Bierwissen Teil 3

26. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Franken blog

Frauen und Männern aller Altersgruppen schmeckt das Bier – das ist unumstritten. Aber nicht nur zum Durstlöschen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist ein Genußmittel. Können Sie sich eine Schweinshaxe oder ein “Schäuferla” ohne ein Glas Bier vorstellen? In Franken ist das schier unmöglich. Was gibt es schöneres, als sich abends, nach einem vielleicht harten Arbeitstag, zum Abendessen ein Glas Bier einzuschenken und die Beine hochzulegen?
Das Brauwasser macht jedes Bier zu einer Persönlichkeit. Es erfüllt höchste Qualitätsansprüche, die weit oberhalb derer für Trinkwasser liegen. So unterschiedlich die regionalen, besonders reinen, natürlichen Wasservorkommen in ihrer Zusammensetzung (vor allem bei Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium) sind, so unterschiedlich sind auch die daraus gebrauten Biere. Malz und Hopfen sind die Charakter bestimmenden Komponenten für den Geschmack und die Blume des Bieres. Der Kenner schmeckt und riecht die Malznote, die sortentypisch von “sehr fein” bis “stark betont” reichen kann. Mit der ausgewogenen Bittergeschmack des Hopfens komponiert der Brauer das harmonische Gegengewicht zur Malzsüße. Die Hopfennote reicht von “fein” bis “ausgeprägt”. Die Stammwürze bezeichnet den prozentualen Anteil des Malzzuckers und der aus Malz und Hopfen gelösten wertvollen Inhaltsstoffe an der Würze vor der Vergärung. Der größte Teil davon wird zu Alkohol und Kohlensäure vergoren. Der Alkoholgehalt des Bieres entspricht etwa 40 Prozent des ursprünglichen Stammwürzegehaltes. Der unvergorene Rest der Stammwürze gibt dem Bier seine mehr oder weniger ausgeprägte “feinwürzige” Note. Hefe vergärt Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure. Obergärige Hefen steigen während der Gärung nach oben, untergärige setzen sich am Boden ab. Obergärige Biere schmecken deutlich fruchtiger. Wird das Bier nicht blank filtriert, verbleibt ihm eine charakteristische Trübung, die von “opalisierend” bis “stark trüb” reichen kann. Kohlensäure entsteht bei der Gärung und Reifung des Bieres. Sie wird unter Gegendruck (“Spundung”) im Bier gebunden und vermittelt den spritzig bis prickelnden Biergenuss. Beim Einschenken entbindet sie sich wieder, steigt in feinen Perlen auf und bildet den feinporigen Schaum, der dem Bier sein frisches Aussehen verleiht.

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