223;t bundesweit Anerkennung.</p>
<p>Stadtbegehung<br />
Gr&#228;fenberg ist eine nette, kleine Stadt. Sie ist eher ruhig und beschaulich. In ihren Gassen und auf dem Marktplatz herrscht keine Hektik.<br />
Einen Stadtrundgang beginnt man beim Rathaus an der Nordseite des Marktplatzes. 1697 wurde das wundersch&#246;ne B&#252;rgerhaus mit barocker Bemalung und einem Erker erbaut. Seit 1871 wird es als Rathaus genutzt.<br />
Nach Norden begrenzt das Egloffsteiner Tor den Marktplatz. Es ist einer der drei erhaltenen Tore der mittelalterlichen Stadtbefestigung.<br />
Auf dem Marktplatz f&#228;llt der gro&#223;e Brunnen auf. Er stellte bis zum Jahr 1898 als die Wasserleitung gebaut wurde die Versorgung des Ortes mit Wasser sicher. Der Marktplatz ist ein wunderbares Ensemble einer fr&#228;nkischen Stadt. Seit der Erlangung der Marktrechte 1333 war dies der Mittelpunkt des Ortes. Hier wurde Handel getrieben. Hier holten die Menschen ihr Wasser. Hier konnten sie sich auch vergn&#252;gen. Das ist noch heute so. Bei Kirchweihen oder anderen Festen wird immer auf dem Marktplatz gefeiert. Der Ritter auf der Brunnens&#228;ule blickt auf ein bemaltes Haus an der S&#252;dseite des Platzes. Das Bild zeigt eine Kampfszene aus dem Epos „Wigalois, der Ritter mit dem Rade“, das der Minnes&#228;nger aus Gr&#228;fenberg, Wirnt von Gravenberc um das Jahr 1200 geschrieben hatte.<br />
Und noch ein anderes Haus hat eine bemalte Fassade: das ehemalige Hotel „Alte Post“. In diesem Haus spielte sich in der Nacht vom 30. zum 31. Juli 1866 auch eine dramatische Entwicklung ab. Im deutschen Bruderkrieg einigten sich in dieser Nacht, in diesem Haus die Preu&#223;en (f&#252;r den Norddeutschen Bund) und die &#214;sterreicher zusammen mit den Bayern auf einen Waffenstillstand f&#252;r die fr&#228;nkische Region.<br />
Wir verlassen den Marktplatz in westlicher Richtung und sto&#223;en genau auf ein sch&#246;nes Fachwerkhaus mit der Jahreszahl 1669 &#252;ber der Haust&#252;r. Zwischen diesem Haus und dem Zollh&#228;uschen auf der anderen Stra&#223;enseite erstreckte sich einstmals das Badtor, eines der Stadttore. Es wurde 1831 abgebrochen, um den Verkehr besser in die Stadt zu lassen.<br />
Das alte Gasthaus „Gr&#252;ner Baum“ befand sich einstmals bereits au&#223;erhalb der sch&#252;tzenden Stadtmauer. Die nach rechts abzweigende Stra&#223;e „Am Bach“ f&#252;hrt zum Turmuhrenmuseum.<br />
Das Turmuhrenmuseum ist in &#8220;Gerbers Stodl&#8221; untergebracht. Ausgestellt werden Exponate aus der ehemaligen Turmuhrenfabrik Rammensee Gr&#228;fenberg. Diese war im Zeitraum von 1832 &#8211; 1957 in Gr&#228;fenberg ans&#228;ssig. Neben diesen Rammensee &#8211; Uhren kann man aber auch andere Hersteller dieser alten Mechanik kennenlernen. &#220;ber 50 Gro&#223;uhren kann man sehen. Bei einem Museumsbesuch erlebt man eine Zeitreise von 500 Jahren. Die &#228;lteste Uhr stammt vor 1500, die j&#252;ngste ist von 1970. (&#214;ffnungszeiten: M&#228;rz bis Oktober Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 09192-8266)</p>
<p>Wir folgen der nach links abbiegenden Bahnhofsstra&#223;e. Da st&#246;&#223;t man linker Hand auf das ehemalige Kommunalbrauhaus. Seit 1628 bis vor ungef&#228;hr 50 Jahren wurde hier das Gr&#228;fenberger Bier gebraut. Gegen&#252;ber befindet sich das Handwerkerhaus. Hier befindet sich eine traditionelle, mechanische Werkstatt, die besichtigt werden kann.<br />
Nach dem Kommunbrauhaus folgt das Malzd&#246;rrhaus, wo die Rohstoffe f&#252;r den Brauvorgang gelagert wurden. Das Haus stammt aus dem Jahr 1607 und wurde auf den Resten einer ehemaligen Burganlage erbaut.<br />
Wir gehen zur&#252;ck auf den Marktplatz. Bei der „Alten Post“ wenden wir uns nach S&#252;den, zur Kirche hin. Da f&#228;llt dem Betrachter rechter Hand das stattliche, 1732 errichtete B&#252;rgerhaus auf. Es war lange Jahre das Schulhaus in Gr&#228;fenberg. Geradeaus sieht man das Gesteigertor, eines der erhaltenen Stadttore.<br />
Wir wenden uns nun der Kirche zu. Da sieht man neben der Apotheke das gro&#223;e Geb&#228;ude der Verwaltungsgemeinschaft Gr&#228;fenberg. Dies ist das ehemalige Schloss der N&#252;rnberger Pfleger.<br />
Auf der anderen Seite ist das 1821 erbaute Sandsteingeb&#228;ude, in dem das Gemeindehaus untergebracht ist.<br />
Dann stehen wir vor dem Portal der Kirche. Auf diesem Platz wird allj&#228;hrlich der Weihnachtsmarkt abgehalten. Wir gehen zur&#252;ck auf die Stra&#223;e und sehen das Hiltpoltsteiner Tor, das diesen Teil der Altstadt abschloss.</p>
<p>Ein Ausflug in die Biergeschichte von Gr&#228;fenberg<br />
Deutlich wie selten dokumentiert die Geschichte der Brauerei Friedmann den tiefgreifenden Wandel, der sich im vergangenen Jahrhundert in der Arbeitswelt vollzogen hat. Als Christoph Friedmann 1875 das &#8221; Heldsche Brauhaus&#8221; &#252;bernimmt, ist das Bierbrauen eine Sache f&#252;r gestandene Mannsbilder mit breiten Schultern und Scheiteln wie von einem Handkantenschlag gezogen. Noch gibt es kaum Maschinen. Hopfen, Malz und Wasser m&#252;ssen mit schierer Muskelkraft ins richtige Verh&#228;ltnis gebracht werden. Die dunkle W&#252;rze, die damals als einzige Sorte gebraut wird, schleppt man in Butten m&#252;hsam zum Verg&#228;ren und Lagern in die Keller am J&#228;gersberg. Vor dem Bier flie&#223;t der Schwei&#223; in Str&#246;men. Und die Gerste f&#252;r das Friedmannsche Bier wird in der Landwirtschaft der Familie selbst angebaut. Damals folgt die Produktion den Jahreszeiten: Im Winter wird zu Bier verg&#228;rt, was im Herbst auf den Feldern geerntet wurde. 1909 beginnt die 50-j&#228;hrige &#196;ra der n&#228;chsten Generation.Georg Friedmann ist wie sein Vater bald eine angesehene Honoration in seiner Heimatregion und zieht sogar in den bayerischen Landtag ein. Er erbaut am J&#228;gersberg, wo sich bereits die Keller befinden, eine neue Brauanlage. Geradezu revolution&#228;re Apparate, wie zum Beispiel eine K&#252;hlmaschine, halten Einzug in das Brauhandwerk. Ab jetzt kann in Gr&#228;fenberg ganzj&#228;hrig produziert werden. Der Aufschwung des Unternehmens ist unverkennbar. Jede Generation verpflichtet sich dem Fortschritt. Es wird auf Alu-Tanks umgestellt und ein neues Sudhaus gebaut.<br />
Sp&#228;testens jetzt wird Friedmann ein Markenname, der bei immer mehr Biertrinkern im Landkreis Forchheim und dar&#252;ber hinaus einen guten Klang hat. In den 60-er Jahren rinnen pro Jahr etwa 600.000 Ma&#223; Friedmann-Bier durch durstige Kehlen. Dann &#252;bernahm eine Frau das Regiment. Seit 1982 hat eine Frau das Sagen. Sigi Friedmann war die j&#252;ngste Braumeisterin Deutschlands. Sie modernisiert den Betrieb, unter anderem durch Einbau einer vollautomatischen Abf&#252;ll- und einer umweltfreundlichen Reinigungsanlage.<br />
Unter ihrer Regie wird das Sortiment aus Vollbier, Pils und diversen Festbieren um den &#8220;Ritter Wirnt Trunk&#8221; einer nach einer Figur aus der Gr&#228;fenberger Geschichte benannten Bierspezialit&#228;t und zuletzt &#8220;Sigis Lager&#8221; erweitert</p>
<p>Wenn wir auf unserer Wanderung nach Gr&#228;fenberg kommen, dann weist schon vor dem Tor ein Wegweiser nach rechts die Treppen hinauf zum Biergarten &#8220;Zum Bergschl&#246;&#223;la&#8221; (Freitags von 17:00 bis 22:00 Uhr und Samstags, Sonn- und Feiertags von 15:00 &#8211; 22:00 Uhr ge&#246;ffnet). Bei sch&#246;nem Wetter ist das unbedingt ein Muss.<br />
Ansonsten gleich weiter, in der Bayreuther Stra&#223;e 14 noch vor dem Tor linker Hand gelegen befindet sich Friedmann’s Braust&#252;berl. Hier kann man es sich in einem historischen Brauereigasthof gut gehen lassen. Es gibt haupts&#228;chlich fr&#228;nkische K&#252;che und nat&#252;rlich die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
Brauerei Friedmann, J&#228;gersberg 16, 91322 Gr&#228;fenberg, Tel: 0 91 92 &#8211; 3 18, http://www.brauerei-friedmann.de)</p>
<p>Und noch einen Brauereigasthof gibt es in Gr&#228;fenberg, den Lindenbr&#228;u Brauerei-Gasthof Brehmer-Stockum. Wir &#252;berqueren den Marktplatz und gehen dann zur Stra&#223;e „Am Bach“. Hier finden wir diesen Brauereigasthof.<br />
Das heutige Brauereianwesen wurde von Georg und Katharina Brehmer 1900 als Gastwirtschaft mit Landwirtschaft gekauft. Der Sohn Friedrich Brehmer begann 1928 mit dem Bau einer eigenen Braust&#228;tte. Der Neubau des Brauhauses wurde 1932 fertig gestellt. Bis dahin braute man das Bier im Kommunbrauhaus in der Bahnhofstra&#223;e. Gelagert wurde es anschlie&#223;end in den eigenen Kellern. 1938 folgte dann der Neubau einer eigenen Tennenm&#228;lzerei, die bis zum heutigen Tage noch in Betrieb ist. Nachdem sich der Brauereibetrieb sehr gut entwickelte, entschloss man sich 1956 die landwirtschaftlichen Fl&#228;chen weitgehend zu verpachten und die Rinderhaltung einzustellen, um sich haupts&#228;chlich auf den Braubetrieb und die Gastwirtschaft zu konzentrieren<br />
In dem historischen Gasthaus erh&#228;lt man gute fr&#228;nkische K&#252;che und die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
(Irene Brehmer-Stockum, Am Bach 3, 91322 Gr&#228;fenberg, Telefon: +49 9192 348, Internet: www.lindenbraeu.de)</p>
<p>Die Wanderung f&#252;hrt uns vom Marktplatz gesehen nach rechts. In einer Linkskurve geht es dann bergan. Der Weg ist gut ausgeschildert. Wir kommen hoch zu einem Rastplatz, von dem aus wir einen guten Blick &#252;ber Gr&#228;fenberg haben. Wir wandern nun auf einem schmalen Weg an der Bergkante entlang. Unten sehen wir das Gr&#228;fenberger Freibad und durchqueren ein l&#228;ngeres Waldst&#252;ck. Wir folgen unserem Zeichen durch Wald und Flur und kommen schlie&#223;lich zum Buchwaldparkplatz mit dem H&#252;llweiher. Dann folgen wir dem Weg durch den Wald bis Hohenschw&#228;rz. Wir gehen hinunter in den Ort und erreichen bald den Brauereigasthof Hofmann.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Das s&#252;ffige Bier, Dunkles vom Fass, wird sinnigerweise Hofmanns Tropfen genannt, aber eher in Halbliterform als tropfenweise genossen. Der Sudkessel wird noch mit Holz und Kohle befeuert. Hergestellt wird das Bier &#252;brigens von Braumeisterin Elfriede Hofmann – in Gr&#228;fenberg. Ansonsten gibt es Hausmacher Brotzeiten, eher eine kleine Karte mit warmen Gerichten.<br />
(Brauerei Gasthof Hofmann-Nendwig, Hohenschw&#228;rz 16, 91322 Gr&#228;fenberg, Tel.: 09192-251)</p>
<p>Wir gehen wieder zur&#252;ck auf unseren Wanderweg. Es geht rechts hinab durch eine wunderbare Flur- und Heckenlandschaft bis nach Thuisbrunn. Und da wartet bereits die n&#228;chste Brauerei auf uns.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Es ist die Thuisbrunner Elch-Br&#228;u mit dem Gasthof Seitz. Es ist ein sch&#246;nes fr&#228;nkisches Wirtshaus mit &#252;berschaubarer Speisekarte, bei der jeder Fan der fr&#228;nkischen K&#252;che was findet. Der Gastraum ist gem&#252;tlich. Die Fleischk&#252;chle und die Bratw&#252;rscht sind hervorragend. Au&#223;erdem gibt es die bew&#228;hrten fr&#228;nkischen Gerichte Wild, Schweinsbraten, Sch&#228;ufele, und nat&#252;rlich Forelle und Karpfen. Und auch auf die Beilagen kann man sich verlassen, eben ein Kartoffelsalat nach Mutter‘s Art. „Warm&#8221; gibt´s bis 16 Uhr, danach die &#8220;Kellerkarte&#8221;<br />
Und dazu gibt es ein deftiges fr&#228;nkisches Landbier. Das selbst gebraute Dunkle ist hervorragend. Die eigene Brauerei gibt es seit 2007. Ansonsten ist das Bier aus Wei&#223;enohe, also &#252;ber jeden Zweifel erhaben. Wer nun kein Bier mag, kann sich auch einen Frankenwein bestellen. Nett am Rande: Es gibt jetzt auch italienische Kaffee-Spezialit&#228;ten aus der Espressomaschine und sehr leckeren Kuchen<br />
Der neue Biergarten ist noch ein weiteres Plus. Hier rasten die Wanderer gerne.</p>
<p>Thuisbrunn scheint bereits im 9. Jahrhundert besiedelt gewesen zu sein. 1007 wird der Ort erstmalig in einer Schenkungsurkunde erw&#228;hnt. Bez&#252;glich der Herkunft des Namens vermutet, dass ein Stammesf&#252;hrer mit dem Namen «Turzo» durch die Entdeckung eines Brunnens die Besiedelung Thuisbrunns befohlen haben soll. Heute neigt man dazu, den Namen Thuisbrunn als Ort am «tosenden, rauschenden Brunnen» zu erkl&#228;ren.<br />
Es gab zu diesen Zeiten bereits eine erste Burganlage. Aus dem Jahr 1388 ist &#252;berliefert, dass die Burg Dewsbrunnen von den N&#252;rnbergern w&#228;hrend des St&#228;dtekrieges teilweise zerst&#246;rt wurde. 1403 geht der Ort zusammen mit anderen Orten der Nachbarschaft an die Stadt N&#252;rnberg. 1449 hat der Ort und die Burg darunter zu leiden, denn Markgraf Albrecht Achilles brennt Ort und Schloss im Kampf gegen die N&#252;rnberger nieder. 1460 wird die der heiligen Katharina geweihte Schlosskapelle zur Pfarrkirche erhoben und von einem Priester betreut. Im Laufe der Reformation wird Thuisbrunn 1528 protestantisch. 1553 wird Ort und Burg im zweiten Markgr&#228;flichen Krieg wieder zerst&#246;rt. Im 17. Jahrhundert gab es in mehreren Jahren furchtbare D&#252;rren, in denen die Bauern kaum etwas ernten konnten und auch unter dem 30j&#228;hrigen Krieg hatte der Ort geh&#246;rig zu leiden. 1631 und 1632 wurden der Ort und die Burg wieder einmal niedergebrannt. Die Thuisbrunner mussten sich mit ihrer Landwirtschaft durchschlagen. Das wurde aber immer schwieriger. 1806 kam Thuisbrunn, wie alle anderen Orte auch, zum K&#246;nigreich Bayern. Die Bauern merkten davon wenig. Gerade Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Lebensumst&#228;nde so schwierig, dass viele Menschen nach Amerika auswanderten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ging es besser. Man baute ein neues Schulhaus und die Kirchhofmauer wird renoviert. 1910 wird der Ort erstmalig an eine Wasserleitung angeschlossen und so allm&#228;hlich beginnt auch in Thuisbrunn die Moderne Einzug zu halten. Die Flurbereinigung wird durchgef&#252;hrt, und durch die Gemeindereform 1978 wird der Ort nach Gr&#228;fenberg eingemeindet.<br />
In Thuisbrunn ist immer noch die Tradition zu Hause. So wird ausgiebig K&#228;rwa gefeiert. Das Erntedankfest ist ein gro&#223;es Ereignis und nat&#252;rlich auch Ostern. Dann wird der Osterbrunnen geschm&#252;ckt.</p>
<p>Sehenswert in dem Ort sind die Kirche und die Burgruine. Besonders letztere kann man besteigen und hat von dort einen sch&#246;nen Blick auf den Ort und die Umgebung.</p>
<p>Wie kommt man von Thuisbrunn zur&#252;ck zu dem Ausgangspunkt? Man kann zum einen ein Sammeltaxi rufen (09191/86161) oder es gibt einen Sonderverkehr von Schmetterling Reisen (Tel.: 09197/6282528). F&#252;r 5 € wird man zur&#252;ck an den Ausgangspunkt der Wanderung gebracht. Bedingung: eine Stunde vor Abholung anrufen.</p>
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		<title>Special: Osterbrunnenfahrt durch die Fr&#228;nkische Schweiz</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 09:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Lage: Forchheim liegt n&#246;rdlich von F&#252;rth. Dir Osterbrunnentour f&#252;hrt durch das Kernland der Fr&#228;nkischen Schweiz.<br />
Highlights: Osterbrunnen<br />
Fahrtstrecke: 124 km</p>
<p>Die Osterbrunnentradition<br />
Gerade in den letzten Jahren erf&#228;hrt der wohl anmutigste Brauch der Fr&#228;nkischen Schweiz &#8211; das Osterbrunnenschm&#252;cken &#8211; einen immensen Aufschwung. Die Osterbrunnen sind zum Anziehungspunkt und zur Attraktion in der Fr&#228;nkischen Schweiz geworden, so dass Besucher von weither kommen. Dies sollte durchaus ein Grund sein, dass man sich auch selbst einmal auf eine Osterbrunnentour begibt.</p>
<p>Vielleicht fragt man sich, seit wann es diesen Brauch gibt und wie er entstanden ist. Der Brauch hat seinen Ursprung irgendwo in der zentralen Fr&#228;nkischen Schweiz, eine genauere Herkunftsbestimmung ist jedoch nicht m&#246;glich.<br />
Der Hauptgrund f&#252;r das Schm&#252;cken von Brunnen und Quellen leidet sich ab von der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element f&#252;r die wasserarme Hochebene der Fr&#228;nkischen Alb. Aufgrund der geologischen Bedingungen des Fr&#228;nkischen Juras gab es kaum nat&#252;rliche Sammelstellen f&#252;r das Wasser. So legte man Brunnen und Zisternen an, um der Wasserknappheit vorzubeugen. Aus den Brunnen sch&#246;pften dann in der Regel die Frauen das Trinkwasser und schleppten es m&#252;hevoll in ihre Wohnungen. Die Brunnenanlage des Ortes wurde sehr bald auch zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt. Das Dorfleben spielte sich auf dem Marktplatz, um den Brunnen herum ab.<br />
Ganz selbstverst&#228;ndlich hielt man die Brunnen sauber und pflegte sie. Mancherorts errichteten die Bewohner ein Brunnenhaus &#252;ber der Quelle, um sie zu sch&#252;tzen. Wenn das Wasser f&#252;r eine Region eine solche Bedeutung spielt, liegt es nat&#252;rlich auch nahe, die Brunnen bei Feiertagen ganz besonders zu schm&#252;cken.<br />
Speziell dem Osterwasser schrieb der Volksmund fr&#252;her au&#223;erdem besondere Wirkung zu. So wurde behauptet, dass Kinder, die mit frisch geweihtem Wasser an Ostern getauft wurden, besonders klug werden sollten. Das Trinken von Osterwasser sch&#252;tze gegen Krankheiten. Und wer Osterwasser im Haus verspritzt, h&#228;lt Ungeziefer fern. Vor noch nicht langer Zeit konnte man in den fr&#252;hen Morgenstunden des Ostersonntags noch junge M&#228;dchen sehen, wie sie &#8220;verstohlen&#8221; in den Osterbrunnen blickten. Angeblich konnten sie in diesem Augenblick das Gesicht ihre k&#252;nftigen Ehemannes sehen.<br />
Eine zeitlich genaue Fixierung dieses Brauches ist nicht m&#246;glich. M&#252;ndliche &#220;berlieferungen belegen uns den Brauch Anfang des 20. Jahrhunderts &#8211; so begann man beispielsweise in Aufse&#223; um l909 und in Engelhardsberg um 1914 mit dem Schm&#252;cken der Brunnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, Anfang der 50er Jahre ging die Brauchtumspflege in vielen Ortschaften Zur&#252;ck. Der Grund war recht einleuchtend. Mit der Einf&#252;hrung der zentralen Wasserversorgung kam das Wasser aus der Wasserleitung und die Brunnen waren eigentlich nicht mehr notwendig. Anfang der 80er Jahre erfuhr das Osterbrunnenschm&#252;cken eine intensive Wiederbelebung, so dass bereits 1986 226 Osterbrunnen, auf 169 Ortschaften verteilt, gez&#228;hlt werden konnten. Man geht davon aus, dass es heute in der Fr&#228;nkischen Schweiz mehr als 600 geschm&#252;ckte Osterbrunnen gibt.<br />
Der Brauch des Osterbrunnenschm&#252;ckens beginnt zun&#228;chst mit dem S&#228;ubern der Anlage, dem sog. &#8220;Fegen&#8221;. &#220;bten dieses Amt nur die jungen Burschen aus, so tun dies heute entweder die schm&#252;ckenden Frauen oder deren Ehem&#228;nner. Danach wird der Brunnen geschm&#252;ckt, im Volksmund spricht man dabei vom &#8220;Brunnenputzen&#8221;. Die Osterbrunnen bleiben normalerweise bis zwei Wochen nach Ostern geschm&#252;ckt.</p>
<p>Ein &#8220;durchschnittlicher&#8221; Osterbrunnen in der Fr&#228;nkischen Schweiz umfasst etwa 80 laufende Meter Girlandenschmuck (aus Fichtenzweigen gebundene B&#246;gen) und 1800- 2000 bemalten Eierschalen, wobei immer h&#228;ufiger Plastikeier dort eingesetzt werden, wo Zerst&#246;rung oder Diebstahl m&#246;glich sind, also am Rande der Brunnen. Je weiter innen, desto wertvoller und aufwendiger die Bemalung. Mindestens einen Tag (je nachdem wie viele Menschen mithelfen) dauert es, die Girlanden zu binden (etwa 20 cm lange Fichtenzweige werden mit Draht um eine Eisenstange gebunden), einen halben Tag dauert das Aufstellen des Ger&#252;stes, einen Tag dauert das Schm&#252;cken der Girlanden mit den vorher in zahllosen Stunden handbemalten Eierschalen heimischer H&#252;hner. Dazu kommt vielfach noch umfangreicher Blumenschmuck. Das Bemalen einer Eierschale dauert in der Regel mindestens zwischen ein und zwei Stunden. Die ausgeblasene Eierschale wird mit Essig gereinigt. Wenn die Eierschale getrocknet ist wird das Motiv mit Bleistift vorgezeichnet, danach bemalt und mit Haltestab oder F&#228;den zum Aufh&#228;ngen versehen, danach wird die Eierschale mit einem wetterfestem Lack versiegelt. </p>
<p>In vielen gr&#246;&#223;eren Orten gibt es heute noch &#8220;Osterwiesen&#8221;. Auf diesen ebenen Fl&#228;chen treffen sich am Ostersonntagnachmittag vor allem Kinder und Jugendliche, um die gekochten Ostereier aus den Nestern hoch in die Luft zu schmei&#223;en und aufzuessen, sobald die Schale Risse hat. Es wird berichtet, dass manchmal auch jemand bemalte Holzeier ins Osternest legt. Solche Holzeier ben&#246;tigt man, um H&#252;hner zum Eierlegen zu animieren. Wer so ein Ei in die Luft wirft, braucht einige Zeit ehe er den Schwindel bemerkt.</p>
<p>Die Osterbrunnen-Fahrt<br />
Eine Osterbrunnentour durch die Fr&#228;nkische Schweiz beginnt man am besten in Forchheim. Der Osterbrunnen steht in der Innenstadt auf dem Marktplatz. Der „Kriegerbrunnen“ ist ein touristischer Anziehungspunkt. Zu Ostern ist er besonders sch&#246;n. Ein Dutzend Frauen des katholischen Frauenbundes gestalten den Brunnen in liebevoller Kleinarbeit. Etwa sechstausend Eier zieren die Brunneneinfassung. Die restaurierten und herausgeputzten Fachwerkh&#228;user am Platz geben zudem eine stilvolle Kulisse ab. Von Forchheim starten und enden Tagesausfl&#252;ge zu den sch&#246;nsten Brunnen der Region.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Brauereigastst&#228;tte Eichhorn<br />
(Bamberger Str. 9, Tel.: 09191/64768, www.gasthaus-eichhorn.de)<br />
Brauereigastst&#228;tte Hebendanz<br />
(Sattlertorstra&#223;e 14, Tel.: 09191/60747, www.brauerei-hebendanz.de)</p>
<p>Fahrtstrecke: Von Forchheim fahren wir auf der B470 circa 14 km Richtung Norden nach Ebermannstadt (14,2 km). </p>
<p>Der reich geschm&#252;ckte Osterbrunnen von Ebermannstadt befindet sich auf dem Marktplatz. Am Brunnen erinnert eine Frauenstatue an das m&#252;hevolle Wasserschleppen vor der Zeit der zentralen Wasserversorgung.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man in einer der beiden Brauereien in Ebermannstadt:<br />
Brauerei und Gasthof Schwanenbr&#228;u<br />
(Am Marktplatz 2, 91320 Ebermannstadt, Tel. 0 91 94 &#8211; 2 09, www.schwanenbraeu.de)<br />
Brauerei und Gasthof Sonnenbr&#228;u<br />
(Hauptstr. 29, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09194-9093) </p>
<p>Fahrtstrecke: In Ebermannstadt bleibt man zun&#228;chst auf der B 470, biegt dann ab nach rechts in die Ramstertalstra&#223;e und dann auf die Birkenreuther Stra&#223;e nach Birkenreuth (5,7 km). </p>
<p>Der sehenswerte Osterbrunnen von Birkenreuth befindet sich direkt an der Hauptstra&#223;e. Fr&#252;her sch&#252;tzten die Birkenreuther ihre m&#252;hsam gegrabenen, tiefen Grundwasserstollen mit einem Holzverschlag oder einem Steinhaus. In der Osterzeit wird das Brunnenhaus liebevoll mit Eiern und Schleifen dekoriert.</p>
<p>Fahrtstrecke: Wir fahren zur&#252;ck nach Ebermannstadt auf die B 470; nach 1,5 km links in die L2187 einbiegen – durch Gasseldorf und Unterleinleiter bis nach Heiligenstadt (15,3 km). </p>
<p>In Heiligenstadt befindet sich der Osterbrunnen ebenfalls auf dem Marktplatz. Der achteckige Brunnen wird mit zahlreichen Girlanden versch&#246;nert. An den Osterfeiertagen findet neben einem &#246;kumenischen Gottesdienst ein Tanz rund um den Brunnen statt. Veranstaltet wird er vom Heimat- und Trachtenverein und der Tanzgruppe &#8220;Die Heiligenst&#228;dter Schneckla&#8221;. Weiterhin gibt es noch den Schneckenbrunnen direkt an der Hauptstra&#223;e. In der Woche nach Ostern wird ein Markt veranstaltet.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
In Heiligenstadt kann man bei der Drei-Kronen-Br&#228;u Rast einlegen. Den Brauereigasthof findet man am Marktplatz. Der Wirt macht ein ganz besonderes Angebot: Jedes siebte selbst getrunkene Seidla ist frei.<br />
(Drei Kronen Br&#228;u, Heiligenstadt, Marktplatz 5, 91332 Heiligenstadt, Tel. 09198-522)</p>
<p>Fahrtstrecke: Auf der L2188 (durch Neum&#252;hle) kommt man nach 4 km, geradeaus &#252;ber den Heckenhofer Berg nach Aufse&#223; (6,0 km). </p>
<p>In Aufse&#223; schm&#252;cken die Bewohner zu Ehren des Wassers nicht nur ihren Brunnen, sondern sogar ihre Dorfbr&#252;cke. Sie befindet sich direkt an der Hauptstra&#223;e, einen Osterbrunnen findet man linker Hand, hoch zum Schlossberg.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
In Aufse&#223; bietet sich die Einkehr im Brauereigasthof Rothenbach an. Im Restaurant gibt es fr&#228;nkische K&#252;che mit regionalen Produkten, Hausmacher Brotzeiten, Saisonelle Spezialit&#228;ten wie Karpfen, Spargel, Pfifferlingen oder Wild. Die Empfehlung des Gastwirts: die Fischspezialit&#228;ten. Und dazu einen Schluck gutes Rothenbacher.<br />
(Brauerei Rothenbach, Aufse&#223;, Im Tal 70, 91347 Aufse&#223;, Tel. 09198-92920, www.brauerei-rothenbach.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Aufse&#223; f&#228;hrt man nach Heckenhof und weiter nach Hochstahl (3,2 km). </p>
<p>In Hochstahl befindet sich der Osterbrunnen direkt an Hauptstra&#223;e. </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man im Brauereigasthof Reichold. Die K&#252;che bietet Pfannengerichte, verschiedene Braten, und als Spezialit&#228;t Wildgerichte an.<br />
Die Kleinbrauerei ist seit dem Jahre 1906 im Familienbesitz. Es wird ein fr&#228;nkisches Lagerbier (nicht so s&#252;&#223;, leicht gehopft und sehr s&#252;ffig) gebraut. Das Zwick´l Bier ist ein bernsteinfarbiges, unfiltriertes Kellerbier. Au&#223;erdem gibt es ein s&#252;ffiges helles Hefeweizen. Des Weiteren werden Bierschnaps hergestellt.<br />
 (J&#246;rg Reichold, Hochstahl 24, 91347 Aufse&#223;, Telefon: 09204/919277, www.reichold.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Auf der K39 geht es durch Zochenreuth, Waischenfeld, Hubenberg, Seelig, Voigendorf, Wiesenttal und Albertshof. In Albertshof f&#228;hrt man auf der K35 bis nach Muggendorf (14,3 km). In den einzelnen Orten gibt es kleine Osterbrunnen.</p>
<p>Besonders sch&#246;n ist wieder der Osterbrunnen in Muggendorf. Er befindet sich auf dem Marktplatz (Ortsmitte). </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
F&#252;r eine Rast kann man den Gasthof Walch oder T&#252;rkei empfehlen. Entgegen der naheliegenden Vermutung hat der Name nichts mit dem Land &#8220;T&#252;rkei&#8221; zu tun, sondern r&#252;hrt daher, dass ein Mann namens &#8220;T&#252;rk&#8221; Gr&#252;nder des Gasthofs war. In den letzten zweihundert Jahren machten Studenten der &#8220;Bubenruthia Erlangen&#8221; oft Ausfl&#252;ge in die Fr&#228;nkische Schweiz und fanden schnell den Namen f&#252;r ihr Stammlokal: &#8220;Zur T&#252;rkei&#8221;.<br />
Speisen und Trinken kann man in gem&#252;tlicher Atmosph&#228;re: Fr&#228;nkische Bratw&#252;rste auf Kraut mit Brot, Sauerbraten mit fr&#228;nkischen Kl&#246;&#223;en oder Lendchen in Champignon-Rahm-So&#223;e und anderes mehr. Dazu ein z&#252;nftiges Bier oder einen Selbstgebrannten. Das Brennrecht ist schon immer fest mit dem Gasthof verbunden und wird von Generation zu Generation weiter vererbt. Diese Tradition wird gepflegt, die Branntweine sind daher auch au&#223;ergew&#246;hnlich.<br />
(Gasthof Walch, Oberer Markt 7, 91346 Muggendorf-Wiesenttal, Telefon 09196/205, www.gasthof-walch.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Auf der B470 fahren wir nach G&#246;&#223;weinstein, danach durch Stadelhofen und geradeaus auf der Kleingesser Stra&#223;e weiter nach Kleingesee.(14,0 km). </p>
<p>Den Osterbrunnen von Kleingesees findet man, wenn man in die erste Stra&#223;e nach dem Ortsschild links einbiegt und bis zum Feuerwehrger&#228;tehaus f&#228;hrt. </p>
<p>Fahrstrecke: &#220;ber B&#228;renfels erreicht man Obertrubach (4 km). </p>
<p>In der Gemeinde Obertrubach wird die Trubachquelle am Ortsende seit einigen Jahren mit besonders langen Eiergirlanden best&#252;ckt. Hier beginnt auch der beliebte Trubachtal-Wanderweg. Geschm&#252;ckt ist auch der Laurentiusbrunnen vor Kirche. </p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Landgasthof Alter Wirt<br />
(Geschwand 154, Tel.: 09197/627165, www.landgasthof-alter-wirt.de)<br />
Gasthof Drei Linden<br />
(Obertrubach-B&#228;renfels, Dorfstr. 38, Tel.: 09245/9188, www-drei-linden.com)</p>
<p>Fahrstrecke: Durch Hackerm&#252;hle, Wolfsberg, Untertrubach, Haselstauden und Hammerb&#252;hl erreicht man Egloffstein (10,7 km). </p>
<p>In Egloffstein sind insgesamt sechs Osterbrunnen zu bestaunen. Eine Besonderheit ist der &#8220;Brunnen am Gries&#8221;: Der Brunnen ist eigentlich ein Wasserlauf, der in einem kleinen Teich endet. B&#246;gen aus Fichtenzweigen und bunten Eiern schm&#252;cken ihn w&#228;hrend der Osterzeit.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Rast machen kann man bestens im Gasthof Schlehenm&#252;hle. Urspr&#252;nglich als M&#252;hle eingesetzt, wurde das idyllisch gelegene Anwesen im Jahr 1956 aufw&#228;ndig in eine gem&#252;tliche, famili&#228;re Pension und Gastst&#228;tte umgebaut.<br />
In der K&#252;che kocht die Chefin des Hauses neben internationalen Gerichten nat&#252;rlich auch deftige fr&#228;nkische Spezialit&#228;ten. Die eigene Hausschlachtung und ein eigener Forellenteich sorgen f&#252;r frische und beste Zutaten. Bekannt sind auch die Kuchenspezialit&#228;ten.<br />
(Gasthof und Pension Schlehenm&#252;hle, Schlehenm&#252;hle 1, 91349 Egloffstein, Telefon: 09197/291)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Egloffstein sollten wir zuerst noch einen Abstecher nach Bieberbach (4 km) machen. </p>
<p>In Bieberbach befindet sich der gr&#246;&#223;te fr&#228;nkische Osterbrunnen. Der weltber&#252;hmte Ostereierbrunnen der Dorfgemeinschaft Bieberbach mit seinen 376 Einwohnern steht im Guinness Buch der Rekorde. Zitat: &#8220;Das Guinness Buch der Rekorde best&#228;tigt nach sorgf&#228;ltiger Pr&#252;fung die Rekordleistung: Der Heimatverein …schm&#252;ckte bis April 2000 in Bieberbach einen Osterbrunnen mit 11.108 handbearbeiteten Eiern. Bei den Eiern handelt es sich um echte, ausgeblasene H&#252;hner-, Enten- und G&#228;nseeier. Redaktion Guinness Buch der Rekorde.&#8221; Im Jahr 2005 musste er allerdings den Titel Gr&#246;&#223;ter Osterbrunnen der Welt an Sulzbach-Rosenberg abgeben.</p>
<p>Fahrstrecke: Von Bieberbach fahren wir zur&#252;ck nach Egloffstein und weiter &#252;ber Hammerb&#252;hl nach Gr&#228;fenberg (9,8 km).</p>
<p>Sehr sch&#246;n geschm&#252;ckt ist in Gr&#228;fenberg der Hauptbrunnen auf dem Marktplatz in der Ortsmitte.</p>
<p>Der Osterbraten f&#252;r Leib und Seele<br />
Gr&#228;fenberg hat zwei Brauereigasth&#246;fe. Noch vor dem Tor linker Hand gelegen befindet sich Friedmann’s Braust&#252;berl. Hier kann man es sich in einem historischen Brauereigasthof gut gehen lassen. Es gibt haupts&#228;chlich fr&#228;nkische K&#252;che und nat&#252;rlich die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
(Friedmann’ s Braust&#252;berl, Bayreuther Stra&#223;e 14, 91322 Gr&#228;fenberg, Tel: 09192/318)<br />
Der andere Brauereigasthof ist der Lindenbr&#228;u Brauerei-Gasthof Brehmer-Stockum.<br />
In dem historischen Gasthaus erh&#228;lt man gute fr&#228;nkische K&#252;che und die Bierspezialit&#228;ten der eigenen Brauerei.<br />
(Am Bach 3, 91322 Gr&#228;fenberg, Telefon: 09192 348, www.lindenbraeu.de)</p>
<p>Fahrstrecke: Von Gr&#228;fenberg erreichen wir &#252;ber Mittelehrenbach und Kunreuth Effeltrich (12 km).</p>
<p>Nat&#252;rlich sind auch in Effeltrich die Brunnen mit Ostereiern geschm&#252;ckt. Aber wichtiger ist noch ein ganz besonderer Osterbrauch. Am Ostermontag findet der Georgi-Ritt statt. Festlich geschm&#252;ckte Pferde ziehen durch den oberfr&#228;nkischen Ort und gedenken damit des Heiligen Georg. Bis zu 200 Reiter nehmen mit ihren Pferden an dem Umritt teil. Er ist der Kirchenpatron der Wehrkirche von Effeltrich. Der Georgi-Ritt ist ein Jahrhunderte alter Brauch. Nach der Messfeier am Morgen werden die Pferde an der Wehrkirche gesegnet. Anschlie&#223;end beginnt der Ritt um die Kirchenburg und die 1.000-j&#228;hrige Linde.</p>
<p>Fahrstrecke: Von Effeltrich schlie&#223;lich kann man zur&#252;ckfahren nach Forchheim (7,5 km) oder nach Erlangen (11 km)</p>
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		<title>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 11:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wanderspaziergang Mit der Wanderung beginnen wir in Gasseldorf. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Leinleiterbaches mit der Wiesent am Fu&#223;e eines steil aufsteigenden Tafelbergs. Aus der Ferne &#228;hnelt er einer Burganlage. Von ihm hat man eine hervorragende Aussicht &#252;ber einen gro&#223;en Teil der Fr&#228;nkischen Schweiz, ins Wiesent- und Leinleitertal. Der Volksmund nennt den Berg „Hunnenstein“.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/durch-die-taeler-von-wiesent-und-leinleiter-teil-2">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wanderspaziergang<br />
Mit der Wanderung beginnen wir in Gasseldorf. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Leinleiterbaches mit der Wiesent am Fu&#223;e eines steil aufsteigenden Tafelbergs. Aus der Ferne &#228;hnelt er einer Burganlage. Von ihm hat man eine hervorragende Aussicht &#252;ber einen gro&#223;en Teil der Fr&#228;nkischen Schweiz, ins Wiesent- und Leinleitertal. Der Volksmund nennt den Berg „Hunnenstein“. Und man erz&#228;hlt sich die folgende Geschichte. Als einst die Hunnen unter ihrem blutr&#252;nstigen K&#246;nig Attila im 5. Jahrhundert nach Deutschland kamen durchzogen sie auch die stillen T&#228;ler des Jura. Einem Feldherrn aus seinem Gefolge gefiel es im Wiesenttal so gut, dass er beschloss, aus dem Heer auszutreten und sich mit Weib und Kind hier niederzulassen. Hoch droben auf eben diesem Berg baute er sich eine Wallburg aus Holz und Erde und lebte still und zufrieden im Kreise der Seinen. So weit die Geschichte; die Historiker misstrauen ihr, weil man weder wei&#223; wie der Hunne gehei&#223;en hat noch wie lange er hier gelebt hat. Viel sp&#228;ter, etwa im 12. Jahrhundert, beschloss ein Ritter aus dem Geschlecht der Aufse&#223; an der gleichen Stelle eine m&#228;chtige Steinburg erbauen zu lassen. Die Arbeiten begannen plangem&#228;&#223;. Aber der Geist des m&#228;chtigen Hunnen riss &#252;ber Nacht das ein, was am Tag aufgebaut worden war. So gaben die Ritter irgendwann ihren Versuch auf. Der Berg hatte aber seinen Spitznamen abbekommen. Er hie&#223; von nun an „Hunnenstein“.<br />
&#220;brigens f&#252;r die Gasseldorfer gibt es auch noch einen Spitznamen, n&#228;mlich Hab’ochsen. Die Geschichte geht zur&#252;ck auf einen Gasseldorfer Bauern, der bei der Predigt des Pfarrers immer ein kleines Nickerchen machte. Er h&#246;rte noch den Pfarrer die Geschichte vom Hochzeitsmahl erz&#228;hlen, dass viele eingeladen waren aber jeder seine Entschuldigung hervorbrachte, einer gerade einen Joch Ochsen gekauft hatte und sich daher ebenfalls entschuldigte. Da schlief der Bauer ein und tr&#228;umte von seinen eigenen Ochsen. Auf die war er sehr stolz, weil seine Hab’ochsen (Hauptochsen) die besten im Dorf waren. Der Pfarrer hatte seine Predigt gerade mit einem kr&#228;ftigen Amen beendet, da fuhr der Bauer aus seinem Schlummer hoch und rief ein laut vernehmbares „Hab’Ochs“. Und seit diesem Vorfall nennt man die Gasseld&#246;rfer „Hab’ochsen“wenn man sie &#228;rgern will.<br />
Von der Bushaltestelle &#252;berqueren wir die Verbindungsstra&#223;e nach Unterleinleiter und halten uns zun&#228;chst rechts bis zum halb links hoch f&#252;hrenden Druidenweg. Die Markierung ist eine gelbe Raute. Zuerst m&#252;ssen wir noch auf geteerter Stra&#223;e gehen, dann auf einem Schotterweg, der langsam ansteigt. Zuerst gehen wir noch am Leinleiterbach entlang, dann f&#252;hrt der Weg hinein in den Wald. Wir kommen durch einen ansteigenden Hohlweg, &#252;berqueren eine kleine Schlucht. Es geht weiter &#252;ber Wiesen und Felder und wir gehen dann abw&#228;rts. Der Kirchturm von Unterleinleiter ist unser Wegweiser.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Unterleinleiter liegt inmitten des Leinleitertales, an der Einm&#252;ndung des D&#252;rrbaches in die Leinleiter, umgeben von Wiesen und &#196;ckern, eingerahmt von den mit mischwaldbedeckten H&#246;henz&#252;gen des Fr&#228;nkischen Juras.<br />
Die beiden Pfarrkirchen und das Schloss der ehemaligen Freiherrn von Seckendorff pr&#228;gen den Ort. In der &#228;lteren evangelischen Bartholom&#228;uskirche (neben dem Schloss) befindet sich ein Grabmal der Ritter von Streitberg aus dem Jahr 1629. Teile der Kirche gehen bis auf das 11. Jahrhundert zur&#252;ck. Die katholische Peter-und-Paul-Kirche wurde 1841 erbaut. Besonders wichtig f&#252;r den Ort war &#252;ber viele Jahrhunderte das Schloss. Die Herren Motschiedler von Gerau werden in einer Urkunde von 1372 als erste Besitzer genannt. Im 16. Jahrhundert ging es von diesen an die Herren von St&#252;big und an die Ritter von Streitberg. Im Jahre 1523 fiel es dem Bauernkrieg zum Opfer, wurde aber wieder aufgebaut. 1690 ging fast das ganze Dorf in Flammen auf, wobei auch das Schloss mit zu Grunde ging. 1757 werden durch Heirat die Herren von Seckendorff Schlo&#223;herren auf Unterleinleiter. Das Schloss erhielt seine heutige Form um 1770.<br />
In dem Schloss war im August 1780 die damals 19-j&#228;hrige Charlotte von Kalb, die Freundin der Dichter Schiller und Jean Paul, bei der Frau Geheimrat von Seckendorff zu Besuch. Die Freiherren von Seckendorff hatten fr&#252;her hier ein Patrimonialgericht.<br />
Im Jahr 1952 gaben die Freiherren von Seckendorff ihr Schloss und ihren gesamten Besitz in Unterleinleiter auf. Ab 1958 wurden Schloss und Park wieder von Privathand erworben. Daher kann das Schloss nicht besichtigt werden.<br />
Sehr sch&#246;n ist die Parklandschaft. Sie wurde nicht nach historischen Vorbildern gestaltet, sondern g&#228;rtnerisch und k&#252;nstlerisch modern weiterentwickelt. Moderne Kunstwerke stehen jetzt im Einklang mit der Parkbepflanzung.<br />
Veranstaltungstipp: Im Schlosspark finden in den Sommermonaten Klassik-Openair-Veranstaltungen statt. </p>
<p>In Unterleinleiter folgt man der Markierung „schwarzer Punkt auf gelbem Grund“. Wir wandern auf dem Veilbronner H&#246;henweg. Wir kommen auf ein weites Hochplateau mit wunderbaren Ausblicken auf die umliegenden, fast 500 m hohen Bergr&#252;cken der Fr&#228;nkischen Schweiz. Von der H&#246;he f&#252;hrt die Stra&#223;e hinunter zur Ortschaft Veilbronn.</p>
<p>Veilbronn (fr&#228;nkisch: Fallbrunn) ist ein Ortsteil von Heiligenstadt. Nur 74 Einwohner wohnen in dem Dorf. Veilbronn war nie ein richtiges Bauerndorf. Die Einwohner des Dorfs haben fr&#252;h auf den Tourismus umgestellt.<br />
Der Ort liegt an der Leinleiter sehr romantisch zwischen Felsen. Der Name kommt von &#8220;vielen Brunnen&#8221; und wurde bereits im Jahre 1154 genannt. Von dem einstigen Wasserschl&#246;sschen, das erst Anfang dieses Jahrhunderts abgetragen wurde, ist nur noch ein Fragment erhalten geblieben. </p>
<p>Gut einkehren kann man bei Sponsel-Regus Superior. Aus der Chronik geht hervor, dass das Haus seit 1760 im Familienbesitz ist. Es wurde immer wieder umgebaut und erweitert. Seit 1978 ist der Besitz nun in die H&#228;nde von Werner Regus &#252;bergegangen und wird von ihm und seiner Frau nach der Maxime gef&#252;hrt: &#8220;Wer aufh&#246;rt, besser sein zu wollen, der hat aufgeh&#246;rt gut zu sein&#8221;. Der Landgasthof wurde im Laufe der Zeit umgebaut und mehrmals erweitert. Es kamen ein Hallenbad, Gast- und Aufenthaltsr&#228;ume, sowie eine neue K&#252;che, Lager- und K&#252;hlr&#228;ume hinzu. Das Landhaus hat jetzt eine stattliche Gr&#246;&#223;e von ca. 100 Betten.</p>
<p>In Veilbronn folgen wir der Markierung des Frankenwegs ins Leidingshofer Tal. Wir kommen vorbei an sch&#246;nen Felsformationen, wof&#252;r diese T&#228;ler ber&#252;hmt sind. Der Weg durch dieses wunderbare Tal ist mit den Symbolen des Frankenweges gekennzeichnet. Der Pfad steigt dann an und f&#252;hrt neben einem schr&#228;g, frei liegenden Felsbrocken hinaus auf das freie Feld. Oben verlassen wir den Frankenweg und folgen dem Symbol gelbes Dreieck. Der Weg f&#252;hrt nach St&#246;rnhof. Wir folgen unserer Markierung bis wir die Burgruine Streitberg erreichen. Wir durchqueren den Innenhof und haben dann herrliche Ausblicke nach allen Seiten. Linker Hand sehen wir die Burgruine Neideck, dahinter das Wiesenttal, rechts sieht man bei guter Sicht hinter Ebermannstadt sogar das Walberla.</p>
<p>Attraktiver Zwischenstopp<br />
Die Ritter von Streitberg erbauten sich ihre Burg vor dem Jahr 1120. Man wei&#223; nicht viel &#252;ber dieses Rittergeschlecht, nur soviel, dass die Ritter untereinander ziemlich zerstritten waren und das Geschlecht 1690 erlosch. Schon vorher waren die Besitzrechte der Burg an den Bischof von Bamberg gegangen. Fest steht, dass die Burganlage 1508 von den Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach k&#228;uflich erworben wurde und fast 300 Jahre in deren Besitz blieb. 1529 trat Graf Alrecht Alcibiades mit seinen Untertanen zum lutherischen Bekenntnis &#252;ber, wodurch eine protestantische Insel im katholischen Umland entstand. Im Jahre 1553 &#8211; nur einen Monat nach der Zerst&#246;rung der gegen&#252;berliegenden Burg Neideck durch die &#8220;Marktgr&#228;flichen&#8221; &#8211; wurde die Streitburg ebenfalls in Schutt und Asche gelegt. Bis 1565 wurde sie wieder aufgebaut, im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg erneut gepl&#252;ndert und ausgebrannt. Der vollst&#228;ndigen Wiederherstellung bis 1658 folgten Zeiten andauernder Geldnot, so dass die Burg langsam wieder verfiel und im 18. Jahrhundert als Getreidespeicher genutzt wurde. 1803 fiel sie an das neue K&#246;nigreich Bayern und wurde 1812 an die Streitberger B&#252;rger verkauft. Die nutzten die Burg jedoch als Steinbruch. So verkam sie bald zur heutigen Ruine. Wenigstens den sch&#246;nen Blick konnte niemand zerst&#246;ren.<br />
Unter uns liegt Streitberg, ein schickes fr&#228;nkisches Dorf mit vielen Fachwerkh&#228;usern. Wir nehmen den Weg hinunter in das Dorf. Streitberg ist klein, hat einen Marktplatz um den sich ein paar H&#228;user gruppieren. Der Ort selbst ist ber&#252;hmt wegen drei Sehensw&#252;rdigkeiten. Wir haben bereits die Ruine Streitberg besucht. Nun k&#246;nnten wir noch die Bingh&#246;hle besuchen, deren Zugang sich direkt in Streitberg befindet.<br />
Im Jahre 1905 wurde die &#8220;Bingh&#246;hle&#8221; von dem N&#252;rnberger Kommerzienrat Ignaz Bing entdeckt und erschlossen. Sie erstreckt sich &#252;ber eine L&#228;nge von 300 m durch das Erdinnere und kann gefahrlos durchwandert werden. Phantastische Tropfsteingebilde in unmittelbarster N&#228;he des Betrachters vermitteln den Eindruck einer Tropfstein-Galerie.<br />
Die dritte Sehensw&#252;rdigkeit von Streitberg ist der Streitberger Bitter. Die Alte Kulturhausbrennerei Hans Hertlein hat dem Streitberger Bitter zu Weltruhm verholfen. Die Brennerei stellt Spirituosen von h&#246;chster Qualit&#228;t her. Das Hauptprodukt ist der Streitberger Bitter, eine ausgewogene Kombination von 53 Kr&#228;utern, Beeren, Wurzeln und Rinden und weiteren 20 Ingredienzien, darunter Fruchts&#228;fte und Fruchtweine und nat&#252;rlich einer Vielzahl von Geheimnissen. Dieser Bitter wurde das erste Mal 1898 hergestellt, zu einer Zeit als die Menschen noch eine innere Beziehung zum Kr&#228;utergarten der Natur hatten. Der Streitberger Bitter ist ein kr&#228;ftig-w&#252;rziger Kr&#228;uterlik&#246;r, der vor dem Essen als Aperitif getrunken wird oder ganz klassisch nach dem Essen als Digestif.<br />
Einkehren kann man im Gasthof Schwarzer Adler. (Dorfplatz 7, Tel. 09196 / 929490)<br />
Der Gasthof befindet sich in einem sch&#246;nen Fachwerkhaus. Durch die Wirtsstube gelangt man in den gem&#252;tlichen Garten des Gasthofs. Im Schatten der Laubb&#228;ume kann man sich gen&#252;sslich zur&#252;cklehnen und den Gaumen mit fr&#228;nkischen Spezialit&#228;ten verw&#246;hnen. Besonders beliebt sind Sch&#228;ufele und Krustenbraten. Dazu gibt es Kulmbacher.</p>
<p>Von Streitberg f&#252;hrt die Stra&#223;e entlang der Wiesent nach Gasseldorf, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.</p>
<p>Ein Wort zu Joseph Victor von Scheffel, dem gro&#223;en Frankendichter. Er wurde 1826 geboren, adelt 1876 geadelt und er stark 1886. Er war zu seiner Zeit viel gelesener deutscher Schriftsteller und Dichter. Er gilt als Begr&#252;nder des Begriffes „Biedermeier“.<br />
Scheffel vereinigte in seinen Werken die beiden Grundstr&#246;mungen des damaligen Zeitgeistes, b&#252;rgerliche Bildungsbeflissenheit und nationale Begeisterung. Seine historischen Epen und Erz&#228;hlungen haben wahrscheinlich nicht unwesentlich zu dem seit der Bismarckzeit aufkommenden Selbstbild der Deutschen gef&#252;hrt. Es ergab sich eine altfr&#228;nkisch biedere, ungek&#252;nstelt zuverl&#228;ssige und ernsthaft strebsamen Nation.<br />
Mit seinem Lied der Franken („Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“) ist Scheffel in deren Heimatland zwischen Main und Donau allgegenw&#228;rtig; die Franken betrachten es als ihre &#8216;heimliche Nationalhymne&#8217;. (nach Wikipedia)<br />
In seinen Epen hat er insbesondere sein geliebtes Frankenland beschrieben. Einige Verse beschreiben auch die Region, in der wir uns gerade aufhalten: </p>
<p>Am Streitberg ragt der Steinklotz schroff<br />
Und wei&#223;, wie meerverwaschen,<br />
Das Pilgerst&#252;blein auf dem Hof<br />
Wei&#223; nichts von leeren Flaschen.<br />
Noch bl&#252;ht dem Talvogt Christian<br />
Karfunkelrot die Nase,<br />
Und Weihrauchdampf, der Burgkaplan,<br />
Turniert mit ihm beim Glase.</p>
<p>Vor Neideck dr&#252;ben woll&#8217;n wir auch<br />
Mit Schall die Fiedel streichen,<br />
Da&#223; die am Tor nach Hofburgsbrauch<br />
Den Spielmannspfennig reichen.<br />
Frau Wulfhild mit der Sammethand<br />
Erscheint im Veilchenkr&#228;nzlein;<br />
Die Herren trabten weit ins Land,<br />
Wohlauf ein Sch&#252;lert&#228;nzlein!</p>
<p>Zum schwindelhohen Adlerstein<br />
Versuch ich fr&#252;h ein Klettern,<br />
Schau rundum ins Gebirg hinein<br />
Und la&#223; die Laute schmettern.<br />
Fr&#252;hnebel spielt, von Wind gefacht<br />
Um Felsen, grobgestaltig,<br />
Hochland, wilde Hochlandpracht,<br />
T&#228;ler gr&#252;n und waldig!</p>
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		<title>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter Teil 1 Wanderung von Gasseldorf nach Streitberg Lage Ebermannstadt befindet sich nord&#246;stlich von Forchheim. Man erreicht die Stadt von Forchheim &#252;ber die B 470 Highlights der Stadtbegehung: Marktplatz mit historischem H&#228;userensemble und Marienkapelle Highlights der Wanderung: Gasseldorf und der „Hunnenstein“, Leinleitertal, Schlo&#223; und Parkanlage in Unterleinleiter, Felsenensemble bei<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/durch-die-taeler-von-wiesent-und-leinleiter">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die T&#228;ler von Wiesent und Leinleiter<br />
Teil 1<br />
Wanderung von Gasseldorf nach Streitberg</p>
<p>Lage Ebermannstadt befindet sich nord&#246;stlich von Forchheim. Man erreicht die Stadt von Forchheim &#252;ber die B 470<br />
Highlights der Stadtbegehung: Marktplatz mit historischem H&#228;userensemble und Marienkapelle<br />
Highlights der Wanderung: Gasseldorf und der „Hunnenstein“, Leinleitertal, Schlo&#223; und Parkanlage in Unterleinleiter, Felsenensemble bei Veilbronn,<br />
Wanderung: Von Gasseldorf durch das Leinleitertal bis Veilbronn und zur&#252;ck durch das Leidingshofertal bis Streitberg und zur&#252;ck nach Gasseldorf. Wegstrecke: ca 17 km; Gehzeit: ca. 5 Stunden.</p>
<p>Ebermannstadt nennt sich die heimliche Hauptstadt der Fr&#228;nkischen Schweiz, wobei der Name Eingangstor zur Fr&#228;nkischen Schweiz wohl den Sachverhalt besser treffen w&#252;rde. Andere nennen die Stadt auch noch Herz der Fr&#228;nkischen Schweiz. Herz hat Ebermannstadt mit Sicherheit. Ein Spaziergang durch die Stadt macht viel Freude. Etwas versteckt liegt die sehenswerte Ebermannst&#228;dter Altstadt. Sie verf&#252;gt aber viel fr&#228;nkischen Charme. Dazu laden auch die Gesch&#228;fte, Cafés und Gastst&#228;tten ein, die im Sommer mit Bierg&#228;rten erg&#228;nzt werden. Auch zwei Brauereien gibt es noch in der Stadt, die ihr Bier nach eigenen Rezepten brauen.</p>
<p>Gang in die Geschichte<br />
Der Ort wurde bereits 981 als kaiserliche &#8220;villa Ebermarstad&#8221; genannt. Aber die Urspr&#252;nge des Ortes geht in die Zeit vor 531 zur&#252;ck. Ca. 1230 kommt Ebermannstadt in den Besitz der Herren von Schl&#252;sselberg. Am 9.10.1323 erfolgt die Stadterhebung durch Kaiser Ludwig von Bayern. Ebermannstadt darf befestigt werden, bekommt das Marktrecht und erh&#228;lt einen Rat.<br />
1430 wurde der Ort durch Hussiten zerst&#246;rt, die damals in der ganzen Region schrecklich w&#252;teten. Erneute Verw&#252;stungen gab es im Zweiten Markgrafenkrieg 1552, im Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg durch die Schweden und schlie&#223;lich 1796 unter durchziehenden Franzosen. Eine steile Aufw&#228;rtsentwicklung der Stadt erfolgt insbesondere nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Damals fanden hier viele Heimatvertriebene, vor allem aus Schlesien, Ostpreu&#223;en und aus dem Sudetenraum eine neue Heimat.<br />
So ist die Stadt heute auf der einen Seite modern, aufstrebend, dynamisch, auf der anderen Seite aber immer noch gem&#252;tlich und traditionell.</p>
<p>Stadtbegehung<br />
Die Altstadt besitzt viele sehenswerte Fachwerkh&#228;usern besonders auch um den Marktplatz, so dass es Sinn macht, auch dort mit der Stadtbegehung zu beginnen.<br />
Mit dem Erhalt der Stadtrechte 1323 durfte auch Markt abgehalten werden. Ein gro&#223;z&#252;giger Marktplatz war also wichtig. Auf ihm wurden auch die Vieh-, Pferde- und Schweinem&#228;rkte abgehalten. Zum Marktplatz geh&#246;ren seit langer Zeit auch die Brunnen. 1867 wurde anstelle der urspr&#252;nglichen zwei Brunnen ein gusseiserner Brunnen, mit 4 Wassersch&#246;pfern und einer vergoldeten Marienfigur errichtet. 1998 wurde bei der Neugestaltung der Hauptstra&#223;e und des Marktplatzes der gesamte Bereich verkehrsberuhigt und wieder zwei Brunnen eingegliedert. Der neue Marienbrunnen ist in seiner Form dem 1867 errichteten Brunnen entlehnt. In der Achse steht der zweite Brunnen. Der Marktplatz ist heute Fu&#223;g&#228;ngerzone.<br />
Die Stadtanlage mit dem Verlauf der Strassen und Pl&#228;tze sind seit dem Mittelalter unver&#228;ndert. Allerdings sind bei jedem Kriegsgeschehen wichtige Teile der Stadt zerst&#246;rt worden. So ging auch im 30-j&#228;hrigen Krieg die Stadt in Flammen auf. Dabei wurde das Rathaus auf dem Marktplatz und mit ihm das Archiv der Stadt, zerst&#246;rt. Nach Ende des 30-J&#228;hrigen Krieges errichtete man an dieser Stelle das neue Rathaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Bauf&#228;lligkeit wieder abgebrochen und durch den Sandsteinbau ersetzt wurde. Bis Anfang der 70er Jahre befand sich ein kleiner Turm auf dem Geb&#228;ude. Im gro&#223;en Rathaussaal befand sich zeitweise das Heimatmuseum. Heute ist der Bau im Privatbesitz.<br />
Fachwerkh&#228;user gibt es in der Stadt noch viele. Aber auch sie wurden ein Opfer der Kriegswirren. So datieren heute die &#228;ltesten Fachwerkh&#228;user aus der Zeit nach 1670. Etwa die H&#228;lfte der H&#228;user steht unter Denkmalschutz sowie die gesamte Altstadt unter Ensembleschutz.<br />
Das &#228;lteste Geb&#228;ude der Stadt ist die Marienkapelle (etwa 13.Jahrh.) mit Wehrturm, gotischem Grundbau und sp&#228;tbarocker Innenausstattung. Das Deckengem&#228;lde im Chor wurde bei der letzten Restaurierung, die 1978 beendet wurde, freigelegt. Die Bemalung der Empore und Decke datieren von 1687/88. Der Innenraum wurde 1796 beim Durchzug der napoleonischen Truppen teilweise zerst&#246;rt.<br />
Bereits im 14. Jahrhundert werden zwei Kirchen erw&#228;hnt, so m&#252;ssen auch wir auf die zweite Kirche hinweisen. Es ist die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus.<br />
Urspr&#252;nglich stand an dieser Stelle eine mit 4-Scharwacht&#252;rmen versehene Wehrkirche die wegen Bauf&#228;lligkeit 1853 durch einen einfachen Neubau ersetzt wurde. 1859 erfolgte die Einweihung der Stadtpfarrkirche.<br />
Interessant ist das Scheunenviertel, das unter Ensembleschutz steht. Die Bebauung in der Altstadt war genau festgelegt. So durften nur die Stallungen und ein kleiner Anbau in der N&#228;he des Hauses gebaut werden. Aus Platzgr&#252;nden und zum Feuerschutz wurden die Scheunen au&#223;erhalb der Stadt errichtet. Wie wichtig dieser Feuerschutz war, zeigte der Brand von 1900 bei dem 24 Scheunen nach einem Blitzeinschlag ein Raub der Flammen wurden</p>
<p>Kulinarische Tipps:<br />
Nat&#252;rlich gibt es auch in Ebermannstadt zwei Brauereien, die man unbedingt besuchen sollte.<br />
Beginnen wir mit der Brauerei und dem Gasthof Schwanenbr&#228;u. Seit 1812 wird Pilsner, Vollbier, M&#228;rzen, Festbier (zum Altstadtfest) und Weihnachtsbock gebraut. Dazu kommen diverse geistige Getr&#228;nke. Das Bier und den Schnaps kann man in der Gastst&#228;tte und im idyllischen Biergarten probieren. Die K&#252;che bietet nicht nur fr&#228;nkische Kost, sondern durchaus auch internationale Gourmet-K&#252;che. In der Saison gibt es eine reichhaltige Karpfenkarte. Dann erst erkennt man in vielen Varianten man Karpfen zubereiten kann. Im Biergarten gibt es nat&#252;rlich auch z&#252;nftige Brotzeiten.<br />
(Am Marktplatz 2, 91320 Ebermannstadt, Tel. 0 91 94 &#8211; 2 09, www.schwanenbraeu.de) </p>
<p>Weiterhin ist zu erw&#228;hnen die Brauerei und Gasthof Sonnenbr&#228;u. Das Bier wird im ehemaligen „Kommunbrauhaus“ der Stadt Ebermannstadt gebraut. Das Ergebnis sind Sonnen-Pils, Sonnen-Gold und Kellerbier. Der Brauer empfiehlt insbesondere die oberg&#228;rige Spezialit&#228;t „Eber- Wei&#223;e“. In der Brennerei wird auch ein „Bier-Brand“ hergestellt. Im Gasthof gibt es als Speisen Karpfen, Forellen, fr&#228;nkische Spezialit&#228;ten und vegetarische Gerichte.<br />
(Hauptstr. 29, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09194-9093)<br />
Weitere Informatioinen finden Sie in dem Buch &#8220;Sillte Wege rund um N&#252;rnberg&#8221;, erschienen im Bergverlag.</p>
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		<title>Aus dem Buch: Stille Wege rund um N&#252;rnberg</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 10:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Franken blog]]></category>
		<category><![CDATA[Cadolzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarischer Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Stille Wege rund um Nürnberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Cadolzburg, ein Schatzk&#228;stchen hat sich herausgeputzt Wanderung von Cadolzburg nach Erlangen – auf den Spuren der Markgrafen Lage: Cadolzburg befindet sich westlich von F&#252;rth, zu erreichen &#252;ber die B8 Highlight der Stadtbegehung: die imposante Burganlage Highlight Wanderung: Wehrkirchenanlagen von Seukendorf, Veitsbronn, Obermichelbach, Kriegenbrunn Wanderung Wegl&#228;nge ca. 23 km, Gehzeit: 6 Stunden Es hat lange gedauert<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/aus-dem-buch-stille-wege-rund-um-nuernberg">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cadolzburg, ein Schatzk&#228;stchen hat sich herausgeputzt</p>
<p>Wanderung von Cadolzburg nach Erlangen – auf den Spuren der Markgrafen</p>
<p>Lage: Cadolzburg befindet sich westlich von F&#252;rth, zu erreichen &#252;ber die B8</p>
<p>Highlight der Stadtbegehung: die imposante Burganlage</p>
<p>Highlight Wanderung: Wehrkirchenanlagen von Seukendorf, Veitsbronn, Obermichelbach, Kriegenbrunn</p>
<p>Wanderung Wegl&#228;nge ca. 23 km, Gehzeit: 6 Stunden</p>
<p>Es hat lange gedauert bis die Zerst&#246;rungen, die in den letzten Kriegstagen erfolgten beseitigt wurden. Aber seit ein paar Jahren erstrahlt die Cadolzburg wieder in altem Glanz. Das ist ein &#252;berzeugender Grund, den Ort zu besuchen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gang in die Geschichte</span></p>
<p>Er beginnt mit dem Namen. Die &#228;lteste bekannt gewordene Schreibweise war „Kadoldesburc“, leitet sich also von einem gewissen „Kadold“ ab. Wer dies war, wei&#223; man nicht richtig. Nehmen wir einmal an, wie so mancher Historiker, dass es jener Kadold war, der um 793 das Kloster Herrieden an der Altm&#252;hl gr&#252;ndete und der Graf unter Kaiser Karl dem Gro&#223;en war. Fest steht, dass das Gebiet um Cadolzburg zu dieser Zeit bereits besiedelt war. Ein Gr&#228;berfeld weist darauf hin. Die erste urkundliche Bezeugung dieses Ortes erfolgte wie meist in den Jahren der systematischen Geschichtsschreibung und ging zur&#252;ck auf einen Gebietstausch zur&#252;ck. So geschah dies auch hier. Ein gewisser Abt Nikolaus von Heilsbronn tauschte Zehntrechte ein. Der Tauschpartner, der Bischof von W&#252;rzburg konnte diesen Tausch jedoch nicht mehr beurkunden, denn er starb vorher und auch sein Nachfolger lie&#223; sich Zeit. So wurde die entsprechende Urkunde erst 1157 ausgestellt. So richtig kann man die Besitzrechte in dieser Zeit nicht rekonstruieren. Vielleicht nur so viel: 1221 nannte sich ein Geistlicher nach Cadolzburg: Heinricus de Kadolspurch und dr&#252;ckte damit gewisse Besitzrechte aus. Und 1242 bezeugte ein Heinricus de Karleburc eine G&#252;terschenkung an das Kloster Heilsbronn. Karleburg/Karlsburg ist eine vielfach belegte mundartliche Form f&#252;r Cadolzburg.</p>
<p>Wahrscheinlichgeh&#246;rte Cadolzburg damals zum Besitz des W&#252;rzburger Bischofs.</p>
<p>Die Historiker gehen davon aus, dass der Bischof von W&#252;rzburg 1245/46 die Cadolzburg seinem Gefolgsmann Burggraf Konrad &#252;bereignete. Damit ging das Gebiet an die Hohenzollern. Dieser und sein Sohn Friedrich III. bauten Cadolzburg zu ihrem neuen Zentrum aus. Erhalten geblieben sind aus dieser Zeit Ringmauer, Torturm, der Pallas und der obere Zwinger.</p>
<p>Interessant ist, dass der heutige „Bauhof“ unterhalb der Cadolzburg, jenseits der Weiherkette, das Landgut des Burgherren war. Der Hof hatte eine Sonderstellung, denn alle burggr&#228;flichen Untertanen der Umgebung mussten je einen Tag bei der Ernte auf diesem Hof arbeiten.</p>
<p>Im Tal unterhalb der Burg hatte sich bei der Pfarrkirche eine Ansiedlung der Dienstleute entwickelt. Kurz nach 1300 wurde auf der H&#246;he vor der Burg planm&#228;&#223;ig von Burggraf Friedrich IV eine Marktsiedlung angelegt. Die Ausstattung der neuen Siedlung mit Grund war jedoch sehr unzureichend. Sie war auf allen Seiten eingeengt durch herrschaftliche Bauten und Land, so dass die Bewohner keine Entwicklungsm&#246;glichkeiten sahen und viele nach N&#252;rnberg zogen.</p>
<p>Mehr als zweihundert Jahre lang sch&#228;tzten die zollerischen Burggrafen von N&#252;rnberg die Cadolzburg als Ausweich-Residenz. Die burggr&#228;fliche Familie hatte sich schmollend hierher zur&#252;ckgezogen, weil die B&#252;rger der Reichsstadt offen und heimlich die burggr&#228;flichen Widersacher unterst&#252;tzten. Dies artete sogar in kriegerische Auseinandersetzungen aus. Der kleine Markt Cadolzburg musste darunter leiten, die N&#252;rnberger eroberten den Ort erobert und brannten ihn nieder. Auch die M&#252;hlen wurden zerst&#246;rt um die Brotversorgung des Gegners lahm zu legen. Erst als die Kr&#228;fte beider Parteien ersch&#246;pft waren, kam es 1450 zu einem vorl&#228;ufigen Ausgleich und drei Jahre sp&#228;ter zu einem Friedensvertrag.</p>
<p>Die hochgesteckten Pl&#228;ne des Markgrafen Albrecht Achilles f&#252;hrten im 15. Jahrhundert erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Cadolzburg wurde wieder einmal niedergebrannt.</p>
<p>Trotz sozialer und gesellschaftlicher Umw&#228;lzungen schien das 16. Jahrhundert Cadolzburg relativen Frieden beschert zu haben. Auch der Drei&#223;igj&#228;hrige Krieg schien an Cadolzburg vorbei zu eilen. Dann lagerte jedoch von Juli bis September 1632 die Wallenstein´sche Armee bei Zirndorf. Nach den Einf&#228;llen 1631-1634 waren &#252;ber zwei Drittel aller H&#228;user niedergebrannt oder verfallen.</p>
<p>Bereits wenige Jahre nach dem Friedensschluss begann der Wiederaufbau. 1659 wurde die Abhaltung von Wochenm&#228;rkten dienstags und freitags genehmigt. Dennoch zog sich der Aufbau Jahrzehnte hin.</p>
<p>W&#228;hrend der Regierungszeit des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich entstand in eineinhalbj&#228;hriger Bauzeit von 1750 bis 1751 in Cadolzburg auf den Grundmauern der mittelalterlichen Vorg&#228;ngerkirche eine neue Pfarrkirche in den Formen des franz&#246;sischen Klassizismus. Dennoch erhielt der Kirchenbau auch eine fr&#228;nkische Auspr&#228;gung: Die Fassaden wurden durch Lisenen und Fensterb&#228;nder, wie damals typisch, zur&#252;ckhaltend gegliedert. Ebenso schlicht gehalten ist der Innenraum mit der auf drei Seiten umlaufenden doppelten Empore, der einer stattlichen Gemeinde Raum bietet.</p>
<p>1806 wurde Cadolzburg ins k&#246;nigliche Bayern &#252;berf&#252;hrt. Das bedeutete eigentlich nichts, denn alle Gelds&#228;ckel waren leer, die der Gemeinde und die des Staates. Der bayerische Staat verkaufte ehemals herrschaftlichen Grund und erm&#246;glichte so die Erweiterung des Ortes. Die Erwerbssituation im Ort war ung&#252;nstig. Es hatte sich zwar ein beachtliches Kleingewerbe mit &#252;berdurchschnittlich vielen Webern, Schneidern und Drechsler gebildet. Sie arbeiteten jedoch f&#252;r Fabriken und Verleger in F&#252;rth, waren den konjunkturellen Schwankungen erheblich ausgeliefert und erzielten kaum den n&#246;tigsten Lebensunterhalt. In der Landwirtschaft begann man Hopfen und Tabak anzubauen. Schon 1788 waren die hier angebauten Zwetschgen, &#196;pfel, N&#252;sse und Weintrauben (sp&#228;ter auch Kirschen) wegen ihrer G&#252;te und Gr&#246;&#223;e ger&#252;hmt worden. Wichtig war die Erweiterung der Bahnlinie F&#252;rth-Zirndorf nach Cadolzburg. Und die Eisenbahngesellschaft erbaute als Attraktion den Aussichtsturm. Als „Bleistift“ ist er zum Wahrzeichen des Ortes geworden.</p>
<p>Die Stadt kam einigerma&#223;en durch den Ersten Weltkrieg, wenngleich die wirtschaftliche Not gro&#223; war. Und auch den Zweiten Weltkrieg h&#228;tte man fast unbeschadet &#252;berstanden. Eigentlich war der Krieg schon verloren, die Amerikaner r&#252;ckten bereits auf N&#252;rnberg vor, da setzte sich eine Gruppe der 17. SS-Panzergrenadier-Division in Cadolzburg fest, um von der Feste aus Widerstand zu leisten. Am fr&#252;hen Nachmittag des 17. April 1945 griffen die Amerikaner Cadolzburg an. Der Widerstand war so erbittert, dass die amerikanische Infanterie einen Luftangriff auf Cadolzburg anforderte. Zum Gl&#252;ck f&#252;r den Ort standen keine Flugzeuge zur Verf&#252;gung. Dennoch wurde der Widerstand mit Artillerie und Panzerkanonen niedergek&#228;mpft und die Cadolzburg mit Raketen beschossen. Nach Abschluss der K&#228;mpfe brannte nicht nur die Burg. Sechsundf&#252;nfzig weitere Geb&#228;ude – Wohnh&#228;user, Werkst&#228;tten, St&#228;lle und Scheunen – waren mehr oder weniger zerst&#246;rt, besch&#228;digt und unbenutzbar. Au&#223;erdem mussten die Einwohner zusammenr&#252;cken. Ausgebombte und Evakuierte aus N&#252;rnberg und aus Norddeutschland wurden hier untergebracht. Am 1946 kamen die Fl&#252;chtlingstrecks aus Ostpreu&#223;en, Pommern und Schlesien. Die Versorgungslage war schwierig und die Wohnungsnot gravierend. Aber dennoch ging es langsam aufw&#228;rts und Cadolzburg wandelte sein Gesicht in den Jahren 1950-1970 erheblich.</p>
<p>Sp&#228;t wurde mit einem Kostenaufwand von mehr als 20 Mill. Euro die zerst&#246;rte Cadolzburg soweit wieder hergestellt, dass sie &#228;u&#223;erlich ihr altes Aussehen erlangt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Stadtbegehung</span></p>
<p>Vielleicht beginnt man mit Stadtbegehung am „Bleistift“, dem Aussichtsturm. Er befindet sich au&#223;erhalb der Altstadt, auf dem h&#246;chsten Punkt, heute umgeben von lauter Einfamilienh&#228;usern. Der sogenannte Bleistift wurde 1893 im <a title="Neugotik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neugotik">neugotischen</a> Stil errichtet. Er bietet bei klarem Wetter eine weit reichende Rundumsicht. Man kann sich hier auch gut &#252;ber den Ort und die Umgebung orientieren. Fr&#252;her war er vor allem f&#252;r die F&#252;rther ein beliebtes Ausflugsziel, um am Wochenende oder besonders zur Kirschbaumbl&#252;te mit der Bahn nach Cadolzburg zu fahren. Ein quadratisches Holztreppenhaus f&#252;hrt &#252;ber f&#252;nf Stockwerke nach oben. Den Abschluss bildet eine Turmspitze mit vier dekorativ hervortretenden Fenstern an jeder Seite. Der Turm ist gegen einen Spendenbeitrag zu begehen und grunds&#228;tzlich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang unbewacht offen.</p>
<p>Heute sieht man wenig vom historischen Leid des Ortes, wenn man durch das Obere Tor die Stadt betritt und auf dem Marktplatz steht. Sch&#246;ne renovierte Fachwerkh&#228;user stehen hier, kleine Restaurants und Kneipen sind darinnen untergebracht. Im Sommer stehen Tische und St&#252;hle auf der Stra&#223;e.</p>
<p>Wenn man die Stra&#223;e entlang schlendert kommt man ganz automatisch zur Burg. Schon der Vorraum zur Burg ist sehenswert. Hier befinden sich ein ehemaliges Schulhaus, das heutige Pfarrhaus und Privatwohnungen. Dann kommt man &#252;ber eine Br&#252;cke zur Burg. Leider ist das Tor meistens verschlossen. Das ist aber nicht so schlimm, weil man vom Innenraum der Burg auch so gut wie keinen Ausblick hat und die R&#228;umlichkeiten selbst noch nicht renoviert und eingerichtet sind.</p>
<p>Eine gepflasterte Stra&#223;e f&#252;hrt links von der Burg zum Heimatmuseum im ehemaligen Rathaus. Es wurde 1668 erbaut. Der Heimatverein das <em>Rangau-Heimathaus</em> hat das Museum eingerichtet. In zw&#246;lf R&#228;umen bietet es einen &#220;berblick &#252;ber die Geschichte Cadolzburgs sowie der Geologie der Region. (&#214;ffnungszeiten: Dez. &#8211; Feb. und Aug. nach Vereinbarung, sonst 1. und 3. Sonntag im Monat 10-12 und 13-17 Uhr).</p>
<p>Dann gehen wir hinunter zur Kirche. Sie wurde 1750/51 in klassizistischen Barockformen als Saalbau neu &#252;ber einem wohl gotischen Vorg&#228;ngerbau errichtet. Das Innere bestimmt eine umlaufende <a title="Empore" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Empore">Emporenanlage</a> mit einer Altarwand im Osten und der <a title="Orgel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel">Orgel</a> im Westen. Der <a title="Taufbecken" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taufbecken">Taufstein</a> entstammt der barocken Neubauphase (datiert 1751). Beachtlich ist die wohl erst nachtr&#228;glich aus sp&#228;tgotischen Holzschnitzfiguren zusammengestellte Kreuzigungsgruppe aus dem Umkreis des <a title="Veit Sto&#223;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Sto%C3%9F">Veit Sto&#223;</a>.</p>
<p>Unten kommt man zu den Gemeindeweihern, von denen man bereits einen sch&#246;nen Blick auf die Burg hat. Es schlie&#223;t sich das Bauhaus, also das ehemalige Landwirtschaftshaus der Burgherren an. Heute befindet sich darinnen ein Restaurant.</p>
<p>Der kulinarische Tipp:</p>
<p>Der Bauhof und seine Geschichte sind eng verbunden mit der „Cadolzburg“, die sich unweit der historischen Gastst&#228;tte befindet. Die erste urkundliche Erw&#228;hnung, des Bauhofes datiert aus jener Zeit, wo mit dem Bau der Burg begonnen wurde. Aus der alten Familien-Chronik geht hervor, dass der Bauhof als Vorwerk der Burg entstand. &#220;ber den Bauernhof und seine Brauerei mussten sich urspr&#252;nglich die Besitzer der Burg ern&#228;hren. Der Bau fungierte auch als Zehnthof, in dem die Untertanen den Zehnten f&#252;r den Burggrafen abgeben mussten. Jede 10. Fuhre Getreide, aber auch Rinder, Schweine, Fisch, Gefl&#252;gel und Eier gingen an den Burgadel. Selbstverst&#228;ndlich forderten die Herrschaften auch den Zehnten vom selbstgebrauten Bier und Branntwein. Anno 1645 konnte der Bauernhof, mit Brauerei, Gasthaus und Brennerei von den Vorfahren der heutigen Besitzer erworben werden. 1925 wurden Brauerei und Brennerei aufgegeben, der Bauernhof und die Gastst&#228;tte jedoch weitergef&#252;hrt.</p>
<p>Heute hat das Restaurant einen guten Ruf &#252;ber Cadolzburg hinaus. Die regionalen und saisonalen Speisen werden mit Liebe zubereitet, ein stets freundlicher Service und gem&#252;tliche R&#228;umlichkeiten erwarten den Gast. Der Bauhof ist f&#252;r jeden Anlass eine gute Empfehlung.</p>
<p> (Restaurant Bauhof, Thomas Wei&#223;mann, Bauhof 1, 90556 Cadolzburg, Tel.: 09103-713 444, www.restaurant-bauhof.de)</p>
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		<title>Aischgr&#252;nder Bierstra&#223;e: kulinarischer Tipp</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir kommen zun&#228;chst nach Gutenstetten. Hier ist die Brauerei Windsheimer zu Hause. Die familiengef&#252;hrte Privatbrauerei besteht seit 1767. Die Biere werden auch heute noch streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 aus heimischer Braugerste, ausgesuchtem Hopfen und Wasser aus eigenem Brunnen ohne Zusatz von chemischen Stoffen hergestellt. Nach langer und kalter Lagerung in den Lagerkellern entstehen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/aischgruender-bierstrasse-kulinarischer-tipp-3">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kommen zun&#228;chst nach Gutenstetten.<br />
Hier ist die Brauerei Windsheimer zu Hause. Die familiengef&#252;hrte Privatbrauerei besteht seit 1767. Die Biere werden auch heute noch streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 aus heimischer Braugerste, ausgesuchtem Hopfen und Wasser aus eigenem Brunnen ohne Zusatz von chemischen Stoffen hergestellt. Nach langer und kalter Lagerung in den Lagerkellern entstehen die Biere. Ob Premium Pils, Aischgr&#252;nder Dunkel oder das Lager, alle drei Sorten werden in der umweltfreundlichen und wiederverschliessbaren B&#252;gelverschlussflasche abgef&#252;llt.<br />
Die s&#252;ffigen Aischgr&#252;nder Biere werden nat&#252;rlich im Brauereigasthof ausgeschenkt.<br />
(Hauptstra&#223;e 13, 91468 Gutenstetten 13, Telefon (0 91 61) 22 93)</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" title="stille-wege-cover" width="63,5" height="93,5" class="alignleft size-full wp-image-1075" /></a></p>
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		<title>Die Aischgr&#252;nder Bierstra&#223;e: kultureller und kulinarischer Tipp</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der erste Bauabschnitt des Aischgr&#252;nder Karpfenmuseum wurde er&#246;ffnet und ist eine neue Attraktion f&#252;r Neustadt. In drei R&#228;umen ist eine Hommage an das weltber&#252;hmte Symboltier des Aischgrunds, den hochr&#252;ckigen, tellerf&#246;rmigen Spiegelkarpfen, zu sehen: Das teichwirtschaftliche Jahr, die Geschichte der Teichwirtschaft im Aischgrund sowie ihre Einbindung in Natur und Umwelt sind weitere Themen. Schwerpunkte sind auch:<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/die-aischgruender-bierstrasse-kultureller-und-kulinarischer-tipp">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Bauabschnitt des Aischgr&#252;nder Karpfenmuseum wurde er&#246;ffnet und ist eine neue Attraktion f&#252;r Neustadt. In drei R&#228;umen ist eine Hommage an das weltber&#252;hmte Symboltier des Aischgrunds, den hochr&#252;ckigen, tellerf&#246;rmigen Spiegelkarpfen, zu sehen: Das teichwirtschaftliche Jahr, die Geschichte der Teichwirtschaft im Aischgrund sowie ihre Einbindung in Natur und Umwelt sind weitere Themen. Schwerpunkte sind auch: &#8220;Z&#252;chtung und Z&#252;chter des Aischgr&#252;nders&#8221;, &#8220;Kulinarisches rund um den Karpfen&#8221; und &#8220;Karpfen in Europa&#8221;. Au&#223;erdem schwimmen in zwei Aquarien Karpfen und ihre Beifische aus den Aischgr&#252;nder Weihern.<br />
Das Museum ist pfiffig eingerichtet und wird sicherlich Lust machen, in den Monaten mit &#8220;r&#8221; in einer der vielen Fischk&#252;chen den &#8220;principalen&#8221; Fisch dann auch live zu genie&#223;en. Seit Jahrhunderten gilt der &#8220;Aischgr&#252;nder Spiegelkarpfen&#8221; als ein besonderer Leckerbissen in Franken und weit dar&#252;ber hinaus. Bis nach Brasilien und Java wurde schon vor 100 Jahren die Karpfenbrut exportiert. So zahlreich wie die Weiher sind die Lobpreisungen &#252;ber das Wappentier des Aischgrunds.<br />
Seit Jahrzehnten gibt es in der Region jeden Herbst die Aischgr&#252;nder Karpfenschmeckerwochen. Eine gro&#223;e Vielfalt von Karpfengerichten kann man dann in den Gastst&#228;tten geniessen.<br />
Karpfen gebacken oder blau kennt ja fast jeder &#8211; wie w&#228;re es aber mal mit:<br />
Karpfen ger&#228;uchert mit Sahnemeerrettich<br />
Karpfenfilet in der M&#252;slikruste mit Silvanerso&#223;e<br />
Karpfen im Biersud<br />
Feuerkarpfen<br />
Karpfenbratw&#252;rsten<br />
Karpfenfilet in fr&#228;nkischer Rotweinso&#223;e<br />
Besonders beliebt sind die in einigen Gastwirtschaften angebotene &#8220;Karpfenbuffetts&#8221;, wo der Gast &#8220;all you can eat&#8221; an einigen besonderen Tagen die Vielfalt der Zubereitungsarten in kleinen Happen durchprobieren kann.</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" title="stille-wege-cover" width="63,5" height="93,5" class="alignleft size-full wp-image-1075" /></a></p>
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		<title>Bierwissen Teil 3</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 16:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aischgrund]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<category><![CDATA[Stille Wege rund um Nürnberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Frauen und M&#228;nnern aller Altersgruppen schmeckt das Bier &#8211; das ist unumstritten. Aber nicht nur zum Durstl&#246;schen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist ein Genu&#223;mittel. K&#246;nnen Sie sich eine Schweinshaxe oder ein &#8220;Sch&#228;uferla&#8221; ohne ein Glas Bier vorstellen? In Franken ist das schier unm&#246;glich. Was gibt es sch&#246;neres, als sich abends, nach einem vielleicht harten<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/bierwissen-teil-3">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen und M&#228;nnern aller Altersgruppen schmeckt das Bier &#8211; das ist unumstritten. Aber nicht nur zum Durstl&#246;schen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist ein Genu&#223;mittel. K&#246;nnen Sie sich eine Schweinshaxe oder ein &#8220;Sch&#228;uferla&#8221; ohne ein Glas Bier vorstellen? In Franken ist das schier unm&#246;glich. Was gibt es sch&#246;neres, als sich abends, nach einem vielleicht harten Arbeitstag, zum Abendessen ein Glas Bier einzuschenken und die Beine hochzulegen?<br />
Das Brauwasser macht jedes Bier zu einer Pers&#246;nlichkeit. Es erf&#252;llt h&#246;chste Qualit&#228;tsanspr&#252;che, die weit oberhalb derer f&#252;r Trinkwasser liegen. So unterschiedlich die regionalen, besonders reinen, nat&#252;rlichen Wasservorkommen in ihrer Zusammensetzung (vor allem bei Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium) sind, so unterschiedlich sind auch die daraus gebrauten Biere. Malz und Hopfen sind die Charakter bestimmenden Komponenten f&#252;r den Geschmack und die Blume des Bieres. Der Kenner schmeckt und riecht die Malznote, die sortentypisch von &#8220;sehr fein&#8221; bis &#8220;stark betont&#8221; reichen kann. Mit der ausgewogenen Bittergeschmack des Hopfens komponiert der Brauer das harmonische Gegengewicht zur Malzs&#252;&#223;e. Die Hopfennote reicht von &#8220;fein&#8221; bis &#8220;ausgepr&#228;gt&#8221;. Die Stammw&#252;rze bezeichnet den prozentualen Anteil des Malzzuckers und der aus Malz und Hopfen gel&#246;sten wertvollen Inhaltsstoffe an der W&#252;rze vor der Verg&#228;rung. Der gr&#246;&#223;te Teil davon wird zu Alkohol und Kohlens&#228;ure vergoren. Der Alkoholgehalt des Bieres entspricht etwa 40 Prozent des urspr&#252;nglichen Stammw&#252;rzegehaltes. Der unvergorene Rest der Stammw&#252;rze gibt dem Bier seine mehr oder weniger ausgepr&#228;gte &#8220;feinw&#252;rzige&#8221; Note. Hefe verg&#228;rt Malzzucker zu Alkohol und Kohlens&#228;ure. Oberg&#228;rige Hefen steigen w&#228;hrend der G&#228;rung nach oben, unterg&#228;rige setzen sich am Boden ab. Oberg&#228;rige Biere schmecken deutlich fruchtiger. Wird das Bier nicht blank filtriert, verbleibt ihm eine charakteristische Tr&#252;bung, die von &#8220;opalisierend&#8221; bis &#8220;stark tr&#252;b&#8221; reichen kann. Kohlens&#228;ure entsteht bei der G&#228;rung und Reifung des Bieres. Sie wird unter Gegendruck (&#8220;Spundung&#8221;) im Bier gebunden und vermittelt den spritzig bis prickelnden Biergenuss. Beim Einschenken entbindet sie sich wieder, steigt in feinen Perlen auf und bildet den feinporigen Schaum, der dem Bier sein frisches Aussehen verleiht.</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-1075" title="stille-wege-cover" src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" width="63" height="93" /></a></p>
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		<title>Bierwissen Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 12:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Schwanfelder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haben Sie gewusst, dass es nirgends auf der Welt eine so gro&#223;e Brauereidichte gibt wie in Franken gibt? Seit vielen Jahrhunderten ist die Braukunst in Frankens ein St&#252;ck Kultur und Geschichte. Das Freilandmuseum in Bad Windsheim hat der Braukunst eine ganze Abteilung gewidmet, in der auch noch heute nach alter Tradition gebraut wird. Aber nicht<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.schwanfelder.info/bierwissen-teil-2">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie gewusst, dass es nirgends auf der Welt eine so gro&#223;e Brauereidichte gibt wie in Franken gibt? Seit vielen Jahrhunderten ist die Braukunst in Frankens ein St&#252;ck Kultur und Geschichte. Das Freilandmuseum in Bad Windsheim hat der Braukunst eine ganze Abteilung gewidmet, in der auch noch heute nach alter Tradition gebraut wird. Aber nicht nur im Museum kann man das Brauen erleben, auch viele Familienbrauereien sind f&#252;r G&#228;ste ge&#246;ffnet und lassen einen Blick hinter die Kulissen zu. Im Gegensatz zu den gro&#223;en, sterilen und oftmals anonymen Gro&#223;brauereien kann man in ihnen die Produktion des heimischen Bieres regelrecht selbst erleben. So kann man auch, wenn man will einen direkten Bezug zum Braumeister aufbauen und ist sicher, jederzeit Bier bester Qualit&#228;t zu erhalten.</p>
<p>Weitere Informatioinen finden Sie in diesem Buch: <a href="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-1075" title="stille-wege-cover" src="http://www.schwanfelder.info/blog/wp-content/uploads/2009/08/stille-wege-cover.jpg" alt="stille-wege-cover" width="63" height="93" /></a></p>
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