14. Tagebucheintrag – Die Geschichte vom “kleinen Fahrradladen”

27. März 2010 | Von | Kategorie: Tagebuch zum Buch

Ich hatte auch keine Eile, weil ich unbemannt war. Mein neuer Freund hatte mich versetzt. Ich hatte in der Diskothek gewartet, eine lange Stunde. Dann war ich gegangen. Ich konnte es nicht leiden, wenn jemand unpünktlich war, wenn ich mich nicht verlassen konnte. Daher wimmelte ich ihn ab, als er mich später angerufen hatte und um Verzeihung bat. So hatte ich heute Abend Zeit.
Ich formulierte:
Der Fahrradladen kümmert sich um Fahrräder und alle Gegenstände, die mit Fahrräder zu tun haben. Die Leistungen sind Beratung, Reparatur, technische Optimierung, Einkauf und Verkauf. Der Fahrradladen wurde von Peter Lehmann gegründet und entwickelt. Ihm zollt die ganze Belegschaft höchste Anerkennung und wird sein Andenken hoch halten.
Ich schrieb diese Sätze auf ein großes Stück weißes Papier und hängte es an die Wand des Frühstückzimmers. Dann ging ich nach Hause und war sehr frohgemut.

Worte zum Nachdenken

Ich las an diesem Tag in meinem Weisheitskalender die folgenden Zitate. Es geht um Ziele, Zielerreichung und einfach um das Wissen, was man eigentlich will.

Das große Ziel des Lebens ist nicht Wissen, sondern Handeln. (Thomas Huxley)

Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst. (Dante Alighieri)

Man geht nie weiter, als wenn man nicht mehr weiß, wohin man geht. (Johann Wolfgang von Goethe)

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.
Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: “Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.”
“Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?” fragte der Junge.
“Der Wolf, den ich füttere.” antwortete der Alte.

Die Zwillinge im Mutterleib
Es geschah, dass in einem Schoß Zwillingsbrüder empfangen wurden. Die Wochen vergingen und die Knaben wuchsen heran. In dem Maß, in dem ihr Bewusstsein wuchs, stieg die Freude.
“Sag, ist es nicht großartig, dass wir empfangen wurden? Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?” Die Zwillinge begannen ihre Welt zu entdecken.
Als sie die Schnur fanden, die sie mit ihrer Mutter verband und die ihnen die Nahrung gab, da sangen sie vor Freude: “Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!”
Als aber die Wochen vergingen und schließlich zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich, wie sehr sie sich verändert hatten.
“Was soll das heißen?” fragte der eine.
“Das heißt”, antwortete der andere, “dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald seinem Ende zugeht.”
“Ich will doch gar nicht gehen”, entgegnete der andere, “aber vielleicht kommt noch irgendetwas nach der Geburt!”
“Wie könnte das sein?” fragte zweifelnd der erste, “wir werden unsere Lebensschnur verlieren, und wie sollten wir ohne sie leben können? Und außerdem haben auch schon andere vor uns diesen Schoß hier verlassen und keiner von denen ist zurückgekehrt und hat uns gesagt, dass es noch irgendeine Hoffnung gibt! Nein, die Geburt ist das Ende!”
So fiel der eine von ihnen in tiefen Kummer und sagte: “Wenn unser Leben mit der Geburt endgültig endet, welchen Sinn hat es denn dann gehabt? Gar keinen! Womöglich gibt es gar keine Mutter hinter alledem”.
“Aber sie muss doch existieren”, prophezeite der andere, “wie sollten wir sonst hierher gekommen sein. Und wie konnten wir am Leben bleiben?”
“Hast du je unsere Mutter gesehen?” fragte der eine. “Womöglich lebt sie nur in unserer Vorstellung. Wir haben sie uns erdacht, weil wir uns dadurch unser Leben besser erklären können”.
Und so waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großer Angst.
Schließlich kam der Moment der Geburt. Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sich ihre Augen. Sie schrien. Was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume

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